Dienstag, 24. Dezember 2019
Zu Heiligabend brachten die Keeper den Waisen ein Geschenk: einen Beutel Akazienschoten, das beliebteste Naschwerk der Elefanten! Sie bekamen am Morgen ein paar, und den Rest brachten die Keeper dann zur Mittagsfütterung mit. Während alle auf das Fahrzeug mit den Milchflaschen warteten, steckte die neugierige Lima Lima ihren Rüssel in den Beutel, denn sie hatte die Leckereien schon gerochen! Ngasha machte es ihr nach, und bald stritten sie sich um die Leckerbissen. Die Keeper hatten einige Mühe, sie gerecht an alle Waisen zu verteilen!
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 22.12.2019
Sonntag, 22. Dezember 2019
In der vergangenen Nacht probierte Jasiri noch einmal, draußen zu bleiben. Ziwa hatte ihn wohl am Abend überzeugt mitzukommen, aber vielleicht hatte er dann auch den Weg zu den Stallungen nicht mehr gefunden. Mitten in der Nacht konnte man draußen im Wald Elefanten bellen hören, und die Keeper dachten, es seien vielleicht die wilden Freunde der Waisen. Als das Geschrei aber nicht aufhörte, gingen sie hinaus, um doch einmal nachzuschauen. Sie riefen Jasiris Namen, und nach zehn Minuten kam er tatsächlich aus dem Gebüsch. Er hatte jede Menge Matsch am Kopf und an den Stoßzähnen, als ob er mit anderen gerangelt hatte! Er rannte in sein Gehege, musste aber feststellen, dass Sonje schon all sein Grünfutter gefressen hatte. So blieb ihm nichts anderes übrig, als bis zur morgendlichen Milchflasche zu warten, die er dann auch ganz schön schnell leer trank. Lima Lima und Zongoloni begrüßten ihn am Morgen, bevor sie sich zum Aufwärmen einem kleinen Ringkampf widmeten. Jasiri blieb den ganzen Tag in der Nähe von Murera und den anderen und graste mit ihnen zusammen. Es scheint, als ob er immer noch nicht so recht bereit ist auszuwildern!
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 21.12.2019
Samstag, 21. Dezember 2019
Shukuru ließ sich am Morgen nahe der Stallungen ein paar Akazienzweige schmecken und beschloss dann, die Waisen zu den Umani-Hügeln zu bringen. Sonje folgte ihr, was bedeutete, dass sie einverstanden war. Shukuru zeigt in letzter Zeit öfter einmal Interesse, die Führungsrolle zu übernehmen! Nichtsdestoweniger ist sie immer noch ein zurückhaltendes und freundliches Mädchen. Mwashoti ist nach Shukuru der zweitbravste Waisenelefant, obwohl er manchmal auch frech werden kann. Allerdings scheint er dabei meist von den Rabauken wie Alamaya oder Ziwa angestiftet zu werden, die ihn manchmal versuchen herumzuschubsen. Nur wenn es um die Luzernenheupellets geht, kennt Mwashoti keinen Spaß – diese will er mit niemandem teilen, nicht einmal mit seiner Adoptivmama Murera! Ziwa stapfte heute in eine andere Richtung los als die anderen, aber Faraja ging ihm hinterher und überzeugte ihn, mit den anderen mit zu gehen. So folgten sie alle Shukuru zu den Hügeln, anstatt nach ihren wilden Freunden zu suchen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 20.12.2019
Freitag, 20. Dezember 2019
Heute gingen die Waisen zur Abwechslung einmal zu den Kenze-Hügeln, wo sie die Klippspringer bewunderten, die mit Leichtigkeit über das schroffe Lava-Gestein hüpften. Ngasha wollte ihnen hinterher gehen, aber er war nicht schnell genug, und so kam er bald wieder zurück. Er ging zu Ziwa, der sich gerade unter den großen Bäumen ausruhte, und sagte ihm mit umschlungenen Rüsseln Hallo. Es war ein heißer Nachmittag, und die Waisen suchten den Schatten. Die hellhäutigen Elefanten Jasiri und Faraja suchten sich auch etwas Wasser, mit dem sie sich abkühlen konnten; ihnen macht große Hitze immer am meisten zu schaffen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 18.12.2019
Mittwoch, 18. Dezember 2019
Die Schildkröten hatten es heute nicht leicht, als Sonje und Quanza sich im Wasserloch zum Baden breit machten. Nach und nach kamen auch die anderen Waisen hinzu, und die Reptilien flüchteten sich eilig hinaus aus dem Wasser. Als sie Mwashoti, der noch am Rand stand, entgegen kamen, blieb er kurz stehen und ließ sie erst einmal vorbei, bevor er auch ins Wasser stieg. Faraja versuchte, auf allem und jedem herumzuklettern, sodass die Keeper mit ihm schimpften. Als sie die Waisen später zusammenriefen, hielt Shukuru Sicherheitsabstand, weil sie dem Raufbold Faraja nicht in die Quere kommen wollte.

