Lenanas Baby Lapa

(übersetzt aus dem englischen Original; alle Bilder © Sheldrick Wildlife Trust)

Vor 14 Jahren wurden die Helfer des Sheldrick Wildlife Trust (SWT) zur Rettung eines kleinen Elefantenkalbs am Fuße des Mount Kenya, des höchsten Berg Kenias gerufen. Die Mutter von Lenana, wie das kleine Kalb später genannt wurde, war seit Wochen schon krank gewesen und schließlich gestorben. Obwohl Lenana damals noch ein Baby war, blieb sie bis ans Ende tapfer an der Seite ihrer Mutter.

Trotz dieses schweren Schicksalsschlags wurde aus der kleinen Lenana ein bemerkenswerter und liebevoller Elefant. Sie kümmerte sich rührend um die anderen Waisen, erst im Waisenhaus in Nairobi, dann in der Auswilderungsstation in Ithumba. Nach ihrer Auswilderung wurde sie zu einem der Kindermädchen für die wildgeborenen Babys ihrer Ex-Waisen-Kolleginnen. So lernte sie alles nötige, um selbst einmal Mutter zu werden. Im August war es dann soweit, und die Keeper in Ithumba konnten freudig verkünden, dass Lenana nun einen neuen Abschnitt in ihrem Leben begonnen hat – und nun selbst ein kleines Kalb hat!

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Die Waisen im September

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: September 2020

Es war ein aufregender Monat für die Nursery-Waisen, als Bondeni und seine zwei Freundinnen Kinyei und Kindani aus der Neugeborenen-Station in Kaluku in Tsavo nach Nairobi kamen. Es war der erste Umzug aus der kleinen Kindergrippe, aber nötig, da es in Tsavo extrem trocken geworden war. Aber der Zeitpunkt hätte für die Drei nicht günstiger sein können, denn sie haben genau das richtige Alter für die Nursery und werden hier viel für ihr künftiges Elefantenleben lernen und Freundschaften für’s Leben schließen.

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Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 31.05.2020

Sonntag, 31. Mai 2020
Kithaka, Lemoyian, Garzi und Turkwel hatten die Nacht direkt vor den Gehegen der Auswilderungsstation verbracht und begrüßten die Waisen, als sie herauskamen. Im Laufe des Vormittags kamen auch Zurura und sein wilder Freund, sowie Kibo, Chaimu, Kainuk, Suguta, Orwa, Bomani und ein paar wilde Begleiter dazu. Mittags wurde nur Milch getrunken und Wasser gesoffen, und niemand wollte baden. Dafür kam die Herde dann am Abend noch einmal auf eine kleine Abkühlung am Schlammloch vorbei, bevor es für die Nacht zurück zu den Stallungen ging.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 30.05.2020

Samstag, 30. Mai 2020
Beim Mittagsschlammbad wartete Ex-Waise Zurura mit einem wilden Freund unter einem Baum auf die Waisen. Nachdem diese ihre Milch getrunken hatten, tauchten Suguta, Turkwel, Kainuk, Kithaka, Garzi und Lemoyian auf! Sie schauten erst einmal nach, ob noch Milch da war, aber natürlich sind sie inzwischen schon unabhängig, sodass sie keine Milch mehr bekommen. Sie waren Ende letzten Jahres das letzte Mal mit den Waisen unterwegs und seitdem nicht mehr da gewesen. Turkwel war überrascht, neue Gesichter zu sehen, und ging erst einmal die Neulinge begrüßen. Lemoyian wollte wohl herausfinden, wie stark er inzwischen geworden war, und startete einen Ringkampf mit Tusuja. Zum Baden ins Schlammloch gingen in der ganzen Aufregung nur Musiara und der wilde Bulle.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 26.05.2020

Dienstag, 26. Mai 2020
Barsilinga und Malkia suchten sich am Vormittag passende Baumstümpfe aus, an denen sie sich den Bauch kratzen konnte. Danach schloss sich Malkia Chemi Chemi beim Schlammbad in einem kleinen Wasserloch am Wegesrand an, und kurz vor der Mittagsfütterung verbrachte sie noch ein wenig Zeit mit den drei neuen Jungs Musiara, Sattao und Dololo. Am Schlammloch nahm sie sie dann mit und zeigte ihnen, wie man sich gut mit kühlendem Schlamm eindeckt – schließlich ist es in Ithumba deutlich heißer als in Nairobi! Am Abend kamen die Waisen noch einmal am Schlammloch vorbei und kühlten sich ausführlich ab.