Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 21.07.2019

Sonntag, 21. Juli 2019
Am Morgen war es ziemlich kalt, als die Waisen aus den Gehegen kamen und sich über das Luzernenheu hermachten. Enkikwe bekam wie üblich seine Behandlung am Bein, bevor er sich den anderen anschloss. Ambo nahm sich etwas Luzernenheu auf dem Kopf mit, während er noch futterte. Malima kratzte sich den Hals an der Mauer, und dann ging es auch schon hinaus in den Busch. Dort kratzte sich auch Tusuja den Hals an einem Baum, und Sapalan schuffelte sich an einem Baum daneben. Maramoja streckte sich, um an die Blätter ganz oben an einem Baum heranzukommen. Es ist jetzt ziemlich trocken in der Gegend um Ithumba.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 13.07.2019

Samstag, 13. Juli 2019
Sana Sana ging am Morgen zur Tränke hinunter, um sich den vier wilden Bullen, die sich dort zum Saufen eingefunden hatten, anzuschließen. Enkikwe folgte seinen Freunden, nachdem sein Bein behandelt worden war, und begann, neben Naseku Luzernenheu zu futtern. Naseku ging aber davon, als er versuchte, ihr etwas Heu aus dem Mund zu stibitzen. Sapalan hatte ein kurzes Kräftemessen mit Galla, das von Turkwel beendet wurde – sie zeigte zur Warnung mit dem Rüssel auf die beiden Raufbolde und stellte sich dann zwischen sie. Narok, Bomani, Orwa und Kainuk schlossen sich den Waisen an, als sie gerade in den Busch aufbrechen wollten. Lemoyian, Kithaka, Barsilinga und Garzi verabschiedeten sich wie üblich, um dann vor allen anderen beim Mittagsschlammbad aufzutauchen. Lemoyian verlangte nach seiner Milch, und kaum hatte er sie ausgetrunken, ging er mit seiner Ausreißergruppe wieder in Richtung Norden davon. Die anderen Waisen liefen nur einmal um das Schlammloch herum, anstatt zu baden, und Ambo rollte sich etwas auf dem Boden herum, bevor er das Zeichen zum Aufbruch gab. Auf dem Weg zu den Weidegründen wurde er von Kuishi überholt, die alle zum oberen Kalovoto zum grasen brachte. Malima führte dann am Abend den Weg zurück nach Hause an.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 08.07.2019

Montag, 8. Juli 2019
Die Waisen konnten sich am Morgen vor den Stallungen breit machen, ohne von Ex-Waisen oder wilden Elefanten gestört zu werden. Kauro kratzte sich an der Mauer, während Naseku sich das Luzernenheu mit Wanjala teilte. Galla plauderte mit Enkikwe. Nachdem alle noch etwas Wasser gesoffen hatten, gab Ndiwa das Zeichen zum Aufbruch. Am Nachmittag nahm sich Galla etwas Zeit für ein Staubbad, und Roi, die seine beste Freundin ist, stand daneben und schaute ihm zu. Nachdem Galla fertig war, machte sie es sich in der Kuhle im Boden gemütlich und schuffelte sich das Hinterteil. Danach gingen die beiden gemeinsam den anderen hinterher. Kurz vor dem Heimweg war es immer noch so heiß, dass Pare seine Freunde zu einer abendlichen Abkühlung am Schlammloch führte. Danach wurde noch kurz gestaubbadet bevor es zurück zur Auswilderungsstation ging.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 07.07.2019

Sonntag, 7. Juli 2019
Kainuk, die die Nacht vor den Gehegen verbracht hatte, bekam am Morgen Gesellschaft von Olares Ex-Waisen, und sie kamen alle zusammen zum Luzernenheufrühstück. Pare schien froh zu sein, dass Sapalan wieder da war und startete gleich einen kleinen Ringkampf mit ihm. Auf dem Weg hinaus zu den Weidegründen trafen die Waisen auf zwei Elefantenkühe mit einem Kalb, die es sehr eilig hatten, zur Tränke zu kommen. Garzi lief ihnen entgegen, aber als er sah, wie schnell sie ankamen, ging er ihnen aus dem Weg und sah nur erstaunt zu. Den Vormittag verbrachten die Waisen östlich des Ithumba-Bergs, und Ukame kam dann an der Spitze der ersten Gruppe zur Mittagsfütterung. Jotto hatte versucht, sie zu überholen, aber sie hatte ihn nicht vorbei gelassen. Nach dem Schlammbad widmeten sich alle einem Staubbad, das Enkikwe und Sapalan als letzte beendeten. Am Nachmittag grasten die Waisen am Flussbett des Kalovoto; Garzi hatte ein kurzes Kräftemessen mit Barsilinga, und Sapalan staubte sich weiter ein. Am Abend begleitete Kainuk ihre Freundin Turkwel zurück zu den Stallungen und blieb danach wieder draußen, um sie am nächsten Morgen wieder begrüßen zu können.

Die Waisen im Oktober

Nabulu (c) Sheldrick Wildlife Trust

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Oktober 2019

Am 16. Oktober kam Neuzugang Roho bei uns an. In Kiswahli bedeutet sein Name so viel wie „Seele“. Die Waisen waren sofort in ihn vernarrt und haben ihn gleich unter ihre Fittiche genommen. Das wird ihm sicherlich dabei helfen, besser über den Verlust seiner Familie hinwegzukommen. Tagwa, Tamiyoi, Enkesha, Maisha und Kiasa weichen nicht von seiner Seite, nicht einmal an der Suhle und bei der Milchfütterung. Wenn er abends in seinen Stall gehen soll, wird er von Ziwadi begleitet, bevor sie in ihren eigenen Stall geht und ihre Milch bekommt. Das scheint Roho zu beruhigen, nachdem er anfangs sehr angespannt war, wenn er abends in sein Nachtlager gehen sollte. „Die Waisen im Oktober“ weiterlesen