Montag, 22. April 2019
Mbirikani, die die Nacht vor den Gehegen verbracht hatte, schloss sich den Waisen beim morgendlichen Ergänzungsfutter an. Es wurde nicht weiter gespielt, denn die Waisen beeilten sich, hinaus zum Grasen zu kommen. Zwei Stunden vor der Mittagsfütterung bemerkten die Keeper, dass sich ein Rudel von zehn Löwen unter einem Baum breit gemacht hatte, an dem die Waisen gerne ihre Milch trinken! Sie sahen hungrig aus und hofften offenbar darauf, dass nichtsahnende Tiere zum Wasserloch zum Saufen kommen würden. Es gab allerdings kein passendes Versteck, von dem aus sie sich anschleichen konnten, und so gingen sie nach einer Weile wieder davon. Die Keeper versicherten sich gründlich, dass sie wirklich verschwunden waren, und ließen dann die Waisen zur Milchfütterung kommen. Die Elefanten merkten aber, dass irgendetwas nicht so war, wie es sein sollte, und sie nahmen nur ein kurzes Bad. Lentili und Araba kratzten sich noch kurz am Baobab und Tundani und Nelion verwickelten sich in einen verbissenen Ringkampf, bevor es wieder zum Grasen ging.
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 22.04.2019
Montag, 22. April 2019
Eine achtköpfige wilde Herde war am Morgen zum Saufen an den Stallungen, und als die Waisen zum Luzernenheufrühstück herauskamen, schloss sich Ex-Waise Tomboi, der die Herde begleitete, ihnen an. Vier der wilden Elefanten kamen ebenfalls dazu, darunter ein acht Monate altes Baby. Es ließ sich von den Waisen nichts vormachen und schaffte es, Ndiwa zu verscheuchen, als diese sich ihm näherte. Es wusste, dass seine Mutter nicht weit war, und sich niemand trauen würde, es herumzuschubsen. In den Weidegründen begann Sapalan sein Tagewerk mit einem Staubbad, während Sana Sana sich gleich ans Fressen machte. Beim Mittagsschlammbad färbten sich die Waisen mit Matsch neu ein und gingen dann nach Süden zum Kalovoto, wo sie in Ruhe grasten. Dort können sie sich schön im Schatten der Bäume ausruhen, die entlang des Kalovoto-Flusses, der nur zur Regenzeit fließt, wachsen.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 22.04.2019
Montag, 22. April 2019
Malima erlaubte sich am Abend einen Spaß mit den Pateneltern, die sich in einer Reihe aufgestellt hatten, um zuzuschauen, wie die Waisen nach Hause zurückkommen. Sie rannte den Weg entlang und tat so, als ob sie auf geradem Wege in ihre Gehege laufen wollte, aber plötzlich machte sie kehrt und rannte auf ein paar Besucher los, die am Rand standen! Diese sprangen erschrocken rückwärts. Malima ist immer für einen Streich gut, und sie wird vermutlich eine der ersten sein, die demnächst zu den älteren Waisen nach Tsavo umziehen – vielleicht zusammen mit Kuishi und Mapia, die ebenso frech sein können.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 22.04.2019
Montag, 22. April 2019
Nabulu ist inzwischen ganz vernarrt in ihre Milch. Die zwei Flaschen sind ihr nicht genug, und wenn sie sie ausgetrunken hat, beschwert sie sich, weil sie mehr haben will! Bei der öffentlichen Besuchsstunde kollerte sie heute so laut, dass die Besucher staunten, dass ein so kleiner Elefant schon so laute Töne von sich geben kann. Sie schlich sich zur Schubkarre, um noch eine Flasche zu stehlen, aber wurde von den Keepern davon abgehalten.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 21.04.2019
Sonntag, 21. April 2019
Sagala hat sich sehr mit Larro angefreundet und kümmert sich rührend um sie. Die beiden sind häufig zusammen unterwegs und grasen gemeinsam, wobei Sagala Zweige von den Bäumen herunter zieht, die die beiden dann futtern. Es ist erstaunlich, wie sich der Charakter von älteren Mädchen wandeln kann, wenn sie einmal angefangen haben, für die kleinen zu sorgen. Larro genießt die Aufmerksamkeit, die Sagala, das zweitgrößte Mädchen der Waisenherde, ihr zukommen lässt.

