Sonntag, 24. November 2019
Die Waisen waren heute etwas schreckhaft, nach der Aufregung um Karisa in der Nacht. Ansonsten ging es ihnen aber gut, und auch Karisa sah am Morgen ganz gut aus. Er trank brav seine Milch, und die Keeper passten beim Luzernenheufrühstück auf die Herde auf. Sie blieben heute ganz in der Nähe der Stallungen, im Schatten des Hügels hinter der Auswilderungsstation, wo es jetzt auch genug leckeres Futter gibt. Zwei Mitarbeiter des Anti-Wilderei-Teams begleiteten die Herde und gingen mit ihnen zum Schlambad und am Abend wieder zurück zu den sicheren Stallungen. Karisa blieb tagsüber am Gehege und wurde vom Tierarzt behandelt. Dank des beherzten Eingreifens der Keeper hat er keine schweren Verletzungen, und die Kratzer werden bald wieder verheilt sein. Er trank seine Milch heute vorbildlich und fraß auch ordentlich Grün, und die Keeper beobachten seinen Zustand über die nächsten Tage gut.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 24.11.2019
Sonntag, 24. November 2019
Am Morgen war es kühl, und während die meisten Waisen aus ihren Gehegen kamen und in den Wald gingen, blieben Roho und Ziwadi noch etwas länger in ihren Ställen. Das feuchte und kalte Wetter ist nicht ungefährlich für sie; in der Wildnis könnten sie sich unter den Bäuchen ihrer Mütter und anderen Familienmitglieder wärmen. Mini-Leitkuh Tagwa kümmerte sich geschäftig um Larro und passte gut auf, dass sie immer bei ihr blieb, wenn sie schon Roho nicht finden konnte. Die anderen spielten alle fröhlich im Matsch, nachdem die Fütterung um 9 Uhr vorbei war.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 23.11.2019
Samstag, 23. November 2019
Die älteren Jungs und Zongoloni kamen am Morgen, um ihre Flaschen zu trinken, und gingen dann gleich wieder zurück in den Wald. Jasiri bliebt lieber bei der Waisenherde und hilft den Mädchen, sich um die jüngeren Bullen Mwashoti und Alamaya zu kümmern. Zongoloni hat es gerade immer sehr eilig, nach der Fütterung wieder zu verschwinden. Quanza und Lima Lima dagegen zeigen kein Interesse, mit draußen herum zu stromern, sondern bleiben bei Jasiri, Murera und Sonje. Die vier Ausreißer gehen ihrer eigenen Wege und leisten den anderen nur gelegentlich beim Grasen Gesellschaft – bei der Mittagsfütterung am Schlammbad stehen sie allerdings meistens bereit!
Waisenblogs-Beitrag Voi, 23.11.2019
Samstag, 23. November 2019
Früh am Morgen kamen wieder Edie und Mweya zu Besuch und schlossen sich dem Frühstück aus Ergänzugsfutter an. Sie gingen mit den Waisen mit hinaus in den Busch, schlugen dann aber eine andere Richtung ein. Bada und Nguvu nahmen sie mit, doch Panda blieb heute bei Kenia und ihrer Herde. Kenia und Ndii bemühten sich, ihre Schützlinge woanders hin zu bringen, um nicht noch mehr Herdenmitglieder an die Ex-Waisen zu verlieren.
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 23.11.2019
Samstag, 23. November 2019
Karisa war am Morgen beim Luzernenheufrühstück wieder deutlich aktiver und schloss sich seinen Freunden draußen im Busch an. Er blieb den ganzen Tag bei ihnen, aber als die Waisen am Abend nach Hause kamen, schlich er sich wieder davon und versteckte sich im jetzt dichten grünen Gebüsch. Die Keeper suchten bis Sonnenuntergang nach ihm, doch dann begann es zu regnen. Auch nachdem die anderen schon in ihren sicheren Gehegen waren, hielten die Keeper weiter Ausschau und riefen nach ihm. Kurz nach 23 Uhr war plötzlich lautes Elefantengeschrei in der Nähe zu hören! Die Keeper eilten zu der Stelle, und fanden dort Karisa vor, der es mit drei Löwen zu tun hatte! Sie schafften es, die Löwen mit ihren hellen Scheinwerfern und viel Geschrei zu vertreiben, und Karisa wurde zu den Stallungen zurückgebracht. Er hatte ein paar Verletzungen am Hals, auf dem Rücken und am linken Ohr. Er wollte immer noch nicht so recht ins Gehege gehen und war sehr verunsichert, aber schließlich schafften es die Keeper, ihn davon zu überzeugen, dass es im Gehege sicherer ist, und verschlossen das Tor gut. Alle mussten erst einmal verdauen, dass sie Karisa aus den Klauen dreier Löwen gerettet hatten!

