Der Umzug von Kilaguni, Chaimu und Sabachi

Der 7. Juni begann wieder einmal sehr früh am Morgen, denn an diesem Tag sollten drei weitere Elefantenwaisen in die Auswilderungsstation nach Ithumba, im nördlichen Teil des Nationalparks Tsavo-Ost, gebracht werden. Kilaguni, Chaimu und Sabachi sind inzwischen alle zwei Jahre alt, nach ihrer Odyssee des frühen Verwaisens körperlich und seelisch wieder hergestellt und somit bereit für den nächsten Schritt auf dem Weg zurück in die Wildnis. Denn dort gehören sie schließlich hin, inmitten ihrer wilden Artgenossen und an einen Ort, an dem sie genug Platz für ein schönes Elefantenleben haben.

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Newsletter aus Kenia / die Eli-Waisen im Mai

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe

Ein großes Ereignis war in diesem Monat der Umzug von Dida, Kimana und Ndii, die am 11. Mai in drei großen Lastwagen und von ihren Keepern begleitet nach Voi gebracht wurden. Die ungewöhnliche Geräuschkulisse in den frühen Morgenstunden (um 4 Uhr) ist immer unbehaglich für diejenigen, die in den Ställen geblieben sind und genau wissen, dass gerade irgendetwas vor sich geht. Die drei Waisen, die umziehen sollten, begaben sich ohne große Aufregung auf ihren jeweiligen Anhänger, nur Ndii brauchte ein wenig Unterstützung. Gegen 5 Uhr fuhren die Lkws schließlich ab – immer ein äußerst sentimentaler Augenblick für alle, die zurückbleiben, besonders für die Elefanten, die die Abwesenheit ihrer Freunde natürlich sofort bemerken und sie vermissen, aber auch für diejenigen Keeper, die die Waisen von klein auf Tag für Tag betreut haben. Zwei der Keeper haben die Elefanten auf ihrer Reise begleitet und werden noch in Voi bleiben, bis sie sich dort eingelebt haben. Robert Carr-Hartley und sein Vater Roy begleiteten den Konvoi, wie schon so oft, und das ist gut so, denn es gab auf der Fahrt einige technische Probleme (verursacht durch verunreinigten Diesel) zu beheben.

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REAeV finanziert die Radio-Initiative des David Sheldrick Wildlife Trust

Ein Teil der Bildungs- und Aufklärungsarbeit des David Sheldrick Wildlife Trust vor Ort in Kenia erfolgt durch Radiosendungen, die in verschiedenen Sprachen der einheimischen Bevölkerung ausgestrahlt werden, besonders für diejenigen Volksgruppen, die die Grenzen von Naturschutzgebieten besiedeln. In diesem Jahr gibt es vier Programme, die jeden Monat in den Sprachen Wakama, Kikuyu, Maa und Meru über den Äther laufen werden. Die Programme sprechen direkt die Bewohner der ariden und semi-ariden Gebiete in der Ost-Provinz an, ebenso diejenigen in den Waldgebieten der Zentral- und Westregion und gleichwohl die Massai-Viehalter. Diese Bevölkerungsgruppen wurden ausgewählt, weil sie wegen ihres Wohnortes häufig mit Wildtieren und dem Rest der Natur in Berührung kommen und direkt von der schwindenden Artenvielfalt durch Raubbau und Wilderei betroffen sind. Die Radiosendungen sind besonders auf diese Themen zugeschnitten und befassen sich hauptsächlich mit Fragen rund um den Naturschutz und einschlägigen Umweltthemen. Der Fokus auf dieses eine Themenfeld macht es leichter, den Inhalt einer vorangegangenen Sendung in späteren Beiträgen noch einmal systematisch einzubauen.

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Der Umzug von Kimana, Dida und Ndii nach Voi

Schon in der ersten Mai-Woche parkten drei Lkws an der Laderampe in der Nairobi-Nursery, und drei Elefantenwaisen bekamen in diesen Tagen immer ihre Milch im Anhänger, damit man sie an das Auf- und Absteigen über die Rampe gewöhnen konnte. Denn schließlich sollten die Auserwählten demnächst in eines unserer beiden Auswilderungszentren im Nationalpark Tsavo East gebracht werden. Für Dida, Ndii und Kimana war die Zeit gekommen, ihren noch sehr langen Weg zurück in die Wildnis zu beginnen – inmitten ihrer wilden Artgenossen in einem Schutzgebiet, das Elefanten all den (Lebens-)Raum und die Freiheit gewährt, den sie für ein gutes Leben brauchen. Es ist jedoch auch klar, dass dieser Umzug nur einen weiteren kleinen Schritt in ihrer Auswilderung darstellt, sie werden ihre Keeper (und die Milchflasche) noch einige Jahre brauchen, bevor sie sich allein im wilden Terrain bewegen können. Die Waisen selbst bestimmen den Zeitpunkt, an dem sie sich abnabeln und dieser Prozess kann bis zu einem Alter von 11 Jahren dauern.

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Die Operationen von Emily und Irima am 11. Mai

Die Keeper in Voi unternehmen regelmäßig motorisierte Patrouillen, um die Entwicklung unserer inzwischen ausgewilderten Waisen weiter zu verfolgen. Emily muss sich innerhalb der Grenzen des Nationalparks Tsavo-Ost aufgehalten haben, als sie um den 4. Mai 2010 von einem Pfeil in ihren Rumpf getroffen wurde. Zum Glück war der Pfeil nicht, wie sonst oft üblich, mit Gift überzogen, sondern für kleinere Wildtiere wie Antilopen bestimmt. Ohne Zweifel wurde er von einem Wilderer auf der Jagd nach Wildfleisch (so genanntes „bush meat“) abgefeuert. Emily brauchte Hilfe, und sie wusste es. Als die Keeper sie am selben Abend sichteten, war sie mit ihrer Gruppe bereits auf dem Weg zu den Stallungen.

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