Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 28.10.2018

Sonntag, 28. Oktober 2018
Die Elefanten hatten sich in der Nacht gut ausgeruht und waren am Morgen voller Tatendrang – bevor die Keeper noch die Flaschen mit der Milch fertig hatten, konnten sie es kaum erwarten herauszukommen. Als die Keeper mit den Flaschen zu Sonjes und Mureras Gehege kamen, zappelte Zongoloni richtig herum und stieß gegen die Holzpfosten, damit es schneller ging. Beim Staubbad direkt vor dem Tor zum Gelände der Stallungen setzte sich Sonje hin und kratzte sich mit hoch erhobenem Schwanz am Hintern. Sie genoss die Kratzeinheit sehr, und als sie fertig war, machten Lima Lima und Faraja es ihr nach. Jasiri und Ngasha begannen einen Ringkampf, wie es sich für junge Bullen gehört, der aber bald in einen echten Kampf ausartete. Sie wollten in verschiedene Richtungen gehen, und weil sie sich nicht einigen konnten, schubste Ngasha Jasiri und griff nach seinem Schwanz. Am Ende mussten die großen Mädchen Sonje, Zongoloni und sogar Quanza dazukommen und sich zwischen die Streithähne stellen, um den Frieden wieder herzustellen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 23.10.2018

Dienstag, 23. Oktober 2018
Sonje und Quanza vertieften sich heute in ein Ringelreihen; Quanza schnappte sich Sonjes Schwanz, und Sonje tat dasselbe mit Quanza, und so drehten sie sich an der Laderampe der Stallungen im Kreis. Die anderen wollten nicht warten, bis die beiden ihre Spielchen beendet hatten, und brachen schon einmal in den Wald auf. Dort waren die Jungs auf Raufereien aus. Ngasha ging dabei rückwärts von Ziwa weg und übersah ein Hindernis hinter sich; als Ziwa ihn weiterschob, stolperte er darüber und fiel hin. Jasiri kam allerdings herbei und half Ngasha, sich zu rächen. Als die Waisen am Abend nach Hause kamen, hoben Zongoloni, Jasiri und Mwashoti ihre Milchflaschen mit Leichtigkeit auf und hatten sie in zwei Minuten leer getrunken; die Keeper brauchten nur noch die leeren Flaschen wegräumen!