Die Waisen im Dezember

Die Waisen auf dem Heimweg durch dichtes Gebüsch (c) Sheldrick Wildlife Trust

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Dezember 2019

Wir können unsere Elefantenwaisen nicht nur aufgrund ihres Aussehens, sondern auch wegen ihrer unterschiedlichen Charaktere gut auseinanderhalten. Maktao ist ein verspielter kleiner Kerl, der die anderen jederzeit gerne in einen kleinen Ringkampf verwickelt. Er ist nicht besonders wählerisch, was seine Gegner angeht, nur auf Dololo ist er nicht sonderlich erpicht, denn der nimmt die Kräftemessen immer sehr ernst, ebenso wie Musiara und Maktao selber. Manchmal versucht er sich sogar an Enkesha, aber die ist viel zu sanftmütig und hat in der Regel kein besonderes Interesse an diesen groben Spielchen, sei es Ringen oder Verstecken. „Die Waisen im Dezember“ weiterlesen

Die Waisen im November

Dololo und Ziwadi (c) Sheldrick Wildlife Trust

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: November 2019

So wie im Rest des Landes hat es auch in Nairobi heftig geregnet. Alle Bäche und Flüsse im Nairobi Nationalpark sind prall gefüllt und teilweise über die Ufer getreten. Die Waisen hatten daher viele Möglichkeiten zum Baden und Suhlen. Es gibt Unmengen an schlammigen Rutschen und die Elefanten verbringen ihre Zeit hauptsächlich in der Horizontalen. Zur mittäglichen Besucherstunde haben sie es derzeit nur auf ihre Milchflasche und das frisch geschnittene Grün abgesehen. „Die Waisen im November“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 22.08.2019

Donnerstag, 22. August 2019
Jasiri und Quanza wollten heute nicht Sonje folgen, sondern lieber auf eigene Faust losziehen. Murera versuchte, sie zu überzeugen, mit Sonje und den anderen mitzugehen, aber sie wollten davon nichts wissen. Mwashoti und Shukuru dagegen fühlten sich wohl in Gesellschaft von Sonje und den anderen und ließen sich nicht beirren. Im Wald liefen dann ein paar Schliefer an Quanza vorbei und berührten sie am Fuß; sie erschrak sich so sehr, dass sie laut trompetend in den Wald rannte. Jasiri war inzwischen auf eine Ameisenstraße getreten, und die Wanderameisen krabbelten ihm am Bein hoch und bissen. Auch er rannte trötend und kollernd davon, und die Keeper mussten ihm hinterher rennen und ihn von den lästigen Ameisen befreien.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 09.08.2019

Freitag, 9. August 2019
Am Vorabend waren Lima Lima, Ngasha, Ziwa und Jasiri nicht mit den anderen zurück in ihre Gehege gekommen. Ngasha tauchte dann gegen 19 Uhr auf, gerade als einer der Keeper zum Vorratsraum hinüber ging. Als er es draußen kollern hörte, öffnete er das Tor und ließ Ngasha herein. Von den anderen war allerdings keine Spur, und erst gegen Mitternacht konnte man lautes Trompeten und Gekoller im Wald hören. Die Keeper kamen aus ihrem Zelt und sahen, wie Lima Lima von ihren wilden Freunden zurückgebracht wurde. Als die Keeper sie herein ließen, freuten sie die anderen und kollerten begeistert. Am Morgen sah Lima Lima dann sehr müde aus und vermisste wohl Ziwa und Jasiri, die in der Nacht nicht mitgekommen waren. Nach der morgendlichen Milch sah die Welt aber schon wieder besser aus.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 07.08.2019

Mittwoch, 7. August 2019
Draußen im Wald ärgerte Alamaya heute Mwashoti; Sonje, Zongoloni und Quanza kamen eilig herbei, um Mwashoti zu unterstützen. Er zog sich schnell zurück zu Jasiri, der sich aber nicht vom Grasen abhalten ließ. Die Paviane in den Bäumen ließen grüne Früchte von den Bäumen fallen, die die Buschböcke sich schnappten und futterten. Auch Zongoloni probierte eine davon, und es schien ihr zu schmecken – sie kollerte freudig, und Murera kam dazu, sodass sich die beiden die Leckerbissen zusammen schmecken ließen. Bald konnte man von den Chyulu-Bergen her Regen und Donner hören. Murera scheint kein Gewitter zu mögen – sie versteckte sich im Gebüsch und flüchtete sich dann schnell zu den Keepern.