Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 13.11.2020

Freitag, 13. November 2020
Draußen im Busch waren die Waisen heute sehr aktiv und verspielt. Barsilinga und Ukame machten die Rüssel lang, um an leckere Blätter hoch oben an einem Baum heranzukommen, während Malima sich den Rüssel an einem Felsen kratzte. Enkikwe und Namalok rangelten fleißig miteinander. Sattao rollte sich auf dem Boden herum, und Musiara nutzte die Gelegenheit, um sich an ihm zu schuffeln. Karisa und Mundusi trugen abseits der anderen ein Kräftemessen aus. Am Nachmittag war es dann sehr warum, und die meisten der Waisen versteckten sich im Schatten der Bäume. Mapia führte am Abend die Herde zurück zu den Stallungen.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 12.11.2020

Donnerstag, 12. November 2020
Tusuja und Rapa hatten beim Grasen draußen im Busch einen kleinen Ringkampf, genauso wie Enkikwe und Namalok. Dieser verwickelte sich direkt nach dem Schlammbad noch einmal in ein Kräftemessen mit Mundusi. Ansonsten wurde fleißig gegrast, jetzt wo es mit dem beginnenden Regen wieder langsam grünt und sprießt.

Die Waisen im Januar

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Januar 2021

Die Elefantenbabys in unserer Obhut zeigen täglich, wie sehr sie in der Lage sind, Liebe zu empfinden und zurückzugeben – sogar in diesem jungen und prägenden Alter! Obwohl sie aus verschiedenen Gegenden und Elefantenfamilien stammen, bilden sie enge Bindungen zu den anderen Waisen. Elefanten sind sehr gesellige Säugetiere und haben innerhalb ihrer Familien ausgeprägte Sozialstrukturen und Wertevorstellungen. Das scheint genetisch veranlagt, denn schon die Allerkleinsten haben diese Charaktereigenschaften. „Die Waisen im Januar“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 31.10.2020

Samstag, 31. Oktober 2020
Enkikwe bekam am Morgen seine übliche Behandlung am Bein, gefolgt von einer Milchflasche als Belohnung dafür, dass er immer brav erscheint und nie irgendwelche Probleme macht, wenn sein Bein mit Tonerde behandelt wird. Als er aus dem Gehege ging, traf er auf Ambo, der die Luzernenheupellets viel lieber mag als das Heu selbst. Enkikwe stibitzte ihm ein paar der Pellets, woraufhin sich Ambo laut beschwerte. Die Keeper sorgten dafür, dass Enkikwe weiterging, statt seinen kleineren Kollegen zu ärgern. Als Ambo dann fertig war, kollerte er laut, um alle wissen zu lassen, dass er nun in den Busch aufbrechen würde. Kamok beeilte sich mitzukommen, damit er nicht allein losgehen musste.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 28.10.2020

Mittwoch, 28. Oktober 2020
Draußen im Busch bekam Enkikwe Ärger mit Namalok. Dieser war auf die Knie gegangen – vielleicht weil er gestolpert war – und Enkikwe stand neben ihm. Als er sich wieder aufgerappelt hatte, war ihm irgendeine Laus über die Leber gelaufen – vielleicht war er verärgert, dass Enkikwe ihm nicht wieder hoch geholfen hatte. Jedenfalls forderte er ihn zum Ringkampf heraus, und Enkikwe musste sich nach Kräften verteidigen. Die Rangelei war aber bald wieder vorbei. Nach der Milchfütterung steckten Sapalan und Enkikwe die Köpfe zusammen; die beiden werden normalerweise bis zuletzt bei der Mittagsfütterung zurückgehalten, weil sie immer wieder Unruhe verbreiten. Sie machen den anderen nicht Platz, nachdem sie ihre Flaschen geleert haben, sondern bleiben stehen und haben es auf eine zusätzliche Portion Milch abgesehen. Manchmal stöbern sie sogar in den Kisten mit den Flaschen herum, um nach einer noch vollen zu suchen!