Samstag, 10. April 2021
Es war ein ruhiger Tag, und die Waisen konnten sich in aller Ruhe draußen im Busch verteilen und grasen. Siangiki, Ambo, Galla, Mapia, Rapa und Jotto nutzten die Gelegenheit, um sich klammheimlich davon zu stehlen. Als es Zeit für das Mittagsschlammbad wurde, konnten die Keeper diese sechs nicht mehr finden und starteten eine Suche. Nach einer halben Stunde hatten sie sie etwa einen Kilometer weiter aufgespürt und brachten sie zum Schlammloch.
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 08.04.2021
Donnerstag, 8. April 2021
Kamok führte am Morgen die Waisenherde hinaus in den Busch; normalerweise ist sie eher am Ende der Herde zu finden, aber heute hatte sie offenbar beschlossen, das Kommando zu übernehmen! Die Jungs lieferten sich fleißig Ringkämpfe. Karisa forderte Wanjala heraus, aber als es ernst wurde, gab er auf und lief vor Wanjala davon. Mundusi spielte mit Jotto, den nichts aus der Ruhe bringen kann, aber die beiden wurden von Rapa unterbrochen, der vorbeikam und dazwischenging. Enkikwe startete ein Kräftemessen mit seinem alten Freund Olsekki; vielleicht wollte er ihm zeigen, dass er trotz seiner Verletzungen durch den Löwenangriff vor ein paar Jahren gegen ihn ankommen kann. Die beiden rangelten eine ganze Weile, aber schließlich beschloss Olsekki, dass es Zeit wurde, genug Futter zu suchen.
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 07.04.2021
Mittwoch, 7. April 2021
Gegen 16 Uhr nachmittags kam Lualeni mit Baby Lulu zu einem Schlammloch neben dem Fahrweg, das die Waisen gut kennen – und so trafen sie kurz darauf auf die beiden und konnten eine Weile mit Lulu spielen. Bei solchen Gelegenheiten gibt es meistens ein paar, die sich mit den Ex-Waisen davon schleichen – und so war es auch heute! Rapa, Barsilinga, Tusuja, Sana Sana und Mteto verschwanden mit Lualeni und Lulu. Die Keeper merkten es aber bald und hatten die Ausreißer, die fröhlich mit Lualeni zusammen grasten und keine Anstalten machten, zu den Stallungen aufzubrechen, schnell wiedergefunden und nahmen sie mit zurück nach Hause.
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 06.04.2021
Dienstag, 6. April 2021
Die Waisen grasten am Morgen in Ruhe, bis sie auf die Ex-Waisen Lenana, Ukame, Kalama und Lemoyian trafen, die natürlich Baby Lapa dabei hatten. Alles drehte sich nun um den kleinen Schlingel, der von Ukame, sie seit einigen Monaten sein Kindermädchen ist, beaufsichtigt wurde. Lapa fühlte sich sehr wichtig, umringt von so vielen interessierten Elefanten, trompetete aufgeregt und rannte begeistert herum. Ukame lief ihm beständig hinterher, damit er sich nicht davon machte. Lenanas Gruppe begleitete die Waisen dann zum Mittagsschlammbad und graste auch den ganzen Nachmittag mit ihnen, sodass sie noch viel mit Lapa spielen konnten. Am Abend kamen die Ex-Waisen mit zurück zur Auswilderungsstation und verschwanden dann in der Dunkelheit im Busch.
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 04.04.2021
Sonntag, 4. April 2021
Das erste Mal seit es die Auswilderungsstation in Ithumba gibt, haben 14 Waisen die Nacht zusammen draußen im Busch verbracht! In der Vergangenheit sind immer einmal wieder einige Waisen durchgebrannt, so wie Karisa, Dupotto und Kelelari, die einmal drei Monate lang verschwunden waren, oder vor neun Jahren, als Sities und Narok in einer Gruppe von sechs Waisen von heute auf morgen auswilderten. Die Ausreißer von gestern tauchten glücklicherweise heute Morgen um 6:30 Uhr wieder auf – bei genauerem Hinschauen fiel den Keepern aber auf, dass Dololo und Sattao nicht dabei waren! Eigentlich sind die beiden die jüngsten der Gruppe, sodass die Keeper damit gerechnet hätten, dass sie sich ihre verpasste Milch abholen kommen würden. Dololo fühlt sich allerdings immer pudelwohl bei seinen älteren Artgenossen und ist schon hin und wieder etwas widerwillig zurück zu den Stallungen gekommen; und Sattao wollte seinen besten Freund vermutlich nicht allein draußen in der Wildnis lassen. Roi, die auch gern Dololo bemuttert, war sehr unruhig, dass er nicht da war, und sie und Oltaiyoni hoben immer wieder die Rüssel, um zu schnuppern. Die Keeper ließen die beiden losziehen, denn sie wussten, dass sie die kleinen Jungs suchen würden. Sie folgten ihnen in einigem Abstand, während sie in Richtung des Imenti-Gebiets gingen. Nach einer Weile kam allerdings eine wilde Herde dazwischen, und wie am Tag zuvor, als sich Wendi ihnen in den Weg gestellt hatte, mussten sie einen Umweg nehmen, sodass sie Roi und Oltaiyoni aus den Augen verloren. Auf die beiden Spürnasen war aber Verlass – um 12:30 Uhr brachten sie Sattao und Dololo zu ihren Freunden zurück, die gerade in der Nähe des Schlammlochs am Rand des Fahrwegs waren! Den Keepern fiel ein großer Stein vom Herzen, und sie konnten den beiden Mädchen gar nicht genug danken. Den Rest des Tages blieben dann alle brav beisammen und kehrten am Abend wohlbehalten zur Auswilderungsstation zurück, um sich von all der Aufregung zu erholen!

