Freitag, 7. August 2020
Am Morgen kamen Lima Lima und Quanza eilig aus ihren Gehegen gerannt und vergeudeten keine Zeit, um zum Luzernenheu zu kommen. Enkesha und Luggard wunderten sich und dachten wohl, dass es etwas besonderes gäbe. Die beiden Mädchen wollten aber wohl nur sichergehen, dass nicht die Auswilderer-Gruppe um Zongoloni, die jetzt mit Alamaya sechs Elefanten umfasst, ihnen zuvorkam und das gesamte Luzernenheu weg futterte!
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 06.08.2020
Donnerstag, 6. August 2020
Seit Alamaya sich den Nachteulen angeschlossen hat, verpasst er meistens die Mittagsfütterung; heute aber passte er gut auf, rechtzeitig da zu sein, um noch etwas ab zu bekommen! Zongoloni hatte dabei weniger Glück. Sie war so vertieft darin, ihre geliebten Akazienwurzeln auszugraben und zu knabbern, dass sie die Mittagsmilch verpasste. Als sie schließlich nachkam, hatte Mwashoti schon ihre Flasche bekommen, und Zongoloni beschwerte sich lautstark trompetend! Die Keeper versprachen ihr eine Flasche, wenn sie am Abend Enkesha zurück zur Auswilderungsstation begleitete.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 04.08.2020
Dienstag, 4. August 2020
Seit zwei Tagen lässt Alamaya jetzt ab und zu die Milchfütterung aus, und heute schien klar, dass er sich den nächtlichen Ausreißern anschließen wollen würde. Als die Waisen am Abend nach Hause kamen, hing er hinterher, da er noch mit ein paar wilden Freunden im Wald beschäftigt war. Schließlich kam er nach, aber war sich offenbar nicht sicher, ob er wirklich ins Gehege gehen sollte. Murera schaute ihm von der Auswilderungsstation eine Weile zu und verschwand dann in dem Gehege, das sich die beiden teilen. Alamaya dagegen machte kehrt und lief Zongoloni hinterher. Damit hat der Club der Nachteulen nun wohl ein sechstes Mitglied! Das ging nun doch ganz schön schnell, obwohl es sich schon seit einer Weile angekündigt hat.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 03.08.2020
Montag, 3. August 2020
Bei der mittäglichen Milchfütterung tauchten zwei wilde Bullen auf, was zu ein wenig Verunsicherung unter den Waisen führte. Mwashoti und Zongoloni trompeteten und ließen die Keeper und Murera damit wissen, dass sie sich zurückhalten und auf Luggard aufpassen sollten, falls die Bullen sich als unfreundlich erweisen würden. Lima Lima und Sonje standen bei den Keepern Wache, und Alamaya beschloss, einen der Bullen zu einem kleinen Ringkampf herauszufordern. Er suchte sich den kleineren der beiden aus, aber merkte bald, dass er auch noch viel zu groß für ihn war! Also zog er sich schnell wieder zur Waisenherde zurück. Die Bullen soffen aber nur etwas Wasser aus der Tränke und gingen dann wieder ihrer Wege, ohne für weitere Unruhe zu sorgen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 01.08.2020
Samstag, 1. August 2020
Alamaya nähert sich weiter dem Punkt, an dem er wohl auswildern wird. Er wird schon langsam zu groß, um sich weiterhin das Gehege mit Murera zu teilen; morgens ist er immer einer der ersten, die herauskommen, leert schnell seine Milchflasche und kann es dann kaum erwarten, im Wald herum zu stromern. Dort verbringt er jetzt viel Zeit mit seinen schon ziemlich unabhängigen Freunden, vor allem mit Ziwa und Zongoloni. Die Keeper behalten ihn gut im Auge, denn einerseits wollen natürlich, dass er bald wieder ein freies Leben in der Wildnis führen kann, aber andererseits sollte er auch nichts überstürzen. Es zieht sich normalerweise eine ganze Weile hin, bis ein Waisenelefant komplett ausgewildert ist, und auch die anderen haben sich erst nach und nach an die Wildnis gewöhnt.

