Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 01.03.2021

Montag, 1. März 2021
Gegen 10 Uhr am Vormittag schlossen sich Mutara und ihre Kollegen der Waisenherde an. Kurz bevor es zum Mittagsschlammbad gehen sollte, entführten dann Suguta und Turkwel ihren Liebling Dololo – die Keeper bekamen gar nicht die Gelegenheit einzugreifen, so schnell waren sie mit ihm verschwunden! Sie spekulierten allerdings darauf, dass die beiden später mit ihm zurückkommen würden, denn der Rest von Mutaras Herde blieb bei den Waisen. Und tatsächlich, gegen 15 Uhr tauchten die beiden Kühe mit Dololo wieder am Schlammloch auf. Diesmal passten die Keeper gut auf den kleinen Bullen auf und stellten sicher, dass er am Abend wieder mit zurück zu den Stallungen kam. Auch Ex-Waise Challa kam zu Besuch zum Schlammloch, und Jotto und Mundusi standen neben ihm und bewunderten ihren großen Artgenossen eine ganze Weile.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 01.03.2021

Montag, 1. März 2021
Kiasa und Larro sind zwar oft frech und werden gern einmal vorlaut, aber sie sind trotzdem gute Freunde. Heute grasten sie den ganzen Tag zusammen und legten immer einmal wieder kleine Ringkämpfe zwischendurch ein. Einmal genehmigten sie sich auch eine Staubbad und pusteten sich dabei die Erde mit dem Rüssel ordentlich über Bauch und Rücken.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 01.03.2021

Montag, 1. März 2021
Obwohl die Waisen alle gut miteinander auskommen, gibt es natürlich immer wieder besonders enge Freundschaften unter ihnen. In letzter Zeit scheint sich eine solche Freundschaft zwischen Ziwadi und Kinyei zu entwickeln. Die beiden verbringen draußen im Wald viel Zeit zusammen beim Grasen. Auch Olorien versteht sich gut mit den beiden. Als sie heute alle zusammen im Busch futterten, legte Ziwadi liebevoll ihren Rüssel auf Kinyeis Rücken ab.

Die Rettung von Esoit

 

Ein Anruf beim Sheldrick Wildlife Trust (SWT) am Abend des 3. Mai 2021 löste Besorgnis aus: Eine schwer verletzte Elefantenkuh war in den Chyulu-Bergen gesichtet worden. Ihr rechtes Hinterbein schien gebrochen zu sein, offenbar als Folge eines schweren Sturzes in dem felsigen Gebiet, und sie konnte nicht mehr laufen. Sie schleppte sich mehr oder weniger sitzend voran und hatte dabei größte Schwierigkeiten. Noch dazu hatte sie zwei Kälber dabei, eines davon ein kleines, noch milchabhängiges Baby, das andere etwa sieben Jahre alt.

Als die mobile Tierarzteinheit von SWT und Kenya Wildlife Service (KWS) aus Amboseli vor Ort ankam, war zu sehen, in welcher prekären Situation die Elefanten steckten. Die Kuh und ihre beiden Kälber befanden sich in einer felsigen Gegend aus Vulkangestein, in der es nirgends Wasser gab. Kurz zuvor war noch eine Herde bei ihnen gewesen, die aber wohl inzwischen auf der Suche nach Wasser weiter gezogen war. Der lange Weg ins Tag war aber zuviel für die verletzte Kuh, und so steckte sie mit ihren Kälbern fest. Zwei erwachsene Bullen waren noch in der Nähe und hatten es sich offenbar zur Aufgabe gemacht, auf die kleine Familie aufzupassen; häufig übernehmen Elefantenbullen in solchen Situationen die Rolle des Beschützers.

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Der plötzliche und unerwartete Tod von Maisha

 

Vom Sheldrick Wildlife Trust kommt die traurige Nachricht, dass Maisha am Samstag, den 26. Juni gestorben ist. Für alle Keeper und Mitarbeiter kam das völlig unerwartet, und immer noch kann niemand es so richtig fassen. Es ist auch völlig unklar, woran sie genau gelitten hat, sodass es keine so richtige Erklärung dafür gibt und auch niemand wirklich aufhören kann, darüber nachzudenken. Seitdem die Sheldricks und ihre Mitarbeiter vor fast einem halben Jahrhundert angefangen haben, Waisenelefanten aufzuziehen und wilden Elefanten in ihrem Kampf ums Überleben zu helfen, ist noch nie etwas vergleichbares passiert.


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