Maisha und Nabulu ziehen nach Ithumba um

(übersetzt aus dem englischen Original; alle Bilder © Sheldrick Wildlife Trust)

Wenn Waisen vom Waisenhaus des Sheldrick Wildlife Trust in Nairobi zu einer Auswilderungsstation umziehen, ist dies immer eine bittersüße Angelegenheit – vor allem, wenn es die Mini-Leitkühe der Waisenherde betrifft! Diese haben ihn ihrem zarten Alter schon gelernt, sich um die noch jüngeren zu kümmern, aber in Wirklichkeit sind sie eigentlich selbst noch kleine Kinder. Die Zeit in der Auswilderungsstation gibt ihnen die Gelegenheit, von ihren älteren Artgenossen alles zu lernen, was sie wissen müssen, um schließlich selbst auszuwildern. Für Mini-Leitkuh Maisha ist es nun soweit.

Ithumba ist wohl der beste Ort für sie, um auszuwildern. Im Tsavo-East Nationalpark wurde sie im Jahr 2017 gerettet, inmitten einer schrecklichen Dürre, die hunderte Elefanten das Leben kostete. Ranger sahen sie, wie sie zu einem Wasserloch stolperte und dort zusammenbrach und in der brennenden Sonne leblos liegenblieb. Sie wurde direkt ins Waisenhaus nach Nairobi geflogen, und erst nach einigen Stunden hatten die Infusionen Erfolg und sie erwachte wieder zum Leben. Seitdem ist aus dem abgemagerten Kalb eine wunderbare kleine Kuh geworden und eine großartige Mini-Matriarchin!


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Die Waisen im März

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: März 2021

Den Großteil des Monats März warteten wir sehnlich auf die kleine Regenzeit. Es war unglaublich heiß in Nairobi, und manchmal legten die Waisen sogar eine Extra-Baderunde ein, nur um sich abzukühlen. Dabei ist uns auch aufgefallen, dass unser Neuzugang Rama, ein großes Faible für die Suhle hat! „Die Waisen im März“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 31.01.2021

Sonntag, 31. Januar 2021
Die Waisen gingen am Morgen zum Kone-See, wo Mutara und ihre Freunde ein Bad im kalten Wasser nahmen. Die Waisen trauten sich aber nicht hinein, obwohl die Ex-Waisen sie zu überzeugen versuchten. Kurz nach der Mittagsfütterung kamen dann die älteren Ex-Waisen zum Schlammloch, in Begleitung einiger wilder Bullen. Naseku, Roi, Maramoja, Malkia und Oltaiyoni stürzten sich gleich auf die Babys, um mit ihnen zu spielen, und die Keeper hatten es nicht leicht, bei all dem Trubel den Überblick über ihre Schützlinge zu behalten. Schließlich schafften es die Ex-Waisen, mit Jotto, Enkikwe, Oltaiyoni und Ambo zu verschwinden; die Keeper bekamen keine Gelegenheit, die Waisen zurück zu holen, denn einer der Bullen war in Musth, und es war zu gefährlich für sie, ihm zu nahe zu kommen. Zum Glück kam die Herde dann gegen 16 Uhr an der Auswilderungsstation vorbei, um Wasser zu saufen, und die Ex-Waisen setzten die vier Ausreißer dort ab. Oltaiyoni hatte gut auf Ambo aufgepasst – sie weiß vermutlich, dass er ohne nachzudenken seinen älteren Freunden folgen würde, wohin auch immer sie gingen.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 31.01.2021

Sonntag, 31. Januar 2021
Heute tauchte Ex-Waise Rapsu, der zuletzt im Oktober da gewesen war, an der Auswilderungsstation auf. Er hatte sich einen Stoßzahn abgebrochen, aber es war nicht klar, wie das passiert war. Wilde Elefanten brechen häufig ihre Stoßzähne ab, manchmal beim Graben im Boden oder auch in einer heftigen Rangelei mit anderen Bullen.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 30.01.2021

Samstag, 30. Januar 2021
Mutara und ihre Kollegen warteten am Morgen wieder vor den Gehegen, um sich gleich wieder auf Dololo und seine Freunde zu stürzen. Suguta wich Dololo nicht von der Seite, und die Keeper mussten gut aufpassen, damit die Ex-Waisen nicht mit den Jungs im Busch verschwanden. Bomani und Barsilinga wärmten sich mit einem kleinen Ringkampf auf, was auch Karisa und Sapalan dazu veranlasste, ein wenig zu rangeln. Bei der Mittagsfütterung verspäteten sich Barsilinga und Bomani, aber dann verbreiteten die beiden ordentlich Unruhe! Bomani ist nun schon seit einer Weile erfolgreich ausgewildert, aber heute verlangte er plötzlich wieder nach Milch! Er fand es wohl ungerecht, dass er Barsilinga, der genauso alt ist wie er, noch eine Flasche bekam, er aber nicht! Barsilinga bekommt die Milch allerdings vor allem noch, damit er ab und zu noch an seinem Fuß behandelt werden kann. Als die Keeper Bomani keine Flasche gaben, nahm er Barsilinga aufs Korn und versuchte, ihm die Milch streitig zu machen. Das passte wiederum Barsilinga natürlich gar nicht, und die Keeper mussten Bomani im Zaum halten, bis Barsilinga fertig getrunken hatte. Am Abend kamen dann alle milchabhängigen Waisen wieder in ihre Gehege zurück, und niemand brannte mit den Ex-Waisen durch.