Dienstag, 21. Mai 2019
Heute zeigte Lima Lima wieder einmal, wie sehr sie sich um ihre Keeper sorgt. Als die Waisen und Keeper im Wald von einer Herde wilder Elefanten überrascht wurde, rannten die Keeper davon, um ihnen aus dem Weg zu gehen. Dabei fiel einer von ihnen hin und rief um Hilfe. Lima Lima war sofort bei ihm und tätschelte ihn mit dem Rüssel, als ob sie ihn beruhigen wollte und versichern wollte, dass die anderen Keeper gleich da sein würden. Sie trompetete laut, um ihnen zu zeigen, wohin sie kommen mussten. Der Keeper hatte sich am Auge verletzt, als er hingefallen war, und als die anderen ihm zu Hilfe kamen, machte Lima Lima ihnen Platz, damit er in ein Fahrzeug gebracht und zum Krankenhaus gefahren werden konnte. Als die Waisen dann am Abend zur Auswilderungsstation zurückkamen, ging Lima Lima von einem zum anderen, weil sie den verletzten Keeper nicht finden konnte – noch bevor sie sich ihrer Milchflasche widmete! Schließlich begann sie dann doch, ihre Milch zu trinken, aber sie schaute sich weiter um, ob er nicht irgendwo auftauchen würde.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 19.05.2019
Sonntag, 19. Mai 2019
Faraja war am Morgen so voller Tatendrang, dass er sich gar nicht weiter um die Luzernenheupellets kümmerte; er schnappte sich nur einen Rüsselvoll und ging damit in den Wald. Shukuru lief ihm hinterher, sodass die Keeper sich beeilen mussten, die beiden nicht aus den Augen zu verlieren! Im Wald kam dann Faraja zurück zur Waisenherde, aber von Shukuru war keine Spur. Die Keeper fingen an, nach ihr zu suchen, und nach kurzer Zeit trafen sie auf Zongoloni und Lima Lima, die sie gefunden hatten und zu den anderen zurück brachten. Sonje und Quanza waren so mit Spielen und Herumrollen beschäftigt, dass sie gar nicht gemerkt hatten, dass die Mädchen weg gewesen waren.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 18.05.2019
Samstag, 18. Mai 2019
Die Waisen bekamen heute Besuch von dem Bullen, mit dem Faraja und Ziwa am Vortag unterwegs gewesen waren. Als sie ihren wilden Freund sahen, gingen sie direkt zu ihm. Er nahm sie wieder mit und zeigte ihnen, was man als Elefant alles können muss, um in der Wildnis zu überleben. Das ist eine wichtige Zeit für die jungen Waisenbullen, und es ist toll zu sehen, wie sie langsam unabhängiger werden und sich weiter in die Wildnis hinaus trauen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 17.05.2019
Freitag, 17. Mai 2019
Nach der Mittagsfütterung machten sich Ziwa, Ngasha und Faraja davon, um ihre wilden Freunde zu suchen. Ngasha kam gegen 15 Uhr zur Waisenherde zurück, aber Ziwa und Faraja hatten offenbar einen wilden Bullen am Rande der Chyulu-Berge gefunden, mit dem sie etwas mehr Zeit verbrachten. Sie tauchten schließlich wieder auf, als es am Abend Zeit war, zur Auswilderungsstation zurückzukehren.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 16.05.2019
Donnerstag, 16. Mai 2019
Einige der Waisen konnten am Morgen gar nicht schnell genug in den Wald hinaus kommen und kümmerten sich nicht einmal um die Luzernenheupellets. Shukuru und Lima Lima dagegen futterten genüsslich und wollten gar nicht los, sodass sie schließlich angeschoben werden mussten, damit sie Sonje und Ziwa folgten. Die Affen machten schreiende Geräusche in den Bäumen, und Ziwa und Faraja schlugen lieber eine andere Richtung ein. Murera und Mwashoti schienen sich auch einschüchtern zu lassen – sie kamen zu den Keepern zurück und liefen hinter ihnen her. Als sie weit genug von den Affen weg waren, entspannten sich die Waisen wieder und gingen ihrem Tagewerk nach: grasen und mittags im Matsch wälzen und ihre Milch leeren.

