Dienstag, 21. Januar 2020
Am Morgen setzte sich Quanza von der Herde ab und graste für sich allein. Als sie zurück kam, schloss sie sich nicht den anderen an, sondern ging langsamer und wollte ihr eigenes Ding machen. Jasiri sah, wie sie nur langsam hinterher kam und wollte ihr Gesellschaft leisten. Als er sich näherte, rannte sie aber weg und gab ihm zu verstehen, dass sie keine Lust auf Gesellschaft hatte. Also ging er wieder zu den anderen und ließ sie in Ruhe grasen. Nach der Mittagsfütterung war sie dann wieder zurück und ging mit Mwashoti zu den Staubhaufen hinüber. Die Keeper dachten, sie wollten ein Staubbad nehmen, aber stattdessen gingen sie weiter zur Salzlecke. Dort stocherte Quanza mit den Stoßzähnen im Boden herum, um sich mit Mineralien zu versorgen. Shukuru nutzte die Gelegenheit, ganz allein am Wasserloch zu sein, und genoss in aller Ruhe ein schönes Bad, bevor die anderen kamen, um sich auch zu wälzen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 13.01.2020
Montag, 13. Januar 2020
Ziwa und Jasiri gerieten heute aneinander, als Ziwa Jasiri am Schwanz zog. Jasiri war gar nicht einverstanden, so ohne Grund am Schwanz gezogen zu werden, und wehrte sich entsprechend.
Die Waisen im März
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: März 2020
Es ist bemerkenswert, das Elefanten doch wie wir so richtige Gewohnheitstiere sind. Diesen Monat haben uns die derzeit 17 Elefantenwaisen in Nairobi oft daran erinnert. Seit Ausbruch der COVID-19 Pandemie mußten wir erstmals (und bis auf Weiteres) in der Geschichte des Sheldrick-Trusts die morgendliche öffentliche Besuchsstunde absagen. „Die Waisen im März“ weiterlesen
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 22.12.2019
Sonntag, 22. Dezember 2019
In der vergangenen Nacht probierte Jasiri noch einmal, draußen zu bleiben. Ziwa hatte ihn wohl am Abend überzeugt mitzukommen, aber vielleicht hatte er dann auch den Weg zu den Stallungen nicht mehr gefunden. Mitten in der Nacht konnte man draußen im Wald Elefanten bellen hören, und die Keeper dachten, es seien vielleicht die wilden Freunde der Waisen. Als das Geschrei aber nicht aufhörte, gingen sie hinaus, um doch einmal nachzuschauen. Sie riefen Jasiris Namen, und nach zehn Minuten kam er tatsächlich aus dem Gebüsch. Er hatte jede Menge Matsch am Kopf und an den Stoßzähnen, als ob er mit anderen gerangelt hatte! Er rannte in sein Gehege, musste aber feststellen, dass Sonje schon all sein Grünfutter gefressen hatte. So blieb ihm nichts anderes übrig, als bis zur morgendlichen Milchflasche zu warten, die er dann auch ganz schön schnell leer trank. Lima Lima und Zongoloni begrüßten ihn am Morgen, bevor sie sich zum Aufwärmen einem kleinen Ringkampf widmeten. Jasiri blieb den ganzen Tag in der Nähe von Murera und den anderen und graste mit ihnen zusammen. Es scheint, als ob er immer noch nicht so recht bereit ist auszuwildern!
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 20.12.2019
Freitag, 20. Dezember 2019
Heute gingen die Waisen zur Abwechslung einmal zu den Kenze-Hügeln, wo sie die Klippspringer bewunderten, die mit Leichtigkeit über das schroffe Lava-Gestein hüpften. Ngasha wollte ihnen hinterher gehen, aber er war nicht schnell genug, und so kam er bald wieder zurück. Er ging zu Ziwa, der sich gerade unter den großen Bäumen ausruhte, und sagte ihm mit umschlungenen Rüsseln Hallo. Es war ein heißer Nachmittag, und die Waisen suchten den Schatten. Die hellhäutigen Elefanten Jasiri und Faraja suchten sich auch etwas Wasser, mit dem sie sich abkühlen konnten; ihnen macht große Hitze immer am meisten zu schaffen.

