Dienstag, 25. August 2020
Kaum hatte Nashorn Maxwell am Morgen die Elefanten gehört, war er auf den Beinen und fing an herum zu laufen und sein Grünfutter zu inspizieren. Maisha, deren Gehege direkt gegenüber von Maxwells Reich ist, beobachtete ihn, und als ihr Tor geöffnet wurde, ging sie zu ihm hinüber und rüttelte an seinem Tor, um ihm Hallo zu sagen. Ehe sie es sich versah, waren auch Roho und Naleku zur Stelle, die ebenfalls Maxwell begrüßen wollten, und Roho versuchte, das blinde Nashorn durch die Gitterstäbe des Tors hindurch zu berüsseln. Jedesmal, wenn Naleku dasselbe versuchte, wurde sie von Roho zur Seite geschubst, was sie natürlich ärgerlich machte, sodass sie zurück schubste! Am Ende musste Maisha eingreifen und die beiden Streithähne trennen, bevor sie schließlich zu dritt hinaus in den Wald gingen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 24.08.2020
Montag, 24. August 2020
Im Laufe des Tages stiegen die Temperaturen immer mehr und so nahmen sich die Waisen heute besonders viel Zeit beim Schlammbad. Lima Lima horchte beim Wälzen immer mit einem Ohr auf Luggard, und als dieser einmal trompetete, rannte sie sofort zu ihm. Er hatte aber nur einem Keeper zu getrötet, der ihn gerufen hatte, und auch Murera war schon zur Stelle, und so ging Lima Lima wieder zurück in den Matsch. Enkesha planschte neben ihrer Freundin Zongoloni, und diese erlaubte Enkesha sogar, dabei Füße und Rüssel auf ihrem Rücken abzulegen. Shukuru kam wie üblich etwas früher aus dem Schlammloch und ging zum Staubbad, bevor die raufenden Bullen dort ihr Unwesen trieben. Mwashoti dagegen hatte soviel Spaß beim Baden, dass er gar nicht merkte, als seine Freunde schon wieder aufgebrochen waren; einer der Keeper musste zurück gehen und ihn rufen.
Waisenblogs-Beitrag Voi, 24.08.2020
Montag, 24. August 2020
Als die Keeper am Morgen die Tore für die Waisen öffneten, sahen sie, dass Nelion zusammengebrochen war und auf dem Boden lag! Offenbar hatte er wieder Probleme gehabt, Stuhl zu lassen. Sofort wurde der Tierarzt gerufen, aber noch bevor er ankam, starb Nelion. Die Keeper waren bestürzt, denn Nelion war ein sehr freundlicher Bulle und ein gutgelaunter und verspielter Elefant gewesen. Eine Autopsie zeigte, dass sich wegen Nelions Verletzungen durch den Löwenangriff schon größere Mengen Stuhl in seinem Körper angesammelt und verhärtet hatten. Offenbar hatten auch die abführenden Medikamente nichts genützt, die er in den letzten Tagen bekommen hatte. Alle werden Nelion schmerzlich vermissen, Keeper wie Waisen, die danach den ganzen Tag in ziemlich bedrückter Stimmung waren.
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 24.08.2020
Montag, 24. August 2020
Mutara und ihre Kollegen waren am Morgen verschwunden; offenbar waren sie auf die Suche nach Lenana und ihrem neugeborenen Kalb gegangen. Der kleine Junge ist von den Keepern Lapa genannt worden, was in der Sprache der Samburu „Mond“ bedeutet – er war zusammen mit seiner Familie aufgetaucht, gerade als der Mond über Ithumba aufging!
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 24.08.2020
Montag, 24. August 2020
Als es für die Waisen Zeit war, am Morgen herauszukommen, begann es zu regnen, und da es auch ziemlich kühl war, beschlossen die Keeper, noch ein wenig zu warten, in der Hoffnung, dass sich das Wetter bald bessern würde. Das kam allerdings bei Mukkoka und Kiasa nicht gut an, und die beiden stießen gegen ihre Türen, weil sie in den Wald hinaus wollten. Schließlich öffneten die Keeper alle Türen der Ställe und Gehege und ließen die Elefanten selbst entscheiden, ob sie herauskommen wollten. Mukkoka und Kiasa flitzten heraus und verdrückten sich in den Wald, und ein Keeper ging mit ihnen; die anderen hatten es allerdings nicht so eilig, und erst nach und nach kamen sie zum Vorschein. Naleku war die erste, gefolgt von ihrem Nachbarn Roho. Dieser ging erst einmal in Maishas Gehege, und kam mit ihr zusammen wieder heraus. Als sich schließlich alle draußen im Wald versammelt hatten, blieben sie größtenteils unter den Bäumen stehen, um sich vor dem Regen zu verstecken und futterten von dem frischen Grün der Büsche, die dort wachsen.

