Samstag, 27. April 2019
Am Morgen rutschte Galla auf dem Weg zum Luzernenheufrühstück aus und fiel hin, weil er es so eilig hatte und als erster da sein wollte. Bis er sich wieder aufgerappelt hatte, waren schon an die zehn Waisen an ihm vorbei gegangen! Siangiki kratzte sich an einer Mauer, bevor sie sich ihren Freunden anschloss. Bald machten sich die Waisen auf und gingen in einer Gegend grasen, wo es noch viel Grün gibt. Ndiwa und Sana Sana gaben mittags den Weg zum Schlammbad vor, wo Esampu, Dupotto und Enkikwe sich eine Weile an den Bäumen kratzten.
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 24.04.2019
Mittwoch, 24. April 2019
Es war ein regnerischer Morgen, denn im Laufe der Nacht waren 30mm Niederschlag gefallen. Alle sind erleichtert, dass es endlich ein wenig regnet, und kein wilder Elefant oder Ex-Waise ließ sich an der Auswilderungsstation blicken. Die Waisen kamen gut gelaunt aus den Gehegen und freuten sich über die erfrischende Kühle, nachdem es monatelang heiß gewesen war. Nach dem Luzernenheufrühstück ging es hinaus in den Busch, wo Esampu und Wanjala sich an den Bäumen kratzten. Garzi beriet sich mit Barsilinga, und sie sammelten Kithaka ein, um sich gemeinsam von den anderen abzusetzen. Naseku kam dann an der Spitze der ersten Gruppe zur Mittagsfütterung. Weil es recht kühl war, wollte niemand baden, und die Waisen gingen gleich wieder grasen, nachdem sie ihre Milch herunter geschlungen hatten. Kithaka, Barsilinga und Garzi kamen am Abend bei Einbruch der Dunkelheit zu den Stallungen zurück.
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 08.04.2019
Montag, 8. April 2019
Die Hitze lässt nicht nach, und die wilden Elefanten saufen jede Menge Wasser; heute hatten sie am Ende 40000 Liter verbraucht, ein neuer Rekord! 150 bis 200 Elefanten kamen tagsüber zur Auswilderungsstation und zum Schlammloch! Die Ex-Waisen waren natürlich auch dabei, und futterten Luzernenheu, während sie darauf warteten, dass die großen Bullen genug Wasser gesoffen hatten. Roi nahm sich einen Ballen Heu mit, um ihn ungestört futtern zu können. Mundusi und Rapa kratzten sich an den umliegenden Felsen, während Esampu mit dem kleinen Yoyo spielte. Yetu kam dazu und holte ihren Bruder ab. Esampu ging weiter zu Galanas Baby Gawa, die jetzt fast so groß ist wie Esampu selbst, und am Ende spielte sie auch noch mit Kinnas Baby Kama, die neugierig nachschauen kam, was Esampu und Gawa da taten. Kama spielte dann auch noch mit Naseku, bevor die Herden ihrer Wege gingen. Beim Grasen tat sich Pare mit Lemoyian zusammen, während die anderen sich verteilten, um so viel Futter wie möglich zu finden. Gegen Abend spielte Kanjoro noch ein wenig mit Garzi, und Mutaras Herde begleitete die Waisen zurück zu den Stallungen.
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 05.04.2019
Freitag, 5. April 2019
Olare, Tumaren, Melia, Kandecha, Chemi Chemi und Kalama hatten die Nacht vor den Gehegen verbracht und kamen am Morgen zum Luzernenheufrühstück. Nach einer Weile tauchte auch Yattas Herde auf, und um den Streitigkeiten um das restliche Luzernenheu aus dem Weg zu gehen, machten sich die Waisen auf in den Busch. Enkikwe kratzte sich das juckende Ohr an einem Baum, und Mteto und Esampu staubten sich kurz ein, bevor sie weitergrasten. Beim Schlammbad waren 15 wilde Bullen zu Besuch, und Enkikwe, der sehr tapfer ist, obwohl er noch hinkt, leistete ihnen Gesellschaft. Am Nachmittag rollten sich Naseku und Roi auf dem Boden herum, bevor Turkwel sich Roi als Kratzbaum aussuchte! Am Abend gab es noch einmal ein kurzes kühlendes Schlammbad, bevor es zurück zu den Stallungen ging.
Die Waisen im Mai
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Mai 2019
Nach vier Wochen Vorbereitung verabschiedeten wir Malima, Kuishi und Mapia am 31. Mai nach Ithumba, eine unserer Auswilderungsstationen im Nationalpark Tsavo-Ost. Das Trio sollte umziehen, sobald es genug geregnet hatte und es in Tsavo wieder genug Futter gab. Malima und Kuishi sind gute Freunde und haben jetzt ein Alter erreicht, in dem sie frecher werden und nicht mehr auf die Keeper hören, weil sie keine Angst mehr vor Strafen haben. Daher wurde es Zeit für sie, sich in die Obhut von älteren Elefanten gegeben zu werden, die sie nicht so leicht ignorieren konnten!
Mapia ist mittlerweile ein unabhängiger junger Bulle, der mit allen gut auskommt. Während des Trainings, bei dem er üben musste, über die Rampe in den Umzugs-Lkw zu steigen, hat er sich mit den beiden Kühen Malima und Kuishi angefreundet. Bis zum Umzug wurden sie häufig in ihrer kleinen Gruppe beobachtet, und kurz vor der Milchfütterung stahlen sie sich vom Rest der Herde davon und warteten beim Lkw auf ihre Flaschen. Die Verabschiedung ist immer bittersüß, aber wir sind froh, daß unsere Schützlinge eine zweite Chance auf ein Leben in der Wildnis bekommen haben und wünschen ihnen nur das Allerbeste. „Die Waisen im Mai“ weiterlesen

