Der traurige Tod von Sokotei

Jeder Waisenelefant, der vom David Sheldrick Wildlife Trust gerettet wird, bekommt eine zweite Chance im Leben, die ihm nach dem Verlust seiner Mutter und Familie in der Wildnis verwehrt geblieben wäre, hätte man ihm seinem Schicksal überlassen. Dame Daphne Sheldrick rief vor vielen Jahren das Waisenprogramm ins Leben, und damals war ihr auch klar, dass jedes Elefantenbaby, das im Waisenhaus gepflegt würde, nur so lange in der Obhut der Keeper bleiben würde, wie es den Schutz und die Geborgenheit seiner Ersatzfamilie benötigen würde. Wenn ein Baby älter wird, dann muss es auch wieder in die Freiheit entlassen werden, und seine Auswilderung sollte so umsichtig wie möglich vonstatten gehen, damit es gut auf ein langes Leben in der Wildnis vorbereitet wird. Aber auch im Bewusstsein dessen bricht es immer allen das Herz, wenn einem der Waisen, die so lange mit Hingabe gepflegt worden sind, in seinem neuen Leben in der Wildnis etwas zustößt. Und so war es ein schwerer Schlag, als am 28. April klar wurde, dass Sokotei von Löwen getötet worden war.

Sokotei und seine MutterSokoteis Mutter stirbt
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Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 13.03.2018

Dienstag, 13. März 2018
Am Morgen jagten sich ein paar Antilopen gegenseitig durch das Gebüsch, in dem Jasiri und Ngasha gerade grasten. Eine männliche Antilope verscheuchte einen Konkurrenten von seiner Herde und störte die Elefanten, die sich nur in Ruhe den Magen vollschlagen wollten. Beim Staubbad haben die Waisen es gerade schwer, denn es ist überall nass und matschig nach dem vielen Regen. So wollen sie bei der Mittagsfütterung auch gar nicht schlammbaden, sondern gehen nach ihrer Milch gleich wieder zum Grasen in den Wald. Am Abend teilte sich die Waisenherde in drei Gruppen auf. Alamaya und sein Zimmergenosse Mwashoti kamen als erste zu ihren Milchflaschen, danach Murera und am Schluss kamen Lima Lima, Quanza und die anderen an.