Mittwoch, 31. Juli 2019
Faraja verwickelte heute Sonje in ein sehr langes Kräftemessen. Als die Waisen ihre Mittagsmilch getrunken hatten, gingen die beiden davon, um weiter zu machen. Sonje gab nicht nach und machte Faraja ganz schön zu schaffen, aber er wollte nicht aufgeben. Irgendwann stellte sich Zongoloni zwischen die beiden, aber sie hörten nicht auf sie. Faraja wollte unbedingt demonstrieren, wie kräftig er ist, aber Sonje musste natürlich zeigen, dass sie immer noch eine der Leitkühe der Waisenherde ist. Am Ende kam Jasiri dazu und schob Faraja weg, damit Sonje sich wieder um Mwashoti kümmern konnte, der die ganze Zeit schon darauf gewartet hatte, dass sie fertig werden würde.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 30.07.2019
Dienstag, 30. Juli 2019
Die Keeper brauchen sich normalerweise keine Sorgen zu machen, wenn Lima Lima dabei ist, denn sie läuft immer sehr geschäftig herum und warnt alle vor möglichen Gefahren. Heute verkrümelte sie sich allerdings in den Wald, nachdem sie ihre mittägliche Milch getrunken hatte, und kam wieder mit einer großen Herde wilder Elefanten heraus! Die Keeper waren vorsichtig, denn die wilden Elefanten waren unruhig, als sie die Menschen sahen, und machten viel Getröte. Lima Lima kollerte ihnen aber bestimmt zu – als ob sie ihnen erklären würde, dass das nicht irgendwelche bösen Menschen waren, sondern gute, die sich ihr Leben lang um sie gekümmert hatten. Und tatsächlich beruhigten sich die wilden Elefanten! Die Keeper staunten wieder einmal, wie großartig Lima Lima doch ist!
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 29.07.2019
Montag, 29. Juli 2019
Das Wetter war heute kalt und windig, und bei der Mittagsfütterung tranken die Waisen nur ihre Milch und gingen nicht baden. Lima Lima uns Shukuru soffen nur etwas Wasser aus der Tränke und gingen dann wieder zurück in den Wald. Dann schien aber Shukuru Faraja überreden zu wollen, doch noch einmal mit zum Wasserloch zu kommen. Faraja fand das Wasser aber zu kalt und ging lieber schnell zum Erdhaufen, um sich einzustauben. Shukuru ging am Nachmittag ihren eigenen Weg zu den Chyulu-Bergen, und auch Faraja und Ngasha verabschiedeten sich von den anderen. Sie haben sich jetzt gut an die Wildnis gewöhnt und waren auch schon ein paar Nächte draußen im Wald, sodass die Keeper ihnen die Freiheit lassen, dorthin zu gehen, wo sie auch immer hin wollen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 27.07.2019
Samstag, 27. Juli 2019
Faraja kam am Vormittag abhanden, und als es zur Mittagsfütterung ging, konnte er keinen seiner Freunde – nicht einmal seinen besten Kumpel Ziwa – finden, da sie alle schon aufgebrochen waren. Erst nachdem alle anderen ihre Flaschen ausgetrunken hatten, bemerkten die Keeper, dass er fehlte, und hoben seine Flasche für ihn auf. Nach einer Weile kam er laut trompetend angerannt, bekam seine Milch noch und schloss sich dann den anderen beim Saufen und beim Staubbad an.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 26.07.2019
Freitag, 26. Juli 2019
Mwashoti und Shukuru waren heute die ersten, die nach den morgendlichen Milchflaschen herauskamen. Draußen hatten die Keeper heute keine Pellets für die Waisen verteilt, sondern echtes Luzernenheu für sie gebracht. Ziwa und die anderen Jungs schnappten sich gleich einen ganzen Ballen und trugen das Heu auf dem Kopf davon, um in Ruhe davon zu fressen. Murera war damit aber nicht einverstanden; sie ging zusammen mit Sonje zu ihnen und holte das Heu wieder zurück, damit alle zusammen davon futtern konnten.

