Die Waisen im Februar

Ein wilder Bulle mit den Waisen

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Februar 2024

Der Februar begann mit Lärm und Drama dank eines hartnäckigen kleinen Dränglers in der Nursery. Die Rede ist natürlich von Pardamat! Dieser kleine Bulle ist winzig, aber riesig in seiner Präsenz. Zur Fütterungszeit hat Pardamat seine Flasche in Sekundenschnelle geleert, und sofort machte er sich auf die Suche nach mehr. (Wegen seines Appetits bekommt er bereits eine größere Flasche als seine Altersgenossen, aber seine Gier kennt keine Grenzen). Er watschelte zu Mokogodo hinüber und forderte die Flasche des kleinen Mädchens heraus. Taroha nahm die Sache in die Hand, ging hinüber, gab Pardamat eine Kopfnuss und stellte sich neben Mokogodo. Keiner sollte sich mit seinem kleinen Schützling anlegen! Pardamat ist nicht das einzige Waisenkind, das gerne eine Szene macht. Weka, Mageno, Kitich und Loldaiga bilden den Chor der Nursery. Sie kündigen ihre Ankunft im Schlammbad mit lautem Trompeten an – nur für den Fall, dass die Keeper vergessen haben, wie wichtig sie sind. Natürlich ist Weka der Dirigent und leitet den Chor. „Die Waisen im Februar“ weiterlesen

Sichtbarer Erfolg durch langjähriges REA-Engagement in Malawi

Das erste Camp der Wildlife Action Group im Dedza-Salima Waldreservat, bekannt als Namwili-Camp und unterstützt durch REA.

Dank der Unterstützung von REAeV operiert die Wildlife Action Group (WAG) seit Oktober 2007 auch im Dedza-Salima-Forest Reserve (DSFR).  Mit dem Beginn der Arbeit im DSFR wurde die Bevölkerung darauf vorbereitet, dass Wilderei ab Januar 2008 geahndet werde. Anlaufpunkt im DSFR ist das Namwili-Camp, das Basislager, das etwa 200 Meter von der Reservatsgrenze am Bach Namwili gebaut wurde (siehe Beitragsbild). Die Arbeiten wurden im Januar 2008 fertiggestellt und  seither wird auch hier regelmäßig patrouilliert.

Eine aktuelle Übersichtskarte der WAG zeigt beide Waldreservate, Thuma im Norden (197 km²) und Dedza-Salima (326 km²) im Süden: insgesamt 523 km² Waldreservervat (und Elefantenhabitat), nur getrennt durch den Linthipe-Fluss.

Das Thuma Waldreservat war zu Beginn dieser Datenaufzeichung (2014) bereits sehr gut abgedeckt, aber selbst im weit westlich gelegenen Teil konnten erst 2020 Streifgänge aufgenommen werden. Das lag einerseits am sehr schroffen Gelände, ferner war es riskant für die WAG-Wildhüter, in diesem entlegenen Teil zu patrouillieren – das Gebiet war zu weit von einem Camp entfernt, und es gab zu viele Wilderer, die auch vor Gewalt gegen die Wildhüter nicht zurückschreckten. Dank 135 Kilometer Elektrozaun, 11 Satellitencamps und all den Aktivitäten in den angrenzenden Dorfgemeinden können sich die Wildhüter nun auch hier bewegen.

Überwachten 2014 im Jahresdurchschnitt 24 Wildhüter das Gelände, waren es 2023 schon 46. Das schlägt sich natürlich auch in den zurückgelegten Kilometern nieder: Von 133,5 km² (26%) auf 431,6 km² (83%) in neun Jahren. Und die werden alle zu Fuß zurück gelegt, wir nennen sie „Stiefelmeilen“. Natürlich streben wir 100% Abdeckung der 523 km² durch regelmäßige Streifgänge an, aber wir sind sehr stolz auf WAG und danken allen Spendern, die zu diesem großartigen (buchstäblichen!) Meilenstein beigetragen haben.

Weitere Informationen zum Projekt in Malawi gibt es hier… und in unserem Jahresbericht 2023 (hier…)

WAG-Streifgänge im Vergleich 2014 zu 2023.
WAG-Streifgänge im Vergleich 2014 zu 2023. (Quelle: Wildlife Action Group Malawi)

Beitragsbild: Einweihung des Namwili-Camps, das durch REAeV finanziert und 2008 eingeweiht wurde (c) Kristina Rösel

Die Waisen im Januar

Kindani

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Januar 2024

In der Nairobi Nursery begann das neue Jahr aufregend. Anstatt im üblichen gemütlichen Tempo stürmten nun Loldaiga, Kitich, Choka, Muwingu, Sholumai, Weka, Muridjo, Mushuru und Mukutan auf eine Lichtung. Es gab es eine Buschschlacht, begleitet von wildem Trompeten. Die Aufregung war ansteckend, und bald rannten alle wie verrückt durch die Büsche. Die Babys Mokogodo, Taroha, Talek und Pardamat taten ihr Bestes, um mit ihren Kindermädchen Schritt zu halten, und rannten so schnell , wie ihre kurzen Beinchen sie trugen. Immer, wenn sie versuchten, in den Busch zu rennen, kippten sie um wie Dominosteine. Jedes Mal drehten sich Kerrio, Latika und Sileita um und halfen den Kleinen wieder auf die Beine. „Die Waisen im Januar“ weiterlesen

Die Waisen im Dezember

Die Waisen beim Baden

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Dezember 2023

Latika hat ein Herz aus Gold. Eines Nachmittags passte sie auf Mokogodo, Taroha, Talek und Pardamat auf, als sie eine Schildkröte sah, die aus einem Busch hervorkroch. Laut trompetend rannte sie mit ihren kleinen Schützlingen in Richtung der Keeper. Die Babys wussten nicht, was los war, aber sie merkten, dass ihr Kindermädchen Latika verärgert war, und das reichte ihnen. Eine kleine Schildkröte verursachte eine Menge Aufregung! „Die Waisen im Dezember“ weiterlesen

Die Waisen im November

Lodo im Wasser

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: November 2023

In Nairobi wurde der November – durch den Regen bedingt – zum Monat der  Kontraste. Nach einem großen Regenguss in der Nacht war das Gelände besonders schlammig. Viele Waisen zögerten, ihre trockenen Ställe zu verlassen, nicht aber der tapfere Taroha! Er wollte seine Freunde sehen. Sobald ein Keeper seine Tür öffnete, flitzte er nach draußen, bog um die Ecke, stellte sich vor Mokogodos Stall und wartete. Als die Taroha draußen hörte, rief Mokogodo so lange, bis auch sie hinausgelassen wurde, und die beiden stapften fröhlich in den nassen Wald. „Die Waisen im November“ weiterlesen