Mittwoch, 23. Januar 2019
Gegen Mitternacht bekamen die Waisen besuch von wilden Artgenossen. Es waren einige große Bullen dabei, und die Kühe trompeteten laut, um ihre Aufmerksamkeit zu erregen. Die Waisen wären gern herausgekommen und hätten ihre Freunde begrüßt, aber sie mussten sich damit begnügen, aus ihren Gehegen heraus zu kollern. Tagsüber trafen sie dann in den Hügeln jenseits der Wasserquellen einen wilden Bullen. Zongoloni und Quanza gingen zu ihm und hießen ihn Willkommen, aber der Bulle begann, Ngasha und Jasiri weg zu schubsen, als sich die beiden ihm näherten. Bald ging er wieder seiner Wege, und die Waisen folgten ihren Keepern, um weiter zu grasen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 19.01.2019
Samstag, 19. Januar 2019
Lima Lima war am Morgen wieder einmal kaum zu bändigen; sie rannte zum Luzernenheuvorrat und schnappte sich dort einen Ballen, um ihn, mit dem Rüssel hoch über dem Kopf haltend, in der Gegend herumzutragen. Dabei verlor sie nach und nach das ganze Heu, sodass es an den Stallungen bald aussah wie bei Hempels unterm Sofa! Dann sah sie sich nach den Keepern um und versteckte sich hinter den Gehegen, nur um noch mehr Luzernenheu zu stehlen. Jasiri und Ziwa stellten sich ihr in den Weg und wollten ihr das Heu streitig machen, sodass auch der zweite Ballen auf dem Boden landete. Murera und ein paar der anderen kamen dazu, und sie gab Lima Lima einen ordentlichen Stoß in den Hintern, damit sie wieder vernünftig wurde. Das klappte, und Lima Lima ging davon, um nicht noch richtig bestraft zu werden.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 17.01.2019
Donnerstag, 17. Januar 2019
Am Morgen gab es einige Streitereien und Geschubse, als die Waisen aus den Gehegen kamen. Ziwa und Faraja bekamen Schwierigkeiten mit Murera, nachdem Ziwa Alamayas Schwanzstummel berüsselt hatte – sie schubste die beiden weg, und sie schienen etwas eingeschüchtert und machten sich eilig in den Wald davon. Murera war offenbar sehr verärgert, und die Keeper mussten sie laut rufen, damit sie den Jungs nicht noch hinterher lief. Bis zum Schlammbad grollte sie noch! Nur Sonje und Quanza gingen mit ins Wasserloch, wo Faraja und Jasiri sich wälzten und Mwashoti sich Bauch und Rücken zum Schutz vor der Sonne mit Matsch bedeckte.
Waisenblogs-Bilder Kibwezi, 14.01.2019
Montag, 14. Januar 2019
Jasiri schlürft feuchte Erde mit vielen Mineralien aus dem Rüssel
Ngasha und Shukuru am Wasserloch
Faraja und Jasiri toben sich beim Staubbad aus
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 14.01.2019
Montag, 14. Januar 2019
Die Waisen gingen heute zu den Umani-Quellen, um dort zu grasen. Die Jungs hielten an, als sie ein Krokodil am Ufer sahen, und Lima Lima kam eilig zu den Keepern und den jüngeren Waisen zurück, um sie zu warnen. Ziwa und Jasiri machten sich nichts daraus und gingen einfach weiter, aber Sonje und Murera machten kehrt und brachten Mwashoti zurück zu den Keepern. Als es Zeit für die Mittagsfütterung wurde, kamen Murera und Sonje nicht mit den anderen mit, sondern folgten ein paar Minuten später. Sie grasten weiter, ohne ihre Milch zu trinken. Die Keeper wissen schon, dass sie manchmal keine Lust auf Milch haben; sie sind schon ältere Elefanten und brauchen die Milch nicht mehr unbedingt.

