Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 27.05.2019

Montag, 27. Mai 2019
Bevor die Waisen sich am Nachmittag auf den Heimweg machten, konnte man das Trompeten der wilden Elefanten hören, und Faraja, Ngasha und Ziwa rannten in die Richtung, aus der sie ihre Artgenossen hören konnten. Ziwa und Faraja trafen auf einen wilden Bullen, der ihnen nicht gerade freundlich gesinnt war, sondern ihnen Staub entgegen blies, um sie zu warnen, nicht näher zu kommen. Faraja kollerte und bat um Erlaubnis, sich den wilden Elefanten anzuschließen, und einer der Bullen hieß Faraja und Ngasha willkommen. Ziwa war allerdings nicht so beliebt, denn er benahm sich deutlich frecher und hörte nicht auf die wilden Elefanten. Einer der Bullen scheuchte ihn immer wieder weg, aber schließlich freundete er sich mit einem anderen an, und von da an war die wilde Herde freundlicher zu ihm. Shukuru machte sich ein ganzes Stück davon, weil sie nichts mit den wilden Bullen zu tun haben und sich nicht von ihnen herumschubsen lassen wollte.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 24.05.2019

Freitag, 24. Mai 2019
Als die Waisen am Abend zu den Stallungen zurückkehrten, merkten die Keeper, dass Murera fehlte; Sonje war alleine in das Gehege, das die beiden sich teilen, zurückgekommen! Von Murera war keine Spur, und so gingen die Keeper zurück und suchten die Büsche nach ihr ab. Sie waren sich sicher, dass Murera sie rufen hören konnte, aber wohl beschlossen hatte, draußen im Wald zu bleiben, wie es Faraja in letzter Zeit manchmal macht. Vielleicht wollte sie auch einmal ausprobieren, eine Nacht draußen bei ihren wilden Freunden zu verbringen. Schließlich mussten die Keeper wieder umkehren, da es dunkel wurde und man im Wald nichts mehr sehen konnte. Eine Stunde später stand Murera allerdings am Eingangstor zur Auswilderungsstation und verlangte nach ihrer Milchflasche! Die Keeper hatten sie inzwischen schon Sonje gegeben, aber natürlich bereiteten sie Murera eine neue zu, die diese zufrieden austrank.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 22.05.2019

Mittwoch, 22. Mai 2019
Die Waisen spielten am Morgen fröhlich, nachdem sie ihre Milchflaschen geleert hatten. Lima Lima und Faraja begannen einen Ringkampf, der eine ganze Weile andauerte, bis Faraja auf eine Ameisenstraße trat! Die Wanderameisen krabbelten an ihm hinauf und fingen an, ihn zu beißen, sodass er wild herum rannte. Die anderen ließen sich anstecken, und Faraja wusste nicht, wohin er laufen sollte – die Ameisen waren sogar in seinen Rüssel gekrabbelt! Die Ameisen breiteten sich aus, und Zongoloni kam schließlich auf die Idee, mit dem Rüssel im Wasser herum zu planschen, sodass die kleinen Biester weggespült wurden. Nach einer Weile schauten die anderen sich das bei ihr ab, und kamen ebenfalls zur Tränke. Murera und Mwashoti waren schlau genug, einen großen Bogen um den Ameisenstaat zu machen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 19.05.2019

Sonntag, 19. Mai 2019
Faraja war am Morgen so voller Tatendrang, dass er sich gar nicht weiter um die Luzernenheupellets kümmerte; er schnappte sich nur einen Rüsselvoll und ging damit in den Wald. Shukuru lief ihm hinterher, sodass die Keeper sich beeilen mussten, die beiden nicht aus den Augen zu verlieren! Im Wald kam dann Faraja zurück zur Waisenherde, aber von Shukuru war keine Spur. Die Keeper fingen an, nach ihr zu suchen, und nach kurzer Zeit trafen sie auf Zongoloni und Lima Lima, die sie gefunden hatten und zu den anderen zurück brachten. Sonje und Quanza waren so mit Spielen und Herumrollen beschäftigt, dass sie gar nicht gemerkt hatten, dass die Mädchen weg gewesen waren.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 18.05.2019

Samstag, 18. Mai 2019
Die Waisen bekamen heute Besuch von dem Bullen, mit dem Faraja und Ziwa am Vortag unterwegs gewesen waren. Als sie ihren wilden Freund sahen, gingen sie direkt zu ihm. Er nahm sie wieder mit und zeigte ihnen, was man als Elefant alles können muss, um in der Wildnis zu überleben. Das ist eine wichtige Zeit für die jungen Waisenbullen, und es ist toll zu sehen, wie sie langsam unabhängiger werden und sich weiter in die Wildnis hinaus trauen.