Sonntag, 12. Mai 2019
Manche der Waisen sind etwas schreckhaft, wenn sie draußen im Busch sind, wie zum Beispiel Maktao. Er horcht bei dem kleinsten Geräusch auf, und wenn er sich von etwas erschrecken lässt, macht er die ganze Herde nervös, die dann in alle Himmelsrichtungen auseinander rennt. Als die Waisen heute Nachmittag badeten, bekamen sie Besuch von Giraffe Kiko. Maktao erschrak, als er Kiko zum Wasserloch kommen sah, und trompetete laut los, während er vor ihm wegrannte. Das erschreckte auch die anderen, die loströteten und begannen, sich selbst in Sicherheit zu bringen. Jotto und Musiara merkten schließlich, dass es nur Kiko war, der Maktao erschreckt hatte, und kollerten ihm zu. Tagwa, Kuishi, Malima und Ambo sahen das und kamen wieder zurück. Nachdem sich alle wieder beruhigt hatten, verlor Kiko das Interesse an den Elefanten und ging davon, um zu sehen, was anderswo los war.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 11.05.2019
Samstag, 11. Mai 2019
Beim Umzugstraining ist Malima widerspenstig wie zuvor! Die Keeper mussten lachen, als sie sich heute streckte, so weit es ging, um an ihre Milch heran zu kommen, ohne einen Fuß in den LKW zu setzen. Sie ging sogar fast auf die Knie, um an die Milchflasche heran zu kommen, die ihr Keeper hielt. Am Ende musste sie aber doch noch einen Schritt hinein machen, damit sie ihre Milch trinken konnte. Mapia und Kuishi kümmerten sich nicht weiter um Malima und ihre Verrenkungen; sie tranken zufrieden im Transporter. Mapia versuchte, nachdem er seine Flasche geleert hatte, durch das Absperrgitter etwas von Kuishi zu stehlen, aber er kam nicht heran. Kuishi sah genervt aus und kollerte, sodass die Keeper den frechen kleinen Bullen weg schickten, damit sie ihre Milch in Ruhe austrinken konnte.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 10.05.2019
Freitag, 10. Mai 2019
Seit die Jungs Ziwa, Faraja und Ngasha mehr mit ihren wilden Artgenossen unterwegs sind, versuchen Murera und Sonje, sie mehr unter Kontrolle zu bekommen. Heute folgte Sonje Faraja und Ziwa, als die beiden hinaus in den Wald gingen. Ngasha kehrte irgendwann um, aber Ziwa ging noch ein Stück weiter, bevor er auch anhielt und zu grasen begann. Da gingen Faraja und Sonje wieder zu den anderen zurück, wo sich ihnen auch bald Ngasha und Jasiri anschlossen. Lima Lima und Zongoloni grasten sich langsam bis zu Ziwa voran und blieben dann den Rest des Nachmittags bei ihm. Als es am Abend wieder zurück zu den Stallungen ging, sah Alamaya, dass Zongoloni weit hinterher hing und trompetete laut, sodass sie zu ihm gelaufen kam. An den Stallungen war Shukuru die erste, die zu ihrer Milch gerannt kam; sie wartete geduldig, bis der Keeper die Flasche bereit hatte und sie ihr geben konnte. Lima Lima dagegen ließ ihrem Keeper keine Ruhe, bis sie ihre Flasche bekommen hatte und sie hastig hinunter schlang; danach widmete sie sich ihrem geschnittenen Grün.
Waisenblogs-Beitrag Voi, 10.05.2019
Freitag, 10. Mai 2019
Nach dem Luzernenheufrühstück am Morgen genoss Kenia eine Kratzeinheit am Felsen neben der Tränke. Schließlich brachen die Waisen auf und begannen gleich nördlich der Stallungen zu grasen. Godoma legte sich hin und rollte sich in dem frischen grünen Gras, das nach dem Regen sprießt, herum. Lasayen kam dazu und ärgerte sie, indem er auf ihren Rücken kletterte. Ihr Versuch aufzustehen misslang, und so wollte sie Lasayen zu einer Rangelei bewegen. Er ließ sich aber nicht darauf ein und setzte sich einfach auf den Boden.
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 10.05.2019
Freitag, 10. Mai 2019
Sapalan, der wieder gut bei Kräften ist, forderte heute Namalok zum Kräftemessen heraus. Als einzige der Waisen hat jetzt Dupotto noch nicht an Gewicht zugelegt, seit die Regenzeit begonnen hat; die anderen sehen alle gesund und munter aus. Seit Dupotto vor zwei Jahren mit Kelelari und Karisa verschwunden war und drei Monate allein in der Wildnis unterwegs war, hat sie immer einmal wieder mit ihrer Gesundheit zu kämpfen. Ab und zu wird sie mit Medikamenten behandelt, aber alle hoffen, dass es ihr wieder besser geht, wenn es mehr regnet und viel Futter gibt.

