Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 27.08.2018

Montag, 27. August 2018
In der Nacht trompeteten die Elefanten, was das Zeug hielt. Zongoloni fing an, als sie ein paar wilde Tiere jenseits des Zauns hörte, und damit steckte sie die anderen an. An der Tränke soff eine wilde Kuh mit ihren zwei Babys Wasser, was Sonje und Murera dazu veranlasst, an ihrem Gehegezaun herumzurütteln. Auch Lima Lima machte mit. Dann heulten hinter den Stallungen ein paar Hyänen auf, was die Waisen von ihren Artgenossen an der Tränke ablenkte. Lima Lima rüttelte so lange an ihrem Tor, bis sie heraus kam und zu Alamaya eilte, um sicherzugehen, dass es ihm gutging. Innerhalb der Stallungen jagte sie dann in Richtung der Hyähnen und trompetete, um sie zu verscheuchen. Auch Ziwa rüttelte an seinem Tor und kam schließlich heraus; es war ihm dann aber zu dunkel, und so verzog er sich lieber wieder zurück in sein Gehege.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 25.08.2018

Samstag, 25. August 2018
Der gleiche wilde Bulle wie gestern wäre heute beinahe in die Gehege an den Stallungen gekommen! Das Tor stand offen, damit die Waisen herauskommen konnten, und der wilde Elefant hatte die Keeper, die schon die Gehege auskehrten, nicht bemerkt. Lima Lima, Zongoloni und Alamaya kamen zurück, um die Keeper zu beschützen un ihm den Weg zu versperren. Da drehte er sich um und verschwand im Gebüsch. Auf dem Weg zu den Umani-Hügeln übernahmen Quanza und Shukuru das Kommando. Auf ihrer Wanderung um die Hügel wollten die Waisen noch nicht einmal zu ihren Milchflaschen kommen, und so brachten die Keeper sie ihnen hinaus in den Busch. Auf dem Heimweg gingen sie dann am Schlammloch vorbei, um sich abzukühlen. Shukuru legte sich im Matsch eine neue, dunkle Hautfarbe zu, und man konnte sie kaum noch von den anderen unterscheiden. Danach rannte sie auch so schnell nach Hause wie die anderen und kam sogar noch vor Lima Lima zu ihrer Milchflasche! Von der roten Erde aus Nairobi ist bei ihr inzwischen nichts mehr zu sehen, und sie ist auch viel munterer als früher.

Die Waisen im August

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: August 2018

 

Juli und August waren so bitter kalt in Nairobi, daß selbst die Elefantenwaisen keine Lust hatten, nass zu werden und wir das Suhlen im Schlamm erst einmal ausgesetzten. Stattdessen haben wir einige Haufen mit loser, roter Erde aufgeschüttet, in denen sich die Waisen in den Wintermonaten liebend gern herumrollen. Die Jüngsten versuchten ihr Bestes, ihren älteren Herdenmitgliedern auf den Rücken zu klettern, was ihnen aufgrund ihrer kurzen Beine und kugelrunden Bäuche nicht immer gelang! Gegen Ende des Monats wurde das Wetter wieder wärmer und die Suhle re-aktiviert, besonders auf Drängen von Enkesha und Emoli, die damit begannen, sich in den Sumpf davonzuschleichen, weil sie es nicht erwarten konnten, wieder zu baden. Emoli entwickelt jetzt seinen ganz eigenen Kopf und ist jetzt viel verspielter, aber auch dickköpfiger. „Die Waisen im August“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 18.08.2018

Samstag, 18. August 2018
Alamaya konnte am Morgen nicht genug bekommen und schnappte sich so viele Pellets, wie er mit seinem Rüssel erwischen konnte. Mwashoti, der nicht so schnell frisst, beschwerte sich bei Sonje und Murera, dass Alamaya ihm alles weg futterte, und die beiden schickten Alamaya weg, damit Mwashoti auch seinen Anteil abbekam. Als die Waisen im Wald im Kenze-Gebiet grasten, kamen ein paar Dikdiks aus verschiedenen Richtungen angerannt. Sonje hatte damit nicht gerechnet und erschreckte sich ordentlich, sodass sie davon rannte! Die anderen sahen sie und dachten offenbar, dass etwas im Busch sei; sie rannten zu den Keepern zurück. Murera stellte die Ohren auf, bereit ihre Schützlinge zu verteidigen, und auch Sonje kam zurück, um zu helfen. Die Keeper versuchten herauszufinden, was das Problem war, aber nachdem sie nichts finden konnten, beruhigten sich alle wieder und grasten weiter.