Zwei Geschichten aus Voi

Weihnachtlicher Überraschungsbesuch von Siria

 

Am 18. Dezember 2015 konnten sich die Keeper der DSWT-Auswilderungsstation in Voi über ein wunderbares Weihnachtsgeschenk freuen: Ex-Waise Siria tauchte wieder auf und gesellte sich zu Emilys Herde, nachdem er über ein Jahr verschwunden gewesen war. Er sieht großartig aus und freute sich sehr, mit Emilys und Lesanjus Herden zusammen zu sein. Er begrüßte die Keeper enthusiastisch.

Siria taucht wieder aufSiria läuft Lesanju hinterher
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Umani Springs November 2015

Sonntag, 1. November 2015
Nach einer langen Trockenzeit regnet es endlich wieder. Letzte Nacht begann es, und die Waisen waren am Morgen überglücklich, als sie aus ihren Gehegen kamen. Murera versuchte, im Gebüsch einige Zweige abzubrechen, die vom Sturm gelöst worden waren. Sie konnte sie recht leicht abreißen und brauchte nicht viel Kraft dafür. Die anderen Babys waren bei Sonje und Lima Lima und suchten frisches Gras. Sie wussten aber nicht, welchen Weg sie nehmen sollten, da die vielen Pfade der wilden Elefanten sie verwirrten. Lima Lima war aber schlau und suchte sich den kürzesten Weg zu Sonje heraus. Die Wege waren nach den Regenfällen sehr rutschig, und die Waisen konnten nicht so schnell gehen, wie sie es bei Trockenheit können. Einige von ihnen rutschten manchmal aus oder fielen sogar hin.
Als es Zeit für das Schlammbad war, waren Ziwa und Jasiri ganz vorn dabei und warteten sehnsüchtig auf ihre Flaschen. Die Jungs versuchten ein paar Minuten, den Mädchen voranzugehen, doch Lima Lima überholte sie und führte sie zur Milchfütterung.

Murera holt sich einen Zweig und frisst die Rinde

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Voi November 2015

Sonntag, 1. November 2015
Es war ein wunderbarer Morgen, als die Waisen um 6:30 Uhr leckeres Kopra frühstückten. Waisenzebra Ngulia kam herangaloppiert, als ob sie sich für einen Wettlauf aufwärmen würde und rannte hinter den fressenden Elefanten herum. Die Waisen beachteten sie aber nicht, und so rannte sie noch einmal noch schneller und dichter an sie heran. Layoni und Dabassa war das dann unangenehm, und sie verzichteten auf ihr leckeres Frühstück, um mit Ngulia Fangen zu spielen und die Belästigung durch das Zebra ein für alle Mal zu beenden. Ngulia beschloss, sich lieber nicht mehr mit den beiden anzulegen, bis die Waisen das Gelände in Richtung der Weidegründe verlassen hatten.
Dort angekommen teilten Kenia und Ndii die Herde auf: Taveta, Mzima, Layoni, Dabassa, Kivuko und die mittleren Waisen grasten in der einen Richtung, während Lesanju, Wasessa, Sinya und Ndii die jüngeren, wie Mudanda, Ndoria und Bada woanders hin brachten. Gegen Mittag schlossen sie sich alle auf dem Weg zum Wasserloch wieder zusammen und grasten später in einer Reihe, nachdem sie viel Spaß im Schlammloch gehabt hatten.

Ngulia rennt herum

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Ithumba November 2015

Sonntag, 1. November 2015

Es war ein ruhiger Morgen, und man konnte eine Gruppe Ex-Waisen und wilde Elefanten an den Stallungen beobachten, die auf Wasser warteten. Die Waisen leerten ihre Milch und schlossen sich danach der Gruppe an. Wendi und ihr Baby Wiva waren auch bei ihnen. Die Waisen fraßen dann ihr Luzernenheu zusammen mit den Ex-Waisen und unterhielten sich dabei ein wenig mit ihnen. Wiva war sehr glücklich und aktiv. Barsilinga kratzte sein juckendes Bein an einem Felsen, wurde aber später von Sunyei weggeschubst, die den Felsen übernahm. Die Waisengruppe verließ schließlich das Gelände und ging zum Grasen in den Busch.
Es wurde ein recht sonniger Tag, doch es ging auch ein kühler Wind. Die Waisen wollten nicht sehr weit laufen, sondern warteten auf das Schlammbad, bei dem sie sich abkühlen konnten. An den Stallungen kamen am Nachmittag vier Wildhunde zum Saufen vorbei, und nachdem sie ihren Durst gestillt hatten, verschwanden sie wieder. Am Abend führte Kithaka die Waisen zur Milchfütterung nach Hause.

Ex-Waisen an den Stallungen

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Elkerama, Suswa und Embu ziehen nach Voi um

Für weitere drei Waisen aus Nairobi war es am 14. Dezember Zeit, nach Tsavo umzuziehen und sich dort ihren Freunden Arruba, Mashariki und Rorogoi anzuschließen, die diese Reise schon zwei Wochen zuvor gemacht hatten. Dies ist der nächste Schritt im Leben dieser Waisen. In Tsavo werden sie die Gelegenheit haben, mit den älteren Ex-Waisen zusammen zu sein und nach und nach Kontakt zu den wilden Herden zu haben. Sie werden Zeit mit ihnen verbringen, wichtige Dinge lernen und irgendwann ihr eigenes unabhängiges Leben führen können. Dieser Prozess dauert noch Jahre, wie auch bei menschlichen Kindern, und vermutlich werden sie noch 8 bis 10 Jahre in unserer Obhut sein, bevor sie schließlich vollkommen unabhängig sind. Aber auch dann werden sie wahrscheinlich noch in regelmäßigem Kontakt zu ihrer menschlichen Familie bleiben.

 


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