Donnerstag, 19. November 2020
Die meisten Waisen waren heute draußen im Busch mit Schlammbädern beschäftigt. Malima und Oltaiyoni rollten sich fröhlich auf dem Boden herum, Tusuja spritzte sich das matschige Wasser auf den Kopf, und Kamok stocherte fleißig mit den Stoßzähnen im Boden herum, um ein neues Matschloch anzulegen, in dem sie spielen konnte. Auch Naseku und Ambo rollten sich ausgiebig herum. Enkikwe, Maramoja, Siangiki, Esampu, Ukame und Wanjala standen an einer kleinen Pfütze Schlange, um daraus Wasser zu saufen. Auch beim Mittagsschlammbad wurde noch gebadet, wobei Kuishi im Wasser auf Malima kletterte. Am Nachmittag ging es dann zum Kalovoto-Fluss, der nun wieder Wasser führt, nachdem die Regenzeit begonnen hat.
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 09.11.2020
Montag, 9. November 2020
Karisa verließ am Morgen das Gehege mit einem Zweig im Mund, auf dem er weiter herumkaute, während er auf das Luzernenheu wartete. Ambo ging direkt zur Tränke, wo sich ihm Siangiki und Naseku anschlossen. Nachdem sie Wasser gesoffen hatte, nahm Siangiki Ambo mit zum Luzernenheu, denn sie wusste: wenn sie ihn an der Tränke zurücklassen würde, hätte er sich sofort allein auf den Weg hinaus in den Busch gemacht! Nachdem das Luzernenheufrühstück beendet war, gab Karisa das Zeichen zum Aufbruch; er musste sich allerdings erst noch an der Wand der Tränke kratzen, bever es wirklich losgehen konnte.
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 03.11.2020
Dienstag, 3. November 2020
Der wilde Elefant Kijana, der ein Waise zu sein scheint und sich den Ex-Waisen angeschlossen hat, kommt häufig zum Luzernenheufrühstück vorbei, und manchmal versucht er auch abends noch einmal sein Glück, um ein paar Reste abzustauben. Heute war er wieder da, als die Waisen herauskamen. Ambo ging nicht mit zum Heu, sondern blieb stehen, damit ein Keeper ihm ein paar seiner geliebten Pellets brachte. Naseku wollte es ihm nachmachen, aber die Keeper schickten sie zu den anderen, die schon Heu futterten. Das gefiel Naseku offenbar gar nicht, denn sie schüttelte heftig den Kopf; weil die Keeper aber nicht mit sich handeln ließen, zog sie ab und rollte sich stattdessen etwas auf dem Boden herum. Schließlich blieb ihr aber nichts anderes übrig, als sich den anderen beim Heu anzuschließen.
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 01.11.2020
Sonntag, 1. November 2020
Am Mittag gingen fast alle der Waisen im Schlammloch baden, nur Kauro – wie meistens – und Galla hatten keine Lust. Sie soffen stattdessen Wasser aus der Tränke und warteten, bis ihre Freunde fertig waren. Ambo kam aus dem Matsch und gab danach den Weg zurück zu den Weidegründen vor.
Die Waisen im Januar
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Januar 2021
Die Elefantenbabys in unserer Obhut zeigen täglich, wie sehr sie in der Lage sind, Liebe zu empfinden und zurückzugeben – sogar in diesem jungen und prägenden Alter! Obwohl sie aus verschiedenen Gegenden und Elefantenfamilien stammen, bilden sie enge Bindungen zu den anderen Waisen. Elefanten sind sehr gesellige Säugetiere und haben innerhalb ihrer Familien ausgeprägte Sozialstrukturen und Wertevorstellungen. Das scheint genetisch veranlagt, denn schon die Allerkleinsten haben diese Charaktereigenschaften. „Die Waisen im Januar“ weiterlesen

