Waisenblogs-Beitrag Nursery, 04.07.2018

Mittwoch, 4. Juli 2018
Die kleine Kiasa sorgt immer noch für am meisten Unruhe im Waisenhaus, vor allem bei den Fütterungen. Wenn sie ihre Milch getrunken hat, kann man sie keine Sekunde aus den Augen lassen! Sie rennt dann von einem Keeper zum nächsten, schaut nach, wer seine Milch noch nicht ausgetrunken hat und wo sie noch etwas abstauben kann. Heute kam sie als letzte zur Fütterung, als Musiara, der immer sehr langsam trinkt, noch nicht fertig war. Statt zu ihrer eigenen Flasche zu gehen, fing sie an, Musiara zu belästigen; sie riss dem Keeper, der ihn gerade fütterte, die Flasche aus der Hand und wollte selbst von ihm gefüttert werden! Als sie dann endlich bei ihren eigenen Flaschen angekommen war, trank sie hastig aus, um danach gleich zur Schubkarre mit den leeren Flaschen zu rennen. Sie hätte sie beinahe umgeworfen, wenn sie nicht von einem Keeper weggeschoben worden wäre. Dann stand sie kurz ganz still und rannte dann dem Keeper, der die Schubkarre wegschob, hinterher, um ihm mit dem Kopf voraus von hinten in die Knie zu stoßen! Man hat es wirklich nicht leicht mit ihr – die Keeper haben ihr den Spitznamen „kichwa ngumu“ gegeben, was auf Suaheli soviel bedeutet wie „Kopfschmerzen“!

Waisenblogs-Beitrag Voi, 03.07.2018

Dienstag, 3. Juli 2018
Es war ein kalter Tag, und es gab immer wieder starke Windböen. Die Elefanten verkrochen sich hinter den großen Felsen am Fuß des Mazinga-Bergs, um sich gegenseitig zu wärmen. Nach der Mittagsfütterung wollte niemand baden, weil es so kalt war. Am Nachmittag schlossen sich Kenia und ihre Freunde einer wilden Herde an. Tundani freundete sich mit einem Teenager-Bullen an, und die beiden grasten eine ganze Weile miteinander. Mbegu blieb mit ihren Schützlingen lieber in der Nähe der Keeper. Kenias Gruppe, die inzwischen von der Milch entwöhnt sind, verabschiedete sich dann wieder von ihren wilden Artgenossen, als es am Abend zu den Stallungen zurück ging.