Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 09.10.2019

Mittwoch, 9. Oktober 2019
Es regnete den ganzen Tag, und die Waisen freuten sich über jede Menge Gelegenheiten, sich in der feuchten und matschigen Erde herumzuwälzen. Ziwa und Zongoloni alberten in der Nähe von Shukuru herum, die sich gerade am Boden herumrollte. Sie zog sich lieber zurück und gab auch acht, Ngasha und Faraja nicht zu nahe zu kommen, die gerade miteinander rangelten. Sie ging lieber zu den Keepern, die sich mit Murera, Mwashoti und Lima Lima unter den großen Bäumen untergestellt hatten.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 07.10.2019

Montag, 7. Oktober 2019
Faraja und Lima Lima waren heute ganz wild aufs Schlammbad. Nachdem sie ihre Milchflaschen geleert hatten, gingen sie gleich zum Wasserloch weiter und begannen zu baden. Auch der Rest der Waisen kam bald dazu. Alamaya und Mwashoti sahen aus wie Flusspferde im Wasser – nur ihre Bäuche und Hintern konnte man noch sehen, und ab und zu streckten sie den Rüssel heraus wie einen Schnorchel!

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 03.10.2019

Donnerstag, 3. Oktober 2019
Es ist schwierig vorherzusagen, wann die Waisen in der Auswilderungsstation in Umani Springs wohl ihre Rückkehr in die Wildnis vollendet haben werden. Seit einiger Zeit werden vor allem Ziwa und die älteren Jungs immer unabhängiger. Heute machten sich Faraja und Zongoloni auf und nahmen Ngasha, Jasiri, Ziwa und Lima Lima mit zu ihren wilden Freunden. Auch am Nachmittag wollten sie sich noch nicht wieder von ihnen verabschieden! Lima Lima kam dann als erste gegen Mitternacht zurück zur Auswilderungsstation, und Zongoloni tauchte etwas später auch auf. Die Keeper ließen die beiden herein, und sie legten sich bald schlafen. Die vier Jungs verbrachten die Nacht allerdings draußen in den Chyulu-Bergen und stießen erst am nächsten Tag zur Mittagsfütterung wieder zur Waisenherde.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 30.09.2019

Montag, 30. September 2019
Jasiri und Faraja belebten heute ihre alte Rivalität wieder. Faraja hatte ein paar leckere Zweige gefunden, und er ging damit zu Jasiri hinüber. Der versuchte erst, sie ihm wegzunehmen, und dann drehte er sich um und griff nach Farajas Schwanz, wie er es früher immer getan hatte. Faraja ist allerdings nicht mehr der kleine Junge, der er einmal war, und wehrte sich, um nicht in den Schwanz gebissen zu werden. Die beiden rangelten eine gefühlte Ewigkeit miteinander, und Faraja hielt sich tapfer gegen Jasiri. Irgendwann hatte er ihn sogar zu Boden gerungen, als Jasiri im Matsch ausgerutscht war. Diese Gelegenheit ließ sich Faraja nicht entgehen, und er kletterte auf Jasiri herum, sodass dieser nicht mehr aufstehen konnte. Lima Lima und Zongoloni mussten dazukommen und die beiden Streithähne trennen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 29.09.2019

Sonntag, 29. September 2019
Am Abend blieben Ziwa und Faraja wieder draußen bei ihren wilden Freunden. Spät in der Nacht kamen sie dann zur Auswilderungsstation zurück und wurden von den Keepern der Nachtschicht herein gelassen. Milch gab es allerdings keine mehr, doch das schien sie auch nicht weiter zu kümmern – sie geduldeten sich bis zum Morgen.