Das erste Quartal 2026 war für das Ökosystem von Amboseli ein außerordentlich erfreuliches. Die Regenfälle setzten deutlich früher als erwartet ein; im Februar wurden 127 mm und im März 162 mm Niederschläge gemessen. Das sind zusammen rund 85 % des Jahresdurchschnitts. Die Veränderung der Landschaft verlief rasant und eindrucksvoll – trockene Ebenen wurden fast über Nacht grüne Savannen, die Sümpfe füllten sich erneut, und für das gesamte Ökosystem begann eine Phase des Überflusses. Davon profitierten nicht zuletzt auch die Elefanten. Ihre Population zeigte sich insgesamt in bester Verfassung, der Baby-Boom von 2025 setzte sich fort und die Kälbersterblichkeit war weiterhin sehr niedrig.
Die RA-Familie mit RenaMitglieder der RA-Familie
Da nun überall Nahrung und Wasser zu finden war, verließen viele Elefanten und andere Tiere, wie erwartet, den Nationalpark, um außerhalb liegende Weidegründe aufzusuchen. Unter ihnen befanden sich die EBs mit ihrer Matriarchin Enid. Es gab aber auch mehrere Familien und unabhängige Bullen, die weiterhin wenigstens zeitweise im Park anzutreffen waren, darunter die AAs, ACs, FBs, GBs, HAs, HBs, JBs, KBs, PCs und RAs.
Die PC2-Famile mit Pink, Piedad und Plerades
Es gehört zu den typischen Verhaltensweisen von Elefanten, dass sie sich in Zeiten mit gutem Nahrungs- und Wasserangebot oft in großen Gruppen zusammenschließen, die aus zwei oder mehr Familien bestehen. Dies ist ein besonders eindrucksvoller Beleg für ihren sozialen Charakter, denn gerade jetzt wäre es für sie ein Leichtes, sich gegenseitig aus dem Weg zu gehen – wenn sie das wollten. Doch sie ziehen es vor sich mit anderen Familien zu treffen, alte Freunde wiederzusehen, neue Freundschaften zu schließen und gemeinsam die guten Zeiten zu genießen.
Die FB-Familie zusammen mit der befreundeten HA-FamilieDie FB-Familie in Begleitung eines unbekannten Bullen
Das Team des Amboseli Trust for Elephants (ATE) konnte mehrere dieser Zusammenschlüsse beobachten. So wurden sie Zeugen eines Treffens der AA- und AC-Familien, der FBs und ihre alten Freunde der HAs, sowie einer besonders großen Versammlung, der die JBs, HBs, PCs und KBs angehörten.
Die AA- und AC-Familien sind zusammen gekommen.Mitglieder der AA- und AC-Familien kühlen sich gemeinsam im Sumpf ab.
Von den AAs gibt es eine wichtige Neuigkeit: Nachdem ihre letzte Matriarchin Astrid Ende 2022 oder Anfang 2023 gestorben war, gab es lange Zeit keine Klarheit, wer ihre Nachfolgerin werden würde. Inzwischen aber sieht es so aus, dass Anghared die neue Matriarchin ist. Wir hoffen, dass es ihr gelingt, die Familie zusammenzuhalten und alle kommenden Herausforderungen zu meistern.
Da die AAs den Park kaum verlassen, werden sie selten oder nie in Mensch-Wildtier-Konflikte verwickelt. Dafür haben sie allerdings das Problem, während Trockenzeiten ausreichend Nahrung in ihrem üblichen Streifgebiet zu finden, welches hauptsächlich in und um den Longinye-Sumpf liegt. Schon Astrid hatte daher die Wanderungen der AAs bis in den benachbarten Ol Tukai Forest ausgedehnt, der auch in regenarmen Zeiten ein relativ gutes Nahrungsangebot bereithält. Wir sind gespannt, ob Anghared dieses neue Gebiet ebenfalls nutzen wird.
Die AA-Familie auf ihrem Weg durch die Amboseli-Ebene.Angelina von den AAs
Besonders oft konnte das ATE-Team die GBs beobachten, die zu den größten Familien in Amboseli gehören. Aufgrund ihrer großen Zahl ist es für sie manchmal schwierig, ausreichend Nahrung für alle zu finden, weshalb sie sich meistens in zwei Untergruppen aufteilen. Diese werden von Golda und Gail angeführt. Die Feldforscherinnen von ATE begegneten beiden Gruppen, besonders häufig aber der von Golda.
Gail, eine Matriarchin der GBsGarbatulla von den GBsGinger von den GBs
Aktuell haben die GBs viele noch recht junge Kälber. Diese lieben es, miteinander zu spielen, und wenn sie anderen Familien mit ungefähr gleichaltrigen Kälbern begegnen, dann werden auch diese mit einbezogen. Dabei können die GB-Kälber sicher sein, dass immer irgendeine ältere Elefantenkuh in der Nähe ist, die auf sie aufpasst und bei der sie, falls Schwierigkeiten auftreten würden, Hilfe finden könnten. So widmen sie sich völlig unbesorgt und mit dem für ihre Familie typischen, großen Selbstbewusstsein ihren spielerischen Aktivitäten. Diese Spiele sind für sie sehr wichtig, da sie dabei einerseits viele neue Technik erlernen und gleichzeitig ihre sozialen Kompetenzen erweitern. Vor allem aber können sie, gerade beim Spielen mit Kälbern aus anderen Familien, neue Freundschaften schließen, die ihnen eines Tages vielleicht von Nutzen sein werden.
Kälber der LDs beim Spielen
Für das ATE-Team waren die Begegnungen mit den GBs daher immer sehr angenehm und erfreulich. Es war wundervoll zu sehen, wie gut es dieser Familie und ihren Kälbern ging. Das erste Quartal dieses Jahres war für die Elefanten in Amboseli also insgesamt eine sehr gute Zeit und sie machten das Beste daraus.
Unklar war, wie sich die Verhältnisse in diesem Jahr noch weiterentwickeln würden. Wegen des vorausgesagten El Nino-Phänomens musste damit gerechnet werden, dass sich die Bedingungen in den folgenden Monaten möglicherweise weniger günstig entwickeln würden. Doch in den ersten drei Monaten dieses Jahres war die Situation mehr als optimal, und so war zu hoffen, dass die Elefanten jetzt genug Reserven anlegen konnten, um damit dann auch durch die härteren Phasen zu kommen.
Das zweite Quartal 2025 begann für die Elefanten in Amboseli mit den besten Bedingungen, was der ungewöhnlich früh bereits im März gestarteten Regenzeit zu verdanken war, die sich mit ergiebigen Regenfällen im April und Mai fortsetzte. Amboseli verwandelte sich dadurch einmal mehr in ein üppig-grünes Paradies. Und passend dazu gab es einen enormen Anstieg an Geburten von Elefantenkälbern! Seit März hatte das Team des Amboseli Trust for Elephants (ATE) bereits 108 neue Babys entdeckt. Es ist auch für die langjährigen Mitarbeiterinnen des Trust eine besondere Zeit, wenn sie so einen Babyboom erleben dürfen – selbst wenn sie dieses Mal damit gerechnet hatten. Die Verluste durch die Dürre des Jahres 2022 hatten zur Folge gehabt, dass viele Elefantenkühe im Jahr 2023, während der nächsten Regenzeit, in den Östrus gekommen waren. Und deshalb gab es jetzt, 22 Monate später, die vielen neuen Elefantenbabys. Dabei war dies erst der Anfang! Vermutlich werden im Laufe des Jahres noch viele weitere Kälber zur Welt kommen.
Auch die HA-Familie hat ein neues Kalb
Die Feldforscherinnen des ATE hatten daher jetzt vor allem die schöne Aufgabe, die Elefantenfamilien nach neugeborenen Babys zu durchsuchen. Auch wenn viele Familien sich oft außerhalb des Parks aufhielten und manche, wie die FBs, überhaupt nicht gesehen wurden, so waren mehrere doch zumindest gelegentlich im Park anzutreffen, beispielsweise die AAs, EBs, GBs, HAs, KBs, LBs, PAs und ZCs. Auch Bullen konnten immer wieder entdeckt werden –wie Eloi oder Wellington.
Einigen Familien begegneten die Feldforschungsteams des ATE sogar regelmäßig – wie den AAs, die nach wie vor ein ziemlich standorttreues Verhalten zeigten. Vor allem Angelina hielt sich mit ihrer Gruppe oft in der Nähe des ATE-Camps auf, so dass ihr das Team oft auf dem Weg vom Camp in die Savanne und zurück begegnete. Im Mai sorgte sie allerdings einmal für eine Überraschung, als sie zusammen mit den SB-, YA- und JA2-Familien weit draußen im Westen des Parks entdeckt wurde. Diese anderen Familien sind im Gegensatz zu den AAs Stammgäste in diesem Teil des Parks, und Angelina überraschte das ATE-Team, als sie sich dominant verhielt und die anderen Familien verjagte. Elefanten sind grundsätzlich sehr soziale Tiere, die sich gerade auch in Zeiten mit gutem Nahrungsangebot gerne in großen Gruppen, bestehend aus mehreren Familien, zusammenschließen. Trotzdem ist Dominanz eine wichtiges Element in ihrem Sozialsystem, und die Rangordnung muss immer wieder einmal geklärt werden.
Angelina mit den AAs und vier weiteren Familien im Sumpf
Weibliche Elefanten bleiben in der Regel ihr Leben lang in ihrer Geburtsfamilie, wenngleich es auch Ausnahmen gibt, und neueren Erkenntnissen zufolge scheinen Freundschaften der Kitt zu sein, der die Gruppen zusammenhält. Da bei Elefanten Freundschaften im Laufe der Zeit meistens stärker werden, hat dies natürlicherweise zur Folge, dass zwischen den Mitgliedern einer Familie, die sich von Geburt an kennen, meistens besonders starke Freundschaften bestehen. Die Dominanz innerhalb wie außerhalb der Familien wird zwar durch Alter und Führungsqualitäten beeinflusst, bestimmt aber nicht den sozialen Zusammenhalt. So können Familien auch nach dem Verlust einer Matriarchin ihre Bindungen untereinander bewahren – auch wenn es natürlich Beispiele von zeitweiser oder dauerhafter Aufsplitterung gibt. Freundschaften und Dominanz bestimmen beide das Zusammenleben der Elefanten auf unterschiedliche Weise.
Was Amboseli einzigartig macht, ist die Möglichkeit, hier diese sozialen Veränderungen im Laufe der Zeit zu verfolgen. Doch dies ist nur möglich, weil ATE die hier lebenden Elefanten seit mehr als 50 Jahren beobachtet und dabei jedes einzelne Tier sowie seine Beziehungen zu den anderen Elefanten kennt. So wurden dauerhafte Familientrennungen, die Bildung von Bindungsgruppen und sogar seltene Fälle dokumentiert, in denen einzelne Elefanten sich nicht verwandten Familien angeschlossen haben. Außerdem zeigen die Daten aus den ATE-Forschungen deutlich, dass Elefantenkühe soziale Entscheidungen bewusst treffen – und nicht nur aus Instinkt. Ihre Treue gegenüber ihren Verwandten und Freunden, gepaart mit ihrer Flexibilität im Umgang mit Herausforderungen, zeigen, wie Elefantenfamilien sich anpassen, um zu überleben. Diese Erkenntnisse sind nicht nur faszinierend, sondern auch von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung von Maßnahmen, die dem Schutz der Elefanten in ganz Afrika dienen.
AA-Familienmitglieder, von links: Ann, Alfre mit Kalb und Abra
Ende Mai traf Angelina wieder auf den Rest der AAs, und man konnte die ganze Familie zusammen sehen: Angelina, Aurora B, Ava, Anghared, Ann, Abra und Althea zusammen mit ihren Kälbern. Sie wurden dabei beobachtet, wie sie gemeinsam in Richtung Sumpf wanderten und unterwegs miteinander interagierten. Dabei wurden sie von Wellington begleitet, einem 31-jährigen unabhängigen Bullen, der ursprünglich aus der WA-Familie stammte. Wellingtons Mutter war Willa, und er hat noch zwei lebende Geschwister, Winona und Willard. Wellington blieb den ganzen Juni über in der Nähe von Anghareds Gruppe, weidete mit ihnen und folgte ihren Wegen.
Es ist nicht ungewöhnlich, dass unabhängige Bullen sich für gewisse Zeit mit weiblichen Gruppen zusammenschließen. Dadurch können sich Gelegenheiten für den Aufbau sozialer Bindungen, das Trainieren von Paarungsverhalten und ganz allgemein für die Entstehung von Kameradschaft ergeben – etwas, das für eine so soziale Spezies wie Elefanten enorm wichtig ist.
Eloi ist bereits ein imposanter Bulle
Für große Freude sorgte die Entdeckung, dass Ava und Akilina – Anghareds Tochter – je ein weibliches Kalb zur Welt gebracht hatten. Für Akilina war es sogar ihr erstes Kalb, wodurch Anghared nun auch erstmalig Großmutter wurde. Elefanten legen großen Wert auf ihre familiären Bindungen, und neugeborene Kälber werden oft von einem Netzwerk von Verwandten versorgt. Großmütter sind besonders fürsorglich und lassen ihre Enkelkinder sogar an ihrer Brust saugen, wenn sie selbst Milch haben.
Die EBs waren zunächst außerhalb des Parks unterwegs gewesen, kehrten aber im Juni zurück und verbrachten mehrere Tage in der Nähe des ATE-Camps. Für das Team war es wunderbar, sie wiederzusehen – Ebony, Enid, Elspeth, Echeri, Eugenie, Eleanor und Eliot –, wie sie sich zwischen den Palmen in der Nähe des Wegs zum Camp versammelt hatten. Noch aufregender war die Ankunft von vier neuen Kälbern. Enid hatte einen erst zehn Tage alten Jungen und ihre Tochter Elise einen zwei Wochen alten Sohn. Eleanor hatte ein etwa vier Wochen altes weibliches Kalb an ihrer Seite und Echeri, ein Mädchen, das etwa drei Wochen alt war, als es im Juni zum ersten Mal gesehen wurde. Dank dieser vier Neuzugänge wirkte die Familie lebhaft und gut gelaunt. Die Kälber waren verspielt und selbstbewusst und wurden von ihren aufmerksamen und erfahrenen Babysittern genau beobachtet.
Mit 43 Jahren hat Echos Tochter Enid die Führungsrolle, die einst ihre Mutter innehatte, vollständig übernommen. Sie erinnert die langjährigen Mitarbeiterinnen des ATE in vielerlei Hinsicht an Echo – in ihrer Entscheidungsfindung, ihrer Gelassenheit und ihrem Selbstvertrauen. Obwohl sie nicht die Älteste in der Familie ist, übernahm Enid nach Echos Tod die Führung. Eudora, jetzt 53, ist die älteste Kuh in der Gruppe, hat aber nie die gleiche Neigung zur Führung gezeigt. Die Langzeitforschung hat gezeigt, dass das Alter zwar ein entscheidender Faktor für die Führung bei Elefanten ist, doch auch Persönlichkeit und Erfahrung spielen eine wichtige Rolle spielen.
GBs mit spielenden Kälbern
Die GBs sind eine der größten Familien in Amboseli und hatten nun noch Zuwachs durch sieben neue Kälber erhalten, sechs männliche und ein weibliches. In Gails Gruppe hatten Gmail, Gamawa und Galileo männliche Kälber und in Goldas Gruppe Geeta, Ghost und Gatzamba ebenfalls Söhne und Geri als einzige eine Tochter. Geri ist zum ersten Mal Mutter geworden und eine Tochter von Graca, die 2014 verstorben ist. Geri war damals erst zwei Jahre alt, aber sie überlebte dank der Liebe und Unterstützung ihrer Großfamilie. Zum Glück für Geri lebt ihre Großmutter Georgia noch und gibt ihr die dringend benötigte Unterstützung auf ihrem Weg zur Mutterschaft.
Auch die KBs haben an der Freude über den aktuellen Babyboom teilgehabt, denn sowohl Kendall als auch Kigali hatten weibliche Kälber zur Welt gebracht. Besonders rührend war zu beobachten, wie aufmerksam die junge Kalybar sich um Kigalis Neugeborenes kümmerte. Als das ATE-Team sie zum ersten Mal sah, war Kalybars Verhalten so mütterlich – sie blieb in der Nähe, säugte das Kalb und folgte ihm ständig, so dass es zunächst aussah, als sei sie die Mutter. Erst später wurde das Kalb eindeutig mit Kigali beobachtet.
Derart fürsorgliche Kindermädchen sorgen gelegentlich zunächst für etwas Verwirrung. Wozu auch beiträgt, dass die neugeborenen Kälber tatsächlich oft eine starke Bindung zu diesen sogenannten „Allomüttern“ aufbauen.
Kendall von den KBs mit ihrem jüngsten Kalb
Sowohl die PC- als auch die PC2-Familie wurden in diesem Quartal gesichtet, und auch sie konnten neue Familienmitglieder begrüßen. Pink brachte Anfang April und Petula Ende Mai je ein männliches Kalb zur Welt. Pinks Kalb ist besonders selbstbewusst und aufgeschlossen. Einmal hat es sogar das Forschungsfahrzeug spielerisch angegriffen und bei einer anderen Gelegenheit Enids Kalb aus der EB-Familie umgestoßen. Beide Kälber spielten zunächst miteinander, aber die Aktion eskalierte und endete damit, dass Enids Kalb umgeworfen wurde. Pinks Kalb rannte dann frech auf das Forschungsfahrzeug zu, blieb aber abrupt stehen, vielleicht weil es merkte, dass es zu weit gegangen war – was das Forschungsteam zum Lachen brachte. Beide Mütter blieben währenddessen unbeeindruckt und ließen ihre Kälber ruhig spielen und interagieren. Ihre Toleranz spiegelt auch eine tief verwurzelte Vertrautheit mit dem Forschungsteam wider, da viele dieser Mütter die ATE-Fahrzeuge seit ihrer eigenen Kindheit kennen. Dieses Vertrauen wurde über Jahrzehnte hinweg durch ständige Präsenz und sorgfältige, ethische Beobachtungsmethoden aufgebaut. Dadurch erhielt ATE einen einzigartigen Zugang zur Welt der wilden Elefanten und konnte Kenntnisse über das Wesen, das Verhalten und die Bedürfnisse der Elefanten erlangen, die unser Wissen über Elefanten enorm bereichert haben und die wesentliche Voraussetzungen sind, um das Überleben in der Wildnis sicherzustellen.
Diese Zeit des Überflusses steht in krassem Gegensatz zu den Herausforderungen, denen Elefanten in ganz Afrika gegenüberstehen: Wilderei, Konflikte mit Menschen und der Verlust ihres Lebensraums bedrohen weiterhin akut ihr Überleben. Selbst in Amboseli hatte der Übergang von traditioneller Viehzucht zu Ackerbau außerhalb des Parks zu einer Zunahme an Konflikten zwischen Menschen und Elefanten geführt. Das ATE-Team unternimmt gemeinsam mit seinen Partnern alles in seiner Macht Stehende, um Lösungen für diese Probleme zu entwickeln und den Elefanten einen Lebensraum zu sichern, in dem sie frei und sicher leben können. Diese Arbeit ist alles andere als einfach, aber Aufgeben kommt für Cynthia Moss und ihr Team nicht in Frage!
Die LB-Familie im Sumpf
Zu den vielfältigen Aktionen, die das ATE-Team aus diesem Grund durchführte oder unterstützte gehörten eine neue Info-Kampagne für richtiges Verhalten gegenüber Elefanten. Dabei wird mit den Ältesten der Massai zusammengearbeitet, um deren traditionelles Wissen mit neuesten Forschungsergebnissen zu verbinden und dadurch effektive und leicht umsetzbare Verhaltensweisen zu entwickeln, die Menschen helfen bei Begegnungen mit Elefanten Konflikte zu vermeiden. Dies ist umso wichtiger, als Umfragen gezeigt haben, dass im Laufe der Zeit viele traditionelle Kenntnisse verloren gegangen sind.
Im März und Mai unterstützte der ATE 40 Gemeindemitglieder aus dem gesamten Amboseli-Ökosystem, um an dem Workshop „Trainer of Trainers” der Organisation Save the Elephants (STE) teilnehmen zu können. Hier ging es darum, die von STE entwickelte „Toolbox für die Koexistenz von Menschen und Elefanten” kennenzulernen. Einen Schwerpunkt bildete die Vermittlung von Methoden, um Felder auf gewaltfreie Weise vor Elefanten zu schützen. Denn es ist klar: Der Schutz von Farmen ist ein wichtiges Anliegen, das man ernst nehmen muss, wenn man das Überleben der Elefanten sicherstellen will.
Auch die ZC-Familie ist zurückgekehrt
Der ATE und seine Partner leisten unverzichtbare, wertvolle Arbeit, um im Amboseli-Ökosystem ein friedliches Zusammenleben zwischen Elefanten und Menschen sicherzustellen. Wir sind dem gesamten Team sehr dankbar für ihr großartiges, nicht immer leichtes, Engagement und freuen uns, sie auf ihrem Weg zu unterstützen.
Im Oktober und November erlebte Amboseli eine dynamische Mischung aus heißem und feuchtem Wetter. Der Oktober begann mit großer Hitze und Trockenheit, während der November dann mit 150 mm Niederschlag die dringend benötigten Regenfälle brachte. In kürzester Zeit verwandelte sich der Park in eine grüne Oase, voller leuchtend-farbiger Wildblumen und Insekten. Der Regen veranlasste viele Elefanten dazu, den Park zu verlassen, was notwendig ist, damit sich die Vegetation wieder erholen kann. Für das Forschungsteam des Amboseli Trust for Elephants (ATE) reduzierte sich dadurch die Zeit, die sie im Feld verbrachten. Dafür stand nun Büroarbeit auf dem Programm; vor allem die Eingabe der in den letzten Monaten gewonnenen Daten und die Aktualisierung der Elefanten-IDs.
Die gesamte AA-Familie ist zusammengekommen
Doch wie immer blieb auch dieses Mal nach dem Einsetzen der Regenfälle eine gewisse Zahl von Elefanten im Park zurück. Zu ihnen gehörten Familien wie die AAs, die EBs, die FBs, die GBs, die KB2, die OBs und die PCs aber auch Bullen wie Phineas, dem letzten überlebenden Mitglied der PB-Familie. Sie alle machten einen guten Eindruck und waren in bester Verfassung.
Ottoline, die Matriarchin der OB-Familie
Die AA-Familie hielt sich in ihrem üblichen Gebiet auf. Wie es für sie typisch ist, waren sie abwechselnd alle zusammen und teilten sich dann wieder in kleinere Gruppen auf. Angelina und Abra haben eine dieser Untergruppen gebildet, während der Rest der Familie – Anghared, Althea, Ava, Arden, Artemis, Annan, Ann und ihre Kälber – enger zusammengeblieben ist.
Anghared führte eine Gruppe der AAs zum Fluss
Ann und Andrea von den AAs
Das ATE-Forschungsteam stellte fest, dass Aurora B, die verwaiste Tochter Ambers, das erste Mal schwanger zu sein scheint! Im November konnte man erkennen, dass ihre Brüste geschwollen waren, ein sicheres Zeichen für eine Schwangerschaft bei Erstgebärenden. Alle freuten sich für sie und sind gespannt auf ihr erstes Baby!
Aurora B hat viel durchgemacht, nachdem 2016 ihre Mutter gestorben war. Glücklicherweise wurde sie von ihrer Tante Angelina adoptiert, die sie in ihre Obhut nahm. Sie wird Aurora B hoffentlich auch die Unterstützung geben, die sie braucht, wenn das Neugeborene kommt. Die Forschungen des ATE zeigen, dass Elefantenkühe bei der Aufzucht ihrer ersten Kälber sehr davon profitieren, wenn ihre Mutter und Großmutter an ihrer Seite sind. Das Überleben der Kälber steht neben den ökologischen Bedingungen in direktem Zusammenhang mit der Erfahrung der Mutter und ihrer Unterstützerinnen. Auch wird hoffen für Aurora B, dass alles gut geht!
Artemis aus der AA-Familie mit zwei Kälbern
Die EB-Familie bereitete dem ATE-Team eine besonders große Freude, als sie zu einem Besuch direkt in das Forschungscamp kam. Sie wurde bei zahlreichen Gelegenheiten gesehen, einmal sogar zusammen mit der GB-Familie, die zwar ein ähnliches Streifgebiet hat, aber trotzdem nicht oft mit ihnen zusammen anzutreffen ist. Das liegt vermutlich daran, dass beide Familien relativ groß sind und es daher schwierig sein kann für alle Mitglieder an einem Ort ausreichend Nahrung zu finden. Dass sie sich jetzt doch wieder einmal getroffen haben, ist ein Beleg für die guten Bedingungen, die gerade gegeben waren. Die EBs haben das Beste aus der Fülle des Parks herausgeholt, spielten fröhlich zusammen im Schlamm und interagierten auf vielfältige Weise mit anderen Elefanten.
Die GBs zogen im Oktober regelmäßig in den Amboseli-Nationalpark ein und aus. Nach einer kurzen Sichtungspause im November waren sie gegen Ende dieses Monats wieder alle zusammen anzutreffen – sowohl Goldas als auch Gails Gruppe. Da es sich um eine große Familie handelt, ist es immer wieder beeindruckend, beide Familieneinheiten zusammen zu sehen. Ihre Kälber wirkten dabei sehr kräftig und gesund. Vermutlich waren auch einige der GB-Kühe schwanger. Garamba bewegte sich sehr langsam und sah schwerfällig aus, so dass es vielleicht nicht mehr lange bis zur Geburt dauern wird.
Genesis und ihr Sohn, Guinevere und Golda
Von der KB-Familie wurde nur die KB2-Gruppe vom ATE-Team gesehen. Doch von dieser gibt es ebenfalls aufregende Neuigkeiten zu berichten: Kamlaben, die 13-jährige Tochter von Kate, hat ihr erstes Kalb zur Welt gebracht! Es wurde Ende Oktober geboren und war ein gesundes Mädchen! Mit dem Beginn der Regenzeit im November standen Kamlaben genügend Ressourcen zur Verfügung, um ausreichend Milch zu produzieren, und mit der Unterstützung ihrer Mutter und ihrer Schwestern kann sie ihrem Kalb die besten Chancen bieten. Damit beginnt ein hoffnungsvolles neues Kapitel für diese Familie, und das ATE-Team ist sehr optimistisch, was die Zukunft von Kamlabens Kalb betrifft.
Kitty von den KBs mit ihrem Kalb
Gegen Ende November konnte der ATE erfreulicherweise berichten, dass die Elefanten in Amboseli dieses Jahr weniger Herausforderungen zu bewältigen hatten als in den beiden vorangegangenen Jahren. Da selbst am Ende der Trockenzeit noch genügend Vegetation vorhanden war, blieben die Elefanten in guter Verfassung und konnten nach dem Einsetzen der Regenzeit noch weitere Reserven aufbauen. Mit Blick auf den Dezember war das Team des ATE zuversichtlich, dass die Elefanten genug Gewicht zulegen werden, um auch die nächste Trockenperiode, die Anfang 2025 zu erwarten ist, gut zu überstehen. Wir wünschen den Elefanten Amboselis, dass sich die guten Zeiten noch lange fortsetzen werden.
August und September brachten kühleres und trockeneres Wetter nach Amboseli. Im September ist es zudem oft sehr windig und die Luft voller feinem Staub, der überall eindringt. Doch wenn es auch manchmal etwas trostlos aussieht, so sind diese Monate doch ein Teil des natürlichen Zyklus der Jahreszeiten in Amboseli. Und durch die zu Jahresbeginn ergiebigen Regenfälle befand sich auch jetzt die Vegetation noch immer in einem guten Zustand, so dass die Wildtiere genügend Ressourcen hatten, um zurecht zu kommen. Viele Gnus und Zebras kehrten in den Park zurück, da die Vegetation außerhalb des Parks nun allmählich knapper wurde. Auch die Elefanten kehrten in großer Zahl zurück und schlossen sich jenen an, die während der Regenzeit im Park geblieben waren. So begegnete das ATE-Team häufig Familien wie den AAs, EBs, FBs, GBs, KAs, LCs und PCs. Oft schlossen sich diese in großen Verbänden zusammen. Die GBs wurden mehrfach in solchen Versammlungen entdeckt. Diese Zusammenschlüsse zeigen besonders deutlich, wie sozial Elefanten veranlagt sind. Sie entwickeln komplexe Netzwerke aus Beziehungen, die weit über die eigene Familie hinausreichen.
Lynx mit einem Teil der LA1-FamiliePhoenix besitzt einen besonders ungewöhnlichen Stoßzahn
Die vielen Elefantenkühe, die jetzt im Park anzutreffen waren, lockten auch viele Bullen an, die nach paarungsbereiten Kühen Ausschau hielten. Isaiah und Toby II waren zwei von ihnen, welche das ATE-Team gut kennt. Die vielen Elefanten, denen das ATE-Feldteam nun begegnete, sorgten auch für viel Beschäftigung. Norah, Katito und ihre Kolleginnen nutzten die günstige Gelegenheit, um die demografischen Daten auf den neuesten Stand zu bringen. Die Überwachung der Elefanten gehört seit über 50 Jahren zur Routine der Forscherinnen, aber sie ist nach wie vor eine anspruchsvolle Aufgabe. Da die Kälber wachsen und dabei ihr Aussehen verändern, müssen die ID-Fotos laufend aktualisiert werden, vor allem bei den männlichen Tieren, um sicherzustellen, dass man sie auch weiter identifizieren kann, wenn sie unabhängig werden
Isaiah
Toby II
In den letzten Jahren hatten Cynthia Moss und ihr Team ein Forschungsprojekt über junge Bullen und ihren Weg in die Unabhängigkeit durchgeführt. Die Studie brachte neue und interessante Einblicke in das Leben junger männlicher Elefanten und hat die Schutzstrategien des ATE weiter vorangetrieben. Junge Bullen wandern über riesige Entfernungen, dringen zu neuen Populationen vor und gehen dabei viel größere Risiken ein als Kühe oder ältere Bullen. Die Ergebnisse der Studie haben auch dazu beigetragen, bestimmte Gebiete als Korridore für Elefanten zu sichern, damit sie weiterhin in der Lage sind ihre Wanderungen durchzuführen.
Das Feldforschungsteam des ATE stützt sich vor allem auf zwei sehr erfahrene Frauen, Norah und Katito, die absolute Expertinnen auf ihrem Gebiet sind. Inzwischen engagieren sie sich auch dabei, der nächsten Generation von Kenianern ihre Fähigkeiten beizubringen, damit diese Arbeit noch lange fortgesetzt werden kann.
Cecilia, eine Praktikantin beim ATE, und Norah
So hatte der ATE in den letzten Monaten einer jungen Praktikantin Einblicke in die Arbeit der Feldforschung ermöglicht, in der Hoffnung, sie für die Mitarbeit und Fortführung dieses Projekts zu interessieren. Sie heißt Cecilia Parsae und ist eine Frau aus der lokalen Massai-Gemeinde. Grundvoraussetzung für die Arbeit in der Feldforschung ist es zu lernen, wie man die Elefanten identifiziert. Hierfür benötigt man etwa ein Jahr konsequenter Arbeit vor Ort, so dass Hingabe und Leidenschaft für die Elefanten eine notwendige Voraussetzung sind. Cecilia ist jetzt noch kein festes Mitglied des Teams, aber sie wird es hoffentlich in den kommenden Monaten werden. Bis jetzt genießt sie ihre Zeit in Amboseli und lernt so viel wie möglich über Elefanten und die Arbeit mit ihnen.
Norah (2. von links) mit ihren Schülern: Cecilia Parsae (links), Dr. Anna Estes (2. von rechts) und John Makindi (rechts)
ATE vermittelt seine Kenntnisse auch anderen Organisationen. So führte Norah im September eine Schulung für zwei Mitglieder des Greater Serengeti Elephant and Ecosystem Project durch. John Makindi und Dr. Anna Estes wurden in den Bereichen Altersbestimmung und Geschlechtsbestimmung im Feld, schnelle Altersbestimmung und Gruppendynamik geschult. Zu ihnen gesellte sich auch Cecilia, die dabei ihre Fähigkeit, Elefanten zu identifizieren, erweiterte und noch mehr über ihr Verhalten und ihre Biologie lernte.
Cecilia lernt, das Alter eines verstorbenen Elefanten anhand seines Kiefers zu bestimmen
Die AAs wurden besonders oft gesehen, und es geht allen gut. Arden und Airstreams neue Kälber entwickeln sich hervorragend und sind gute Freunde geworden. Ende August erhielt das Team des ATE den Anruf eines Tour-Guides, der berichtete, dass er eine Elefanten-Geburt knapp verpasst hatte. Er schickte aber ein Foto des frisch geborenen Kalbes und seiner Mutter, welche das Team sofort als Anghared erkannte, die ein männliches Kalb zur Welt gebracht hatte. Die AA-Familie hat dieses Jahr bereits mehrere neue Familienmitglieder bekommen und scheint sich langsam von den Verlusten zu erholen, die sie während der letzten Dürre erlitten hatte. Wir freuen uns sehr über die neuen Familienmitglieder und hoffen, dass sie sich weiter so positiv entwickeln werden.
Auch die EBs wurden in den letzten Monaten regelmäßig gesehen, und alle Familienmitglieder scheinen gesund zu sein. Das ATE-Team geht davon aus, dass mehrere Kühe Nachwuchs erwarten. Allerdings ist bis jetzt noch keines zur Welt gekommen. Es ist also noch etwas Geduld gefragt.
Elif von den EBs versucht, einen Geruch zu identifizieren
Enid, die Matriarchin, scheint sich von ihrer schlechten körperlichen Verfassung erholt zu haben, und ihr Verhalten, das auf Krankheit oder Depressionen (oder beides!) hindeutete, hat sich deutlich geändert. Nach dem Verlust ihres Kalbes und während der jüngsten Dürre war sie nicht mehr sie selbst gewesen, zog sich oft zurück und verlor etwas an Kondition. Ihre Tochter Elise blieb aber immer an ihrer Seite. Die Bindung zwischen den beiden ist sehr stark, was typisch für Mutter-Tochter-Beziehungen bei Elefanten ist.
Enid, die Matriarchin der EB-Familie
Eliot sah ebenfalls sehr gut aus, und ihr Kalb erwies sich als wahnsinnig kontaktfreudig und verspielt. Bei einer Gelegenheit beschloss Eliots Kalb, mit dem ATE-Forschungsfahrzeug zu spielen, indem es auf dieses zurannte, einen Angriff vortäuschte, sich spielerisch drehte und laut trompetete. Eliot und die anderen älteren Kühe hielten sie nicht zurück und versuchten auch nicht, das Spiel zu beenden. Ein schöner Beleg für das Vertrauen, das zwischen ihnen und dem ATE-Team herrscht.
Eliots verspieltes Baby
Sowohl Enids als auch Edwinas Teil der Familie kommen regelmäßig in das ATE-Camp und wecken das Team manchmal in der Nacht auf, da sie ganz in der Nähe der Zelte weiden. Alle aus dem Team lieben es, wenn die EBs im Camp sind, auch wenn dadurch die eine oder andere Ruhestörung verursacht wird! Außerdem: Wie könnte man besser wieder einschlafen als mit der Gewissheit, dass Elefanten das Zelt umgeben und bewachen?
Eliot in der Nähe des ATE-Camps
August und September waren also sehr angenehme Monate für die Elefanten in Amboseli, und das Team des ATE freute sich mit ihnen über die guten Bedingungen. Nur ein Problem bereitete dem ATE-Team noch immer Sorgen: Die Trophäenjagd im benachbarten Norden Tansanias. Diese war letztes Jahr nach fast 30-jähriger Pause wieder genehmigt worden und bedroht auch einen Teil der Elefanten Amboselis, vor allem die großen Bullen, wenn diese auf ihren regelmäßigen Wanderungen die Grenze zu Tansania überqueren. Trotz allen Einsatzes des ATE und anderer NGOs, die tansanische Regierung zu einem erneuten Jagdverbot zu bewegen, kann leider noch von keinem Erfolg berichtet werden.
Allerdings hätten im Juli eigentlich die neuen Jagdquoten bekanntgegeben werden sollen, was aber bis jetzt noch nicht erfolgt ist. Außerdem gibt es Informationen, wonach die kenianische und tansanische Regierung endlich Gespräche aufgenommen haben, um für dieses Thema eine Lösung zu finden. Das lässt hoffen, dass die Gefahr durch Trophäenjagd für die Elefanten Amboselis doch wieder beendet werden kann.
Cynthia Moss und ihr Team werden weiter alles in ihrer Macht stehende tun, um dieses Ziel zu erreichen. Wer sie dabei unterstützen möchte, kann ihre Petition unterzeichnen, mit der sie die tansanische Regierung auffordern, die Trophäenjagd im Norden des Landes wieder zu beenden. Hier der Link zur Petitionsseite:
Außerdem wäre es sehr hilfreich, Appelle an die Botschaften Kenias und Tansanias zu senden, und diese ebenfalls aufzufordern, sich für eine Beendigung der Jagd auf Elefanten in Nord-Tansania einzusetzen. Wir haben hierfür zwei Musterbriefe vorbereitet, jeweils in Deutsch und Englisch, sowie eine Liste der Adressen der Botschaften in Deutschland, Österreich und Schweiz. Hier die Links zu diesen Seiten:
Juni und Juli waren trockene und kühle Monate in Amboseli. Das entspricht allerdings völlig dem normalen Zyklus der Jahreszeiten und da es in den Vormonaten ausreichend geregnet hatte besteht derzeit keine Gefahr, dass es wieder zu einer Dürre kommt. Die Elefanten fanden noch gute Weideflächen und die Sümpfe stellen die Wasserversorgung ohnehin das ganze Jahr über sicher. Das Land sah wunderschön aus. Die Savanne nahm durch das trockene Gras einen goldenen Farbton an, während der Horizont in violette und braune Schattierungen überging. Obwohl der Kilimandscharo wegen des zunehmenden Staubs in der Luft seltener zu sehen war, bot die Landschaft einen atemberaubenden Anblick.