Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 25.08.2018

Samstag, 25. August 2018
Gegen Mittag bekamen die Keeper einen Anruf der DSWT/KWS Antiwilderei-Einheit; sie hatte einen Elefanten mit einer Pfeilwunde beobachtet und befürchtet, es könnte ein Ex-Waise sein. Die Keeper eilten zu der angegebenen Stelle und bestätigten, dass es Ex-Waise Ololoo war, der von zwei Pfeilen im Bein getroffen worden war. Der Tierarzt wurde gerufen, um ihn zu behandeln, und ein Pfeil wurde noch in der Wunde gefunden.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 24.08.2018

Freitag, 24. August 2018
Am Morgen waren einige wilde Elefanten und Ex-Waisen zum Saufen gekommen, und den Keepern fiel auf, dass Kandecha einen geschwollenen Schwanz hatte – wohl von einer neuerlichen Löwenattacke! Er sollte in ein Gehege kommen, damit er behandelt werden konnte, aber er wollte nicht. Er stellte sich allerdings nicht so an wie Chemi Chemi, und so konnten die Keeper ihm immerhin die Wunde auswaschen und mit etwas grüner Tonerde behandeln. Kandecha ist schon ein recht großer Elefant, und doch sind offenbar die aggressiven Löwen nicht einmal vor ihm zurückgeschreckt! Turkwel und Enkikwe wurden ebenfalls versorgt, und danach brachen alle in den Busch auf. Kandecha wollte nicht mitkommen, und auch Chemi Chemi, der nach längerem Hin und Her behandelt werden konnte, blieb zurück. Nach einer Weile fiel Tumaren auf, dass er nicht dabei war, und sie rannte zurück, um ihn einzusammeln. Sie musste ihn allerdings von hinten schieben, damit er mitkam. Turkwel dagegen war rundum zufrieden bei den kleineren Waisen. Beim Mittagsschlammbad tauchten mehr Ex-Waisen und wilde Elefanten auf; Yatta, Sunyei und Kinna mit ihren Babys Yoyo, Siku und Kama waren alle da und kamen auch am Abend – zusammen mit Galana und Gawa und weiteren wilden Elefanten – zu den Stallungen, um zu saufen.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 23.08.2018

Donnerstag, 23. August 2018
Turkwel wurde am Morgen wieder behandelt und ging dann den anderen hinterher. Am Vormittag grasten alle konzentiert; Pare kratzte sich an einem Baum, und Oltaiyoni futterte mit aufgestellten Ohren. Beim Mittagsschlammbad war es recht kalt, und niemand wollte baden gehen. Nur ein wilder Bulle traute sich ins Wasser. Die wilden Bullen an der Tränke plauderten mit Enkikwe, Siangiki und Olsekki, und nach einer Weile folgten die Babys Maramoja zurück in den Busch. Dann wurde es wärmer, und die Waisen löschten ihren Durst am Wasserloch am Rand des Weges nach Tiva. Enkikwe und Siangiki spielten sogar noch ein wenig im Wasser. An den Stallungen kam Olares Herde zu Besuch, und auch Chemi Chemi tauchte auf. Er war immer noch ungeduldig und unwirsch, aber immerhin schafften es die Keeper, ihn mit grüner Tonerde und entzündungshemmendem Spray zu behandeln. Makireti, Kilabasi und Murka schickten ihn allerdings weg, weil er ihnen zu unruhig war. Er sieht kräftig und energiegeladen aus, und seine Wunden heilen gut, aber scheinbar hat er Probleme, mit dem linken Auge zu sehen.