Die Rettung von Ndotto

Direkt auf der Spitze der Ndotto-Berge, in Kenyas nördlichstem Grenzbezirk, wurde ein winziges neugeborenes Elefantenbaby gefunden, das sehr verwirrt, allein und ängstlich zwischen einer Herde Ziegen und Schafe herumirrte. Das kleine Kalb fand sich offenbar sehr schnell nach der Geburt zwischen den Nutztieren der nomadischen Samburu der Gegend wieder. Es ist möglich, dass die Anwesenheit der Menschen die Mutter verschreckt hatte, nachdem ihr Kalb versehentlich zwischen die Tiere der Samburu geraten war. Die traditionellen Samburu-Hirten leben dort sehr isoliert, in einer schlecht erreichbaren Gegend Kenias, die gleichzeitig wunderschöne und majestätische Landschaften hat. Obwohl viele Samburu und ihre Nutztiere in friedlicher Koexistenz mit den wilden Tieren leben, kann der Mensch-Wildtier-Konflikt versehentlich die Ursache solcher Tragödien sein.

 


„Die Rettung von Ndotto“ weiterlesen

Die Rettung von Ndoria

Am 2. November 2014 fand eine Anti-Wilderei-Einheit des Taita-Schutzgebietes auf dem Gelände ein einsames weibliches Elefantenkalb. Sie wurde den Tag über beobachtet und sie schien zu keiner der vorbeiziehenden Herden zu gehören. Der KWS wurde informiert und der kontaktierte sofort den DSWT, der ein Rettungsteam losschickte. Gemeinsam mit dem DSWT-Team versuchten die Taita-Scouts mehrere Stunden lang, das Kalb im dichten Gebüsch aufzuspüren, doch sie konnten sie nicht wiederfinden. Später am Nachmittag wurde sie noch einmal bei einer Gruppe von vier Bullen gesehen und verschwand dann erneut im Busch. Dann wurde es dunkel.

 


Zu dieser Jahreszeit – nach den Regenfällen – gab es in dem Schutzgebiet 400 Elefanten und wir hofften, dass das Kalb seine Familie wiederfinden würde. Der David Sheldrick Wildlife Trust schickte am nächsten Tag ein Aufklärungsflugzeug, das das Gelände gründlich überflog, um sicherzugehen, dass das Baby nicht wieder allein gelassen worden war, doch sie wurde nicht wiedergesehen. Alle hofften das Beste: dass sie ihre verlorene Mutter und Herde wiedergefunden hatte.
Ein paar Tage später wurde jedoch wenige hundert Meter von den Grenzen des Taita Schutzgebiets, auf der Mugeno-Ranch, eine milchgebende Elefantenkuh gefunden, die wegen Wunden von vergifteten Pfeilen gestorben war. Der KWS wurde gerufen, um ihre Stoßzähne zu entfernen und wir waren uns sicher, dass das wohl die Mutter des zuvor gesehenen Kalbs gewesen sein muss. Obwohl wir danach die ganze Zeit Ausschau nach dem Baby hielten, wurde es einen Monat lang nicht mehr gesehen.
„Die Rettung von Ndoria“ weiterlesen

Eine neue Tochter für Ex-Waise Emily

Weihnachten 2014 haben sich bei uns glückliche Ereignisse zugetragen. Der üppige Regen am Jahresende hat den sonst so dürren Tsavo-Nationalpark nicht nur in einen reichhaltigen grünen Dschungel verwandelt, in dem nun viele wilde Blumen wachsen und es nur so pulsiert vor Leben, sondern auch viele Wasserlöcher mit Regenwasser gefüllt, sodass es nun für die Elefanten und alle anderen Tiere mehr als genug Wasser und Futter gibt. Es waren also die Feiertage gekommen, für die Elefanten und die ganze Wildnis ebenso wie für die Menschen, die inzwischen Betreuer von so vielen verwaisten Elefanten sind, viele von ihnen zum großen Teil schon wild lebend. Am 23. Dezember kamen Angela und ihre Familie zusammen mit Daphne beim Mittagsschlammbad der Waisen in Ithumba vorbei. Das Schlammloch hat sich in einen kleinen See verwandelt, in dem die Elefanten herumtollen und untertauchen können, um sich während der heißesten Zeit des Tages abzukühlen.

 

„Eine neue Tochter für Ex-Waise Emily“ weiterlesen

Die Rettung von Lasayen

Am 25. September wurde ein winziges Kalb aus einem Brunnen im Namunyak-Schutzgebiet in Samburu von den Gemeinde-Wildhütern gerettet. Er war offensichtlich in den Brunnen gefallen, der von der Gemeinde für ihre Nutztiere angelegt wurde, der aber in der Trockenzeit im Schutz der Dunkelheit auch häufig von durstigen Elefanten genutzt wird. Für kleine Elefantenkälber sind diese Brunnen sehr gefährlich und sie rutschen öfter hinein. Wegen der vielen Menschen in der Gegend verschwinden die Elefanten aber bei Sonnenaufgang immer wieder, um einem Konflikt mit den Bewohnern aus dem Weg zu gehen. Diese Herde musste die herzzerreißende Entscheidung treffen, das arme Kalb zurückzulassen.

Lasayen umgeben vom Grün des Parks

„Die Rettung von Lasayen“ weiterlesen

Ithumba November 2014

Samstag, 1. November 2014
Heute Morgen kam eine große Gruppe Ex-Waisen, bestehend aus Mulika, Yatta, Wendi, Kora, Madiba, sowie Makireti, Kilibasi, Kasigau und Kilaguni von Sugutas Gruppe mit einigen wilden Elefanten vorbei. Madiba zeigte neue, systematische Kratz-Fähigkeiten an den Felsen bei den Stallungen.
Vuria, Laragai und Garzi führten die Gruppe nach kurzer Zeit an den Stallungen hinaus in den Busch. Wildhunde tauchten an der Wassertränke auf, was die Elefanten etwas verunsicherte, also soffen sie nur schnell zuende und machten sich dann auf den Weg.
Im Busch waren Bongo und Bomani nervös, nachdem sie ein paar Dikdiks hatten herumlaufen sehen. Vuria und Orwa sprachen sich ab, wo sie zusammen grasten, während Turkwel und Kainuk gleichzeitig liefen und fraßen. Kilabasi, Kasigau und Makireti blieben heute noch eine Weile bei den Waisen. Bongo stellte sich in den Schatten eines Baumes, während Makireti und Turkwel sich das Grün eines Baumes teilten, Narok ihre Stoßzähne an einem Felsen schärfte und Kanjoro und Teleki sich etwas balgten.

Ex-Waisen kommen zu den Stallungen

„Ithumba November 2014“ weiterlesen