Dienstag, 14. Mai 2019
Am Morgen futterten die Waisen fröhlich, als Ex-Waise Tomboi an den Stallungen ankam. Er sah erst gut aus und es schien ihm gut zu gehen, aber nachdem er Wasser an der Tränke gesoffen hatte und zu den Keepern an den Stallungen kam, drehte er sich um: da sahen die Keeper, dass er eine Speerwunde an der anderen Seite hatte! Er bekam gleich etwas Luzernenheu, damit er nicht gleich wieder verschwinden würde, während der SWT/KWS-Tierarzt gerufen wurde. Auch das Schlingenentfernungs-Team wurde verständigt und behielt ihn im Auge, bis der Tierarzt gegen Mittag ankam. Tomboi wurde behandelt und konnte dann zurück in den Busch gehen.
Die Geburt von Lili
Die Geburt von Lili
Es war ein wunderbarer Tag, als die nun 14 Jahre alte Ex-Waise Loijuk die Auswilderungsstation des Sheldrick Wildlife Trust (SWT) in Ithumba besuchte, um ihr frisch geborenes kleines Kalb vorzustellen! Sie hatte als Kindermädchen Naserian und Ithumbah im Schlapptau, die das kleine Kalb, das in den Morgenstunden des 1. September 2019 geboren worden sein musste, bewachten. Es ist ein kleines Mädchen, und die stolze Mutter zeigte es ihren menschlichen Freunden wie auch den staunenden milchabhängigen Waisen vor. Loijuk sonnte sich in der Aufmerksamkeit und ließ Chef-Keeper Benjamin an ihren kleinen Schatz heran, der sich gar nicht weiter um den Trubel um sie herum kümmerte.
„Die Geburt von Lili“ weiterlesen
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 22.04.2019
Montag, 22. April 2019
Eine achtköpfige wilde Herde war am Morgen zum Saufen an den Stallungen, und als die Waisen zum Luzernenheufrühstück herauskamen, schloss sich Ex-Waise Tomboi, der die Herde begleitete, ihnen an. Vier der wilden Elefanten kamen ebenfalls dazu, darunter ein acht Monate altes Baby. Es ließ sich von den Waisen nichts vormachen und schaffte es, Ndiwa zu verscheuchen, als diese sich ihm näherte. Es wusste, dass seine Mutter nicht weit war, und sich niemand trauen würde, es herumzuschubsen. In den Weidegründen begann Sapalan sein Tagewerk mit einem Staubbad, während Sana Sana sich gleich ans Fressen machte. Beim Mittagsschlammbad färbten sich die Waisen mit Matsch neu ein und gingen dann nach Süden zum Kalovoto, wo sie in Ruhe grasten. Dort können sie sich schön im Schatten der Bäume ausruhen, die entlang des Kalovoto-Flusses, der nur zur Regenzeit fließt, wachsen.
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 17.04.2019
Mittwoch, 17. April 2019
Yatta und ihre Herde, in Gesellschaft etlicher wilder Elefanten, standen an der Tränke und soffen Wasser, als die Waisen am Morgen herauskamen – wie üblich mit Sana Sana an der Spitze, gefolgt von Ndiwa. Galana, Gawa, Lualeni, Lulu, Naserian, Chyulu, Makireti und Loijuk tauchten wenig später auf, und es gab eine lautstarke Begrüßungszeremonie an der Tränke. Nusu machte sich daran, von ihrer Mutter zu säugen, und Malkia stand daneben und streckte ihren Rüssel aus, als ob sie auch etwas von Nasalots Milch probieren wollte. Nusu schien das gar nicht zu passen, und sie drehte sich um und schubste Malkia weg; danach konnte sie ungestört weiter nuckeln. Auf dem Weg zum Grasen fand Garzi einen Ameisenhügel, an dem er sich gut kratzen konnte. Barsilinga hing hinterher, weil er noch mit Makireti und einem wilden Elefanten, der häufig an den Stallungen zu Gast ist, Wasser saufen wollte. Irgendwann folgte er aber seinen Freunden. Zusammen mit Garzi und Lemoyian schlich er sich später davon, und die drei kamen nicht mit zum Mittagsschlammbad; sie tauchten aber am Abend wieder an der Auswilderungsstation auf.
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 15.04.2019
Montag, 15. April 2019
Melia, Chemi Chemi, Kalama, Tumaren, Kandecha und Olare kamen am Morgen zum Luzernenheufrühstück. Zehn wilde Bullen soffen an der Tränke, und Sapalan versuchte, sich dazwischen zu zwängen, um auch etwas Wasser ab zu bekommen; ein wilder Bulle zeigte allerdings mit dem Rüssel auf ihn, sodass er sich lieber wieder zu seinen Freunden zurückzog. Olares Herde begleitete die Waisen hinaus in den Busch und graste mit ihnen zusammen, bis es Zeit für das Mittagsschlammbad war, wo Ukame die erste Gruppe anführte. Als alle genug vom Baden hatten, tobte Tumaren im Wasser herum, trompetete und machte sich einen Spaß daraus, Sana Sana den Weg nach draußen zu versperren. Die Keeper mussten erst mit ihr schimpfen, sodass Sana Sana schließlich herauskommen konnte.

