Waisenblogs-Beitrag Voi, 01.07.2019

Montag, 1. Juli 2019
Mudanda und Bada spielten am Morgen auf den roten Erdhaufen. Sie warfen Rüsselvoll Erde in die Luft, und ein Pavian, der in der Nähe saß, schaute ihnen staunend zu. Mbegu führte dann die Waisen hinaus zu den Weidegründen, mit Emoli, Tagwa und Sagala an ihrer Seite, die offenbar jetzt auch Teil ihrer kleinen Herde von bisher sechs Mitgliedern geworden sind.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 01.07.2019

Montag, 1. Juli 2019
Nachdem die Waisen nach der 9-Uhr-Fütterung wieder grasen gegangen waren, konnte man Dupotto mit ein paar ihrer Freunde – Nabulu, Kiombo und Sattao – davongehen sehen. Sie gingen tief in den Wald hinein, um abseits der anderen zu grasen; das tun sie häufig, was zeigt, dass Dupotto eine eigene kleine Gruppe um sich schart. Die anderen mögen Dupotto, folgen ihr bereitwillig und freuen sich über die Zuneigung und die Aufmerksamkeit ihrer älteren Artgenossin. Dololo wechselt häufig die Gruppen, in denen er sich aufhält. Manchmal ist er bei Tamiyois Herde, manchmal bei Dupottos, und wenn auch Mukkoka dabei ist, bleiben sie lange bei Dupotto und ihren Freunden. Sollte Mukkoka einmal fehlen, dann dauert es nicht lange, bis auch Dololo verschwindet und nach ihm sucht – die beiden Jungs sind beste Freunde!

Die Rettung von Roho

(übersetzt aus dem englischen Original; alle Bilder © Sheldrick Wildlife Trust)

Der neueste Elefantenwaise des Sheldrick Wildlife Trust (SWT) in Nairobi ist der kleine Roho. Seine Rettung begann in den frühen Morgenstunden des 16. Oktober 2019. Eine Hundestaffel war gerade auf Anfrage des Kenya Wildlife Service (KWS) im Nationalpark Tsavo West unterwegs, wo am Vorabend zwei verdächtige Personen gesichtet worden waren, die möglicherweise Wilderer waren. Als die SWT-Hundestaffel gerade mit den Rangern des KWS und des Tsavo Trust zur Lagebesprechung zusammenkam, erreichte sie der Bericht eines Piloten: er hatte auf einem Patrouillenflug ganz in der Nähe ein kleines Kalb gesehen, das offenbar neben dem Kadaver seiner Mutter ausharrte.

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Ziwadi macht sich gut im Waisenhaus in Nairobi

(übersetzt aus dem englischen Original; alle Bilder © Sheldrick Wildlife Trust)

Die kleine Ziwadi hat inzwischen die größten Schwierigkeiten ihres jungen Lebens gemeistert, dank des hingebungsvollen Einsatzes ihrer Keeper und ihres eigenen starken Willens.

Vor sechs Monaten erreichten den Sheldrick Wildlife Trust (SWT) in Nairobi Berichte über ein verlassenes Kalb in der Masai Mara, im Westen Kenias. Sie suchte so verzweifelt Gesellschaft, dass sie Hirten mit ihren Viehherden hinterher lief und die lokale Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzte, dass noch mehr Elefanten in der Nähe sein könnten. Sie hatte auch schon einen Pfeil abbekommen, und so beschloss der Kenya Wildlife Service, dass eine Rettungsaktion gestartet und sie ins Waisenhaus nach Nairobi gebracht werden sollte. Ziwadis erste Monate dort waren schwierig und geprägt von vielen gesundheitlichen Problemen – sie erblindete vorübergehend und fiel häufig in Ohnmacht. Man kann sich kaum vorstellen, was sie durchgemacht haben muss, bevor sie gefunden wurde.

Inzwischen scheint sie aber das Schlimmste hinter sich gelassen zu haben, nachdem sie von den Keepern des SWT in dieser Zeit umsorgt wurde und offenbar auch selbst nie die Hoffnung aufgegeben hat. Sie erholt sich prima! Im Video berichtet Chef-Keeper Edwin von den Fortschritten dieses tapferen kleinen Mädchens.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 30.06.2019

Sonntag, 30. Juni 2019
Im Wald wimmelt es zurzeit geradezu von Antilopen, Pavianen und Elefanten, die von dem vielen Grün und dem nie versiegenden Wasser aus den Quellen angelockt werden. Zongoloni sah einige Antilopen und jagte sie laut trompetend umher, sodass sie davon sprangen. Murera schien am Nachmittag schlecht gelaunt zu sein. Vor allem Ziwa und Jasiri hatte sie auf dem Kieker – wann immer die beiden an ihr vorbei gingen, kollerte sie und schubste sie sie weg. Die einzigen Elefanten, die sie heute an ihrer Seite duldete, waren Sonje und Mwashoti.