Die Waisen im Juni

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Juni 2015

 

Alamanya kam mit einem von Hyänen angebissenen Hinterteil zu uns. Ihre Wunden sind gut verheilt, aber die Narben haben ihren Genitalbereich deformiert, so daß sie nur schwer Harn absetzen kann. Dieser sammelt sich immer in einer kleinen Hauttasche, die bei der Vernarbung entstand. Es wird ein relativ kleiner Eingriff nötig sein, aber wir warten damit noch, bis sie ein wenig kräftiger ist. Auch Mwashotis Wunden verheilen gut, besser als unsere wildesten Vorstellungen. Sein Bein war durch eine Kabelschlinge schwer verwundet, aber inzwischen sind vier Monate Behandlung ins Land gegangen, und er kann sein Bein wieder fast normal benutzen. Mwashoti gehört zur Baby-Gruppe, da wir ihn bisher noch nicht zum öffentlichen Schlammbad lassen konnten. Seine Manieren lassen manchmal etwas zu Wünschen übrig, besonders wenn er den Älteren gegenüber aufmüpfig wird, die auch kein Problem damit haben, ihn zu bestrafen. Dann müssen die Keeper hin und wieder eingreifen!

Nairobi orphans

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South African Airways hebt eigenes Verbot von Jagdtrophäen-Transport wieder auf

 

Keine drei Monaten hielt die von Artenschützern in der ganzen Welt begrüßte Aktion von South African Airways (SAA), keine Jagdtrophäen von Nashörnern, Elefanten, Löwen und Tigern mehr zu transportieren an.

Jetzt hat die Fluglinie dem großen Druck der Jagd-Lobby nachgegeben und somit die- Grauzone zwischen illegalem und legalem Trophäen-Handel wieder reaktiviert. Nun werden Trophäen wieder von SAA transportiert.

„Wir können nur hoffen, das das- vorbildliche Handeln der anderen Fluggesellschaften wie Air France, KLM, Singapore Airways,- Emirates, Lufthansa oder Qantas weiterhin andere Airlines dazu bewegt, den illegalen Wildtier-Handel einzudämmen, indem sie auch keine Trophäen mehr transportieren.“ sagt Thomas Töpfer, 1. Vorsitzender von REAeV.

 

 

Die Waisen im Mai

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Mai 2015

 

Diesen Monat war Land unter angesagt. Wir hatten so viele Unwetter, daß der Boden irgendwann völlig mit Regenwasser gesättigt war. Das war natürlich wunderbar für die Pflanzenwelt, auch wenn die Nursery kurz vor der Überschwemmung stand.

 

 

Nairobi babies

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Die Waisen im April

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: April 2015

Doldol, dessen Augenlicht bei seiner Ankunft stark beeinträchtigt war, kann inzwischen dank einer Behandlung wieder sehen – was für eine Freude! Er hat unterdeß auch gezahnt und einiges an Körpergewicht verloren. Aber er bekam auch viel Aufmerksamkeit, besonders von Mwashoti, ein dauernder Begleiter der Babys. Mwashoti selbst kann aufgrund einer alten Verletzung durch eine Drahtschlinge nicht mit den Älteren Schritt hatten und verbringt daher viel Zeit mit den Kleinen, bei denen es ein bißchen ruhiger zugeht. Er ist natürlich der absolute Superheld bei den Jüngsten, besonders bei Ngilai und Lasayen. Kamok paßt immer auf, daß niemand zu kurz kommt und legt manchmal beruhigend ihren Rüssel auf den Rücken eines sich vernachlässigt fühlenden Babys. Lasayen scheint manchmal sehr besorgt über Mwashotis furchtbare Wunde zu sein und streut manchmal mit seinem Rüssel weiche Erde auf die Verletzung. Diese zärtlichen Gesten sind sehr üblich unter Elefanten, und man sieht die besten menschlichen Eigenschaften und nur sehr wenige von den Schlechten.

 

Balguda and Ziwa are taken round to browse (2)

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