Waisenblogs-Beitrag Nursery, 01.06.2020

Montag, 1. Juni 2020
Nun da Luggard und Enkesha nach Umani Springs umgezogen sind, verbringt Ziwadi etwas mehr Zeit mit den anderen, wie zum Beispiel Neuling Naboishu. Er ist nicht ganz so rowdyhaft wie die meisten anderen Jungs, und so ist sie gern mit ihm zusammen. Ziwadi mag die vielen Ringkämpfe nicht, und wenn die kleinen Bullen damit anfangen, zieht sie sich lieber zurück, damit sie nicht mittendrin landet. Sie ist immer noch am liebsten auf der Suche nach ihrem Lieblingsfutter und stromert dabei im ganzen Wald herum, ohne sich darum zu kümmern, ob ihr jemand folgt oder nicht. Die Keeper haben sich daran gewöhnt; sie behalten sie im Auge, und wenn sie sich davon macht, begleitet sie einer von ihnen.

Die Rettung von Bondeni

Am Morgen des 4. Februar 2019 war ein frisch geborener Elefant in einem Dorf am Rande der Chyulu-Berge aufgetaucht. Niemand wusste, warum er von seiner Familie verlassen worden war. Möglicherweise war die Herde mit Menschen aneinander geraten, als sie auf ihr Land geraten war, und in dem Durcheinander war das kleine Kalb von den anderen getrennt worden. So wie er aussah, musste er weit gelaufen sein – seine kleinen Füße hatten jede Menge Kratzer und Verletzungen von den Lava-Feldern, die sich um die Chyulu-Berge herum erstrecken. Auf diesem Untergrund haben alle Lebewesen ihre Schwierigkeiten zu laufen, erst recht ein so verletzliches kleines Geschöpf wie ein neugeborener Elefant. In der Umgebung des Dorfs, in dem er angekommen war, wurden weit und breit keine Elefantenherden beobachtet, und so gab es keine Hoffnung, ihn zu seiner Familie zurück zu bringen.
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Die Rettung von Kindani

Jede Rettung eines Waisenelefanten ist mit verschiedenen Schwierigkeiten verbunden, aber bei der kleinen Kindani kamen gleich mehrere Umstände zusammen. Mit der Rettung selbst war es nicht getan, denn in den Tagen danach musste das kleine Elefantenmädchen regelrechte Sintfluten, eine Nacht inmitten reißender Ströme und einen Notaufenthalt in einem Flugzeughangar über sich ergehen lassen. Umso erstaunlicher, dass sie all das mit stoischer Gelassenheit ertrug!

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Die Rettung von Kinyei

Am 4. Juli 2018 war eine Gruppe Touristen auf einer Safari im Ol Kinyei Schutzgebiet in der Maasai Mara unterwegs. Sie beobachteten gerade ein Löwenrudel – immer wieder ein aufregendes Erlebnis auf einer Pirschfahrt – als sie etwas unerwartetes bemerkten: ein kleines Elefantenkalb, das ganz allein in gefährlicher Nähe der Löwen umher wanderte! Das kleine Mädchen kam immer wieder einmal aus dem Gebüsch heraus, und sie wäre ein einfaches Opfer für die Löwen gewesen, wären diese hungrig geworden!
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Lenanas Baby Lapa

(übersetzt aus dem englischen Original; alle Bilder © Sheldrick Wildlife Trust)

Vor 14 Jahren wurden die Helfer des Sheldrick Wildlife Trust (SWT) zur Rettung eines kleinen Elefantenkalbs am Fuße des Mount Kenya, des höchsten Berg Kenias gerufen. Die Mutter von Lenana, wie das kleine Kalb später genannt wurde, war seit Wochen schon krank gewesen und schließlich gestorben. Obwohl Lenana damals noch ein Baby war, blieb sie bis ans Ende tapfer an der Seite ihrer Mutter.

Trotz dieses schweren Schicksalsschlags wurde aus der kleinen Lenana ein bemerkenswerter und liebevoller Elefant. Sie kümmerte sich rührend um die anderen Waisen, erst im Waisenhaus in Nairobi, dann in der Auswilderungsstation in Ithumba. Nach ihrer Auswilderung wurde sie zu einem der Kindermädchen für die wildgeborenen Babys ihrer Ex-Waisen-Kolleginnen. So lernte sie alles nötige, um selbst einmal Mutter zu werden. Im August war es dann soweit, und die Keeper in Ithumba konnten freudig verkünden, dass Lenana nun einen neuen Abschnitt in ihrem Leben begonnen hat – und nun selbst ein kleines Kalb hat!

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