Die Waisen im Juli

Maktao und Sattao (c) Sheldrick Wildlife Trust

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Juli 2019

 

Die Keeper sind nach wie vor verwirrt von Kiasas widersprüchlichen Charaktereigenschaften. Wenn es ums Teilen geht, wie bei der Fütterung oder beim Spielen, ist sie ein richtiger Satansbraten. Und sobald es um Larro geht, ist sie die Liebenswürdigkeit in Person. Daß unsere Nursery-Babys mit schon älteren Elefantenwaisen zusammenleben, ist Segen und Fluch zugleich: Segen, weil die Großen sehr geduldige Mentoren sind und Fluch, weil sich die Kleinen die Marotten der Großen abschauen. „Die Waisen im Juli“ weiterlesen

Besuch in Kenia – Teil 2: Umani Springs

Die Umani-Waisen am Schlammbad

Der nächste Stopp der REA-Reise war Umani Springs. In dieser Auswilderungsstation leben zur Zeit 12 Elefantenwaisen: Sonje, Murera, Lima Lima, Quanza, Zongoloni, Jasiri, Faraja, Ziwa, Mwashoti, Ngasha, Alamaya und Shukuru.

 

Gerade für die Elefanten mit Handicap ist Umani ein Paradies: Es gibt genügend Wasser und Grün. Mittlerweile halten sich auch viele wilde Elefanten in diesem Gebiet auf, die vor allem abends den Waisen in den Stockades einen Besuch abstatten.

 

Morgens, wenn die Waisen die Stockades verlassen, bekommt Shukuru ihre Pellets und Akazienschoten noch innerhalb des Geländes, um in Ruhe, ohne von ihren stürmischen Freunden bedrängt zu werden, fressen zu können. Shukuru kam Anfang letzten Jahres aufgrund gesundheitlicher Probleme zurück aus Ithumba in die Nursery und ist jetzt Teil der Umani-Herde.

 

Eine ganz besondere Rolle nimmt Lima Lima ein. Sie fühlt sich für alle ihre „Familienmitglieder“ verantwortlich: für die Vierbeinigen genauso wie für Zweibeinigen. Sie achtet darauf, dass niemand zurückbleibt und warnt alle, sobald sie Gefahr wittert. Ein besonderes Auge hat sie auf Mwashoti, ihrem adoptierten Baby, mit dem sie morgens Seite an Seite in den Busch schlendert.

 

Hier ein paar Eindrücke aus Umani:

 

Umani-Waisen
Umani-Waisen

 

Die Umani-Waisen am Schlammbad
Die Umani-Waisen am Schlammbad

 

Shukuru
Shukuru

 

Murera und ihr Keeper Melchizedek
Murera und ihr Keeper Melchizedek

 

Lima Lima
Lima Lima

 

Mwashoti
Mwashoti

 

 

 

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 27.04.2019

Samstag, 27. April 2019
Die Waisen waren heute vorsichtig draußen im Wald, nachdem dem gestrigen Zusammentreffen mit der wilden Herde, bei dem sogar ein Keeper verletzt wurde, als er beim Wegrennen von einem Ast im Gesicht getroffen wurde. Heute war aber alles ruhig, und es begann ein wenig zu regnen. Shukuru und Lima Lima rollten sich schön auf den Ameisenhügeln herum und färbten sich langsam erdfarben ein. Alamaya kam dazu und drängelte Shukuru weg, womit allerdings Jasiri gar nicht einverstanden war! Er schimpfte mit Alamaya, und Shukuru kam zurück und konnte weiter spielen. Zongoloni versuchte, Faraja zu überzeugen, auch bei dem Spiel und Spaß mitzumachen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 24.04.2019

Mittwoch, 24. April 2019
Alamaya und Ziwa taten mittags am Wasserloch ihr Bestes, alle ungebetenen Gäste weg zu scheuchen. Die Kraniche flogen in die umliegenden Bäume und warteten darauf, dass sie an der Reihe waren, und auch die Büffel wurden verscheucht und kamen erst wieder zurück, als die Elefanten wieder gegangen waren. Im Busch wurden die Waisen und ihre Keeper dann von ein paar Klippspringern auf den Felsen überrascht; vor Schreck rannten die Waisen in alle Richtungen auseinander! Die Keeper mussten sie wieder suchen und einsammeln, und Shukuru war nicht leicht zu finden. Ziwa und Jasiri trompeteten schließlich, um mitzuteilen, dass sie sie gefunden hatten, und Shukuru kam wieder zurück zur Herde. Die Keeper hatten sie schnell davon überzeugt, dass alles wieder in Ordnung war.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 22.04.2019

Montag, 22. April 2019
Nach der Mittagsfütterung am Wasserloch begann Zongoloni, die Schmetterlinge zu jagen – obwohl sie natürlich genau wusste, dass sie keine davon erwischen würde! Sie trompetete laut vor Freunde, und Lima Lima und Ziwa kamen dazu, um auch mitzumachen. Bei der ganzen Aufregung sahen die Waisen nicht so recht, wohin sie traten, und so stolperte Lima Lima und kullerte herum, sodass sie die Jagd aufgab. Auch Jasiri und Mwashoti wollten ihren Spaß haben und die anderen zum Mitmachen animieren, aber Murera und Sonje hatten sich schon wieder auf den Weg in die Büsche gemacht, um weiter zu grasen.