Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 24.08.2018

Freitag, 24. August 2018
Am Morgen waren einige wilde Elefanten und Ex-Waisen zum Saufen gekommen, und den Keepern fiel auf, dass Kandecha einen geschwollenen Schwanz hatte – wohl von einer neuerlichen Löwenattacke! Er sollte in ein Gehege kommen, damit er behandelt werden konnte, aber er wollte nicht. Er stellte sich allerdings nicht so an wie Chemi Chemi, und so konnten die Keeper ihm immerhin die Wunde auswaschen und mit etwas grüner Tonerde behandeln. Kandecha ist schon ein recht großer Elefant, und doch sind offenbar die aggressiven Löwen nicht einmal vor ihm zurückgeschreckt! Turkwel und Enkikwe wurden ebenfalls versorgt, und danach brachen alle in den Busch auf. Kandecha wollte nicht mitkommen, und auch Chemi Chemi, der nach längerem Hin und Her behandelt werden konnte, blieb zurück. Nach einer Weile fiel Tumaren auf, dass er nicht dabei war, und sie rannte zurück, um ihn einzusammeln. Sie musste ihn allerdings von hinten schieben, damit er mitkam. Turkwel dagegen war rundum zufrieden bei den kleineren Waisen. Beim Mittagsschlammbad tauchten mehr Ex-Waisen und wilde Elefanten auf; Yatta, Sunyei und Kinna mit ihren Babys Yoyo, Siku und Kama waren alle da und kamen auch am Abend – zusammen mit Galana und Gawa und weiteren wilden Elefanten – zu den Stallungen, um zu saufen.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 23.08.2018

Donnerstag, 23. August 2018
Turkwel wurde am Morgen wieder behandelt und ging dann den anderen hinterher. Am Vormittag grasten alle konzentiert; Pare kratzte sich an einem Baum, und Oltaiyoni futterte mit aufgestellten Ohren. Beim Mittagsschlammbad war es recht kalt, und niemand wollte baden gehen. Nur ein wilder Bulle traute sich ins Wasser. Die wilden Bullen an der Tränke plauderten mit Enkikwe, Siangiki und Olsekki, und nach einer Weile folgten die Babys Maramoja zurück in den Busch. Dann wurde es wärmer, und die Waisen löschten ihren Durst am Wasserloch am Rand des Weges nach Tiva. Enkikwe und Siangiki spielten sogar noch ein wenig im Wasser. An den Stallungen kam Olares Herde zu Besuch, und auch Chemi Chemi tauchte auf. Er war immer noch ungeduldig und unwirsch, aber immerhin schafften es die Keeper, ihn mit grüner Tonerde und entzündungshemmendem Spray zu behandeln. Makireti, Kilabasi und Murka schickten ihn allerdings weg, weil er ihnen zu unruhig war. Er sieht kräftig und energiegeladen aus, und seine Wunden heilen gut, aber scheinbar hat er Probleme, mit dem linken Auge zu sehen.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 21.08.2018

Dienstag, 21. August 2018
Turkwel bereitete sich heute auf ihre Behandlung vor, nach der sie sich den anderen anschloss. Sie erholt sich gut, fühlt sich wohl bei den kleineren Waisen und genießt die viele Aufmerksamkeit der Keeper. Chemi Chemi tauchte beim Mittagsschlammbad auf, aber wollte sich wieder nicht behandeln lassen. Er bespritzte sich nur ein wenig im kleinen Schlammloch und wollte sich nicht den anderen anschließen. Immerhin sieht er, abgesehen von seinen Verletzungen aus dem Löwenangriff, gesund und munter aus und scheint auch gut zu fressen. Enkikwe spielte ein wenig in einem Wasserloch entlang dem Fahrweg Richtung Tiva, und auf dem Heimweg gingen die Waisen noch einmal daran vorbei. Am Abend kamen auch Mutaras und Olares Gruppen zu den Stallungen; sie scheinen sich zurzeit zusammengeschlossen zu haben.

Die Waisen im August

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: August 2018

 

Juli und August waren so bitter kalt in Nairobi, daß selbst die Elefantenwaisen keine Lust hatten, nass zu werden und wir das Suhlen im Schlamm erst einmal ausgesetzten. Stattdessen haben wir einige Haufen mit loser, roter Erde aufgeschüttet, in denen sich die Waisen in den Wintermonaten liebend gern herumrollen. Die Jüngsten versuchten ihr Bestes, ihren älteren Herdenmitgliedern auf den Rücken zu klettern, was ihnen aufgrund ihrer kurzen Beine und kugelrunden Bäuche nicht immer gelang! Gegen Ende des Monats wurde das Wetter wieder wärmer und die Suhle re-aktiviert, besonders auf Drängen von Enkesha und Emoli, die damit begannen, sich in den Sumpf davonzuschleichen, weil sie es nicht erwarten konnten, wieder zu baden. Emoli entwickelt jetzt seinen ganz eigenen Kopf und ist jetzt viel verspielter, aber auch dickköpfiger. „Die Waisen im August“ weiterlesen