Larro, Mukkoka und Naboishu ziehen nach Ithumba um

(übersetzt aus dem englischen Original; alle Bilder © Sheldrick Wildlife Trust)

Am frühen Morgen des 8. Januar 2022 verabschiedeten sich Larro, Mukkoka und Naboishu vom Waisenhaus in Nairobi und machten sich auf die Reise zur Auswilderunsstation in Ithumba im Tsavo East Nationalpark.

Auf diesen Tag hatten alle beim Sheldrick Wildlife Trust schon lange gewartet. Der Zeitpunkt für so einen Umzug muss stimmen, und verschiedene Umstände müssen zusammenkommen. Am wichtigsten ist natürlich, dass die Waisen bereit sind für diesen Schritt, aber auch das Wetter ist nicht unwichtig. Eigentlich hätten Larro, Mukkoka und Naboishu schon Ende 2021 umziehen sollen, aber die lange Trockenheit in Tsavo machte diesen Plan zunichte. Im Dezember fing es dann endlich an zu regnen, und die Gegend um Ithumba wurde wieder zu einem grünen Paradies – doch nun waren die Fahrwege im Nationalpark so aufgeweicht, dass ein LKW mit drei heranwachsenden Elefanten sie nicht benutzen konnte! Anfang Januar waren die äußeren Umstände dann schließlich gut genug, und der Umzug der drei Waisen konnte beginnen.
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Lualenis neueste kleine Begleiterin: Baby Lexi

(übersetzt aus dem englischen Original; alle Bilder © Sheldrick Wildlife Trust)

Die große Elefantenfamilie der Ex-Waisen in Kenia ist wieder ein bisschen größer geworden: Lualeni hat ihr zweites Mädchen, Lexi, zur Welt gebracht!

Das erste Baby ist ein bedeutsames neues Kapitel für jeden Elefanten, aber besonders für ein Waisenkind, das so viel Kummer überwunden hat wie Lualeni. Ihr Leben wäre vor 17 Jahren beinahe vorbei gewesen, kaum dass es begonnen hatte. Im November 2004 sahen sich Mitarbeiter einer Lodge im Taita Hills Schutzgebiet einem sehr ungewöhnlichen Anblick gegenüber: Ein winziger Elefant, nicht älter als ein paar Monate, schlief im Schatten eines Baumes. Sie beobachteten das kleine Mädchen einen Tag lang und wurden Zeuge ihrer vergeblichen Versuche, sich den vorbeiziehenden Herden anzuschließen. Es war klar, dass dieses Kalb ein Waise und ganz allein auf der Welt war. Angesichts der Zeit und des Ortes wurde vermutet, dass ihre Mutter ihr Leben durch Wilderer verloren hatte.

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Lemeki und Thamana ziehen nach Voi um

(übersetzt aus dem englischen Original; alle Bilder © Sheldrick Wildlife Trust)

Ein Umzug von Waisen in eine Auswilderungsstation ist immer eine große Sache – dieser aber ganz besonders, für die beiden Waisen wie auch für alle Mitarbeiter des Sheldrick Wildlife Trust (SWT)! Am 10. Januar 2022 waren Lemeki und Thamana die ersten, die von Kaluku aus umzogen! Sie verabschiedeten sich von der Station für kleine Elefanten, die fast vier Jahre lang ihr Zuhause gewesen war, und werden nun in der Auswilderungsstation in Voi im Tsavo East Nationalpark die nächsten Jahre ihres Lebens verbringen.

Lemeki war das erste Elefantenkind in der Baby-Station in Kaluku und der Mittelpunkt der kleinen Herde dort. Sie wurde inmitten von reißenden Fluten gerettet – und tatsächlich ist sie auch ein kleiner Wirbelwind! Im März 2018, als schwere Unwetter ganz Kenia auf den Kopf stellten, erspähten die Ranger des Mara Elephant Project in der Maasai Mara ein kleines Tier, das von den reißenden Fluten des Mara-Flusses mitgerissen wurde. Als sie sich das genauer anschauten, stellten sie fest, dass es ein kleiner Elefant war!

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Die Rettung von Latika

 

Latika ist ein weiteres Opfer der aktuellen schlimmen Dürre; aber nicht nur das: darüber hinaus hatte sie sich auch noch in einer Schlinge verfangen. Als wenn es nicht schon schwierig genug wäre, mit der extremen Trockenzeit zurechtkommen zu müssen, musste sie auch noch mit einem Metalldraht kämpfen, der sich um ihren Hals gelegt hatte!

An der Salt Lick Lodge im Tsavo East Nationalpark kommen häufig Elefantenherden zusammen, um aus dem Wasserloch neben der Unterkunft zu saufen, gerade in der Trockenzeit. So war es auch am Abend des 10. Oktober 2021, als kontinuierlich wilde Besucher kamen und gingen. Doch etwas besonderes fiel den Angestellten der Lodge auf, die den Elefanten draußen zuschauten: Ein kleines Kalb, kaum anderthalb Jahre alt, hatte eine Schlinge um den Hals! Sie beobachteten die kleine Besucherin, die zu keiner der ankommenden und wieder abwandernden Herden zu gehören schien. Sie blieb immer zurück und hatte offenbar keine Familie mehr.


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Die Rettung von Barnoti

Barnoti verlor seine Mutter zu einer Zeit, in der er trotz allem beste Überlebenschancen hatte – nur um in der jetzigen harten Dürre doch noch in Lebensgefahr zu geraten.

Im April 2019 freute sich in Amboseli die BC-Familie, wie sie beim Amboseli Trust for Elephants (ATE) bekannt ist, über Zuwachs: ein kleines Baby von Bouenza, einer der bekanntesten Kühe der Region um den Nationalpark. Sie war 1992 geboren worden und Mutter von mehreren Kälbern, darunter zwei Töchter, die sie über die Jahre hinweg begleiteten. Diese wunderbare kleine Familie musste sich riesig gefreut haben über den kleinen Bullen, den Bouenza zur Welt gebracht hatte, und der vom ATE Barnoti genannt wurde.

Leider starb aber Bouenza im November 2020, offenbar eines natürlichen Todes. Barnoti war zu dem Zeitpunkt erst 19 Monate alt – eigentlich zu jung, um ohne Mutter überleben zu können. Aber die sonstigen Umstände hätten nicht günstiger sein können: es hatte gerade jede Menge Regen gegeben, und es gab Futter im Überfluss, genug, um die fehlende Milch seiner Mutter zu ersetzen. Und natürlich hatte er auch noch seine zwei älteren Schwestern, die sich liebevoll um ihn kümmerten.

In der zweiten Jahreshälfte 2021 verschlechterte sich die Situation aber zunehmend, denn es gab kaum Regen, als eigentlich Regenzeit hätte sein sollen, und das Futter für die Elefanten wurde schnell knapp. Für alle Arten von Wildtieren begann der tägliche Überlebenskampf – für ein so kleines Kalb wie Barnoti natürlich eine umso schwierigere Situation. Nach einigen Wochen magerte er zusehends ab, und schließlich war er zu schwach, um noch mit seiner Familie mithalten zu können. Am 19. Oktober traf der Vorsteher des Natioalparks Barnoti ganz allein an, und er sah sehr mitgenommen aus. Er benachrichtigte sofort die Mitarbeiter des ATE, die wiederum den Sheldrick Wildlife Trust (SWT) zu Hilfe riefen, um eine Rettungsaktion zu starten.


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