Donnerstag, 26. November 2020
Die Ausreißer haben sich offenbar abgesprochen und kommen jetzt immer in zwei Gruppen zu Besuch. Alamaya und Ngasha sind die Frühaufsteher: sie kommen morgens zu den Stallungen und verabschieden sich dann im Lauf des Tages. Zongoloni und ihre dre Jungs Jasiri, Faraja und Ziwa tauchen dann später am Tage auf und leisten der Waisenherde Gesellschaft.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 23.11.2020
Montag, 23. November 2020
Die Waisen gingen heute weit in den Wald hinein, um frisches Grün zu finden; vielleicht hofften sie auch, ihre auswildernden Kollegen zu treffen. Es tauchten allerdings nur Ngasha und Faraja auf, die anderen vier ließen sich nicht blicken. Die beiden gingen zu den Leitkühen und begrüßten einander mit etlichen Umrüsselungen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 22.11.2020
Sonntag, 22. November 2020
Die vier Ausreißer Jasiri, Faraja, Ziwa und Zongoloni, die sich seit einer Weile nicht mehr hatten sehen lassen, tauchten heute wieder einmal auf und schlossen sich der Waisenherde an. Als Jasiri im Gebüsch auftauchte, steuerte er zielsicher auf Sonje zu. Er wollte offenbar ausprobieren, was er bei seinen wilden Kameraden im Busch gesehen hatte, und begann, Sonje zu besteigen! Diese war allerdings gar nicht begeistert und setzte dem Unsinn schnell ein Ende. Als die Waisen dann gegen Mittag zur Fütterung gingen, machten sich Ziwa und Alamaya zusammen auf den Weg in Richtung der Chyulu-Berge; sie wussten, dass ihre Freunde ihnen bald folgen würden.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 11.11.2020
Mittwoch, 11. November 2020
Es ist jetzt schon eine Weile her, seit Zongoloni, Ziwa, Faraja und Jasiri zuletzt aufgetaucht sind. Bei den ausgiebigen Regenfällen der letzten Tage sind diese vier halb-unabhängigen Waisen vermutlich jetzt mit ihren wilden Freunden in der Nähe oder sogar in den Chyulu-Bergen unterwegs. Grün und Wasser gibt es jedenfalls jetzt überall genug. Alamaya und Ngasha dagegen haben sich angewöhnt, bei Tagesanbruch an den Stallungen zu erscheinen. Dort warten sie darauf, dass die Waisen ihre Milch trinken, futtern mit ihnen zusammen Luzernenheu und kommen dann mit hinaus in den Busch. Murera und Sonje freuen sich, die Jungs wieder dabei zu haben. Lima Lima ist nicht so begeistert, denn die übermütigen Jungs fangen manchmal an, auf ihr herum zu klettern. Murera und Sonje haben aber deswegen schon ein paarmal heftig mit ihnen geschimpft, und sie halten sich nun ein wenig zurück.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 02.11.2020
Montag, 2. November 2020
Als die Waisen am Vormittag durch den Wald gingen, rannte Lima Lima plötzlich nach vorn und hob schnuppernd den Rüssel. Den Keepern war sofort klar, dass sie etwas gewittert hatte, und sie hielten Ausschau, was da aus dem Gebüsch kommen würde. Es waren Faraja und Ziwa, und sie hatten einen großen wilden Bullen mitgebracht! Auch Ngasha ließ nicht lange auf sich warten, aber er merkte, dass die Waisenherde ordentlich Respekt vor dem großen Bullen hatte. Also überzeugte er ihn und seine beiden Freunde, sich wieder zurückzuziehen. Beim Mittagsschlammbad tauchte der Bulle noch einmal auf, und diesmal schien er sich für Quanza zu interessieren. Die anderen hielten Sicherheitsabstand, aber Quanza schien nichts dagegen zu haben, dass er ihr eine Weile beim Grasen Gesellschaft leistete.

