Montag, 5. August 2019
Ziwa stromerte heute mit seinem Kumpel Faraja weiter oben in den Hügeln herum als die anderen Waisen mit ihren Keepern. Murera schien sich Sorgen zu machen und kollerte und trompetete, aber die Jungs ließen sich nicht umstimmen. Nach einer Weile konnte man lautes Trompeten hören, und nach einer Weile wurde den Keepern klar, dass es Ziwa und seine Freunde waren, die wohl nicht gut bei den wilden Elefanten angekommen waren. Faraja und Ngasha kamen mit Ziwa zurück, nachdem sie von der wilden Herde verscheucht worden waren.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 31.07.2019
Mittwoch, 31. Juli 2019
Faraja verwickelte heute Sonje in ein sehr langes Kräftemessen. Als die Waisen ihre Mittagsmilch getrunken hatten, gingen die beiden davon, um weiter zu machen. Sonje gab nicht nach und machte Faraja ganz schön zu schaffen, aber er wollte nicht aufgeben. Irgendwann stellte sich Zongoloni zwischen die beiden, aber sie hörten nicht auf sie. Faraja wollte unbedingt demonstrieren, wie kräftig er ist, aber Sonje musste natürlich zeigen, dass sie immer noch eine der Leitkühe der Waisenherde ist. Am Ende kam Jasiri dazu und schob Faraja weg, damit Sonje sich wieder um Mwashoti kümmern konnte, der die ganze Zeit schon darauf gewartet hatte, dass sie fertig werden würde.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 29.07.2019
Montag, 29. Juli 2019
Das Wetter war heute kalt und windig, und bei der Mittagsfütterung tranken die Waisen nur ihre Milch und gingen nicht baden. Lima Lima uns Shukuru soffen nur etwas Wasser aus der Tränke und gingen dann wieder zurück in den Wald. Dann schien aber Shukuru Faraja überreden zu wollen, doch noch einmal mit zum Wasserloch zu kommen. Faraja fand das Wasser aber zu kalt und ging lieber schnell zum Erdhaufen, um sich einzustauben. Shukuru ging am Nachmittag ihren eigenen Weg zu den Chyulu-Bergen, und auch Faraja und Ngasha verabschiedeten sich von den anderen. Sie haben sich jetzt gut an die Wildnis gewöhnt und waren auch schon ein paar Nächte draußen im Wald, sodass die Keeper ihnen die Freiheit lassen, dorthin zu gehen, wo sie auch immer hin wollen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 27.07.2019
Samstag, 27. Juli 2019
Faraja kam am Vormittag abhanden, und als es zur Mittagsfütterung ging, konnte er keinen seiner Freunde – nicht einmal seinen besten Kumpel Ziwa – finden, da sie alle schon aufgebrochen waren. Erst nachdem alle anderen ihre Flaschen ausgetrunken hatten, bemerkten die Keeper, dass er fehlte, und hoben seine Flasche für ihn auf. Nach einer Weile kam er laut trompetend angerannt, bekam seine Milch noch und schloss sich dann den anderen beim Saufen und beim Staubbad an.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 25.07.2019
Donnerstag, 25. Juli 2019
Murera, Sonje und Alamaya suchten heute die Stelle, an der sie am Vorabend ein paar wilde Elefantenkühe mit ihren Babys getroffen hatten. Sie spielen gern mit den kleinen Kälbern, aber diese sind sehr scheu und trauen sich selten unter den Bäuchen ihrer Mütter hervor, besonders wenn sie die Keeper riechen können. Nachdem die Waisen heute eine Weile gesucht hatten, fanden sie ihre Artgenossen, und Lima Lima machte die beiden Herden miteinander bekannt. Ziwa, Faraja und Jasiri benahmen sich heute sehr gut, und es gab gar keine Rangeleien. Sie blieben bei den wilden Elefanten, bis es Zeit für die Mittagsfütterung wurde und Lima Lima den Weg zu den Flaschen und dem Schlammbad vorgab.

