Sonntag, 9. Mai 2021
Als die Waisen am Nachmittag auf dem Heimweg waren schloss sich ihnen Ziwa an, und er brachte einen sehr großen wilden Bullen mit! Die meisten der Waisen waren schon zurück an den Stallungen, aber die Auswilderer um Zongoloni hingen noch eine Weile draußen herum. Der große Bulle, den die Keeper schon einmal aus der Ferne gesehen hatte, traute sich nicht zu nahe an die Menschen, aber Zongoloni interessierte ihn sehr! Jasiri versuchte, ihn von ihr fern zu halten, hatte aber wenig Erfolg. Also versuchte er es mit einer neuen Taktik: er lockte Zongoloni ins Gebüsch, weg von dem Bullen, und schlich sich mit ihr zurück zun den Stallungen. Dort waren aber alle schon in ihren Gehegen, und nachdem sie eine Weile nichts mehr von dem wilden Bullen gehört hatten, verschwanden Jasiri und Zongoloni wieder im Wald.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 08.05.2021
Samstag, 8. Mai 2021
Ngasha hat vor sich einer Weile beim Gerangel mit seinen wilden Artgenossen das Bein etwas verletzt, und nachdem der Tierarzt es behandelt hat, heilt es nun wieder. Er bleibt allerdings zurzeit in der Nähe der Waisenherde und der Auswilderungsstation. Lima Lima freut sich, dass er häufig in der Nähe ist; das bedeutet allerdings, dass sie gerade regelmäßig zwischen Luggard, der ein wenig langsamer ist als die anderen, und Ngasha, der meist ganz vorne mit dabei ist, hin und her rennt. Aber sie ist auch schlau: abends begleitet sie häufig Luggard, wenn er etwas früher als die anderen nach Hause zurück kommt – denn sie weiß, dass sie dann ihre Milchflasche früher als die anderen bekommt!
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 07.05.2021
Freitag, 7. Mai 2021
Murera ist zwar die Leitkuh der Waisenherde, aber auch sie hat manchmal ihre albernen Seiten! Als die Waisen heute ihre Milchflaschen geleert hatten und schlammbadeten, sich kratzten oder spielten, passte Lima Lima auf Luggard auf, sodass Murera gerade nichts zu tun hatte. Sie schlich um das Fahrzeug herum, das die Milch bringt, und fing an, auf der Ladefläche nach noch vollen Flaschen zu suchen. Einer der Keeper hörte die Geräusche, und da er dachte, dass sich vielleicht ein Pavian hinein verirrt haben könnte, lief er schnell hin – und erwischte Murera! Diese erschrak, und es war ihr wohl auch etwas peinlich, dass sie ertappt worden war, und so rannte sie trötend davon. Als sie sich dann in einer Ecke des Waldes wiederfand, in der keiner der anderen Waisen zu sehen war, trompetete sie hilfesuchend weiter, und Lima Lima eilte sofort in die Richtung, aus der das Getröte zu hören war. Nach ein paar Minuten kamen die beiden dann beruhigt wieder zurück zu Luggard, auf den die Keeper in der Zwischenzeit aufpassten.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 06.05.2021
Donnerstag, 6. Mai 2021
Lima Lima war am Morgen diejenige, die auf Luggard aufpasste, und sie schaute ihm zu, wie er Wasser aus der Tränke soff. Ein paar Minuten später tauchten die Auswilderer auf, die sehr durstig zu sein schienen und auch geradewegs zur Tränke marschierten. Lima Lima freute sich, sie zu sehen, und begrüßte alle ausführlich. Als sie wieder aufbrechen wollte, trompetete sie ihnen hinterher, was sie offenbar dazu veranlasste, doch noch zu bleiben. So begleiteten sie die Waisenherde den ganzen Morgen beim Grasen. Die älteren Jungs beschäftigten sich viel mit Luggard, dem das auch sehr zu gefallen schien. Mittags machten sich die unabhängig werdenden Waisen wieder auf den Weg – nur Zongoloni blieb noch da, um ihrer besten Freundin Enkesha und Lima Lima und Luggard Gesellschaft zu leisten. Als die Waisenherde dann gegen 17 Uhr wieder zurück zur Auswilderungsstation ging, verabschiedete auch sie sich und folgte ihren Freunden.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 04.05.2021
Dienstag, 4. Mai 2021
Shukuru setzt sich gern einmal von der Herde ab, und heute war sie plötzlich verschwunden, als die Waisen am Abend zuhause ankamen! Normalerweise kommt sie ganz am Ende der Herde – wenn sie nicht voran geht – aber als heute alle in ihre Gehege gegangen waren, bemerkten die Keeper, dass ihres leer war und ihre Milchflasche unangetastet darin stand. Sie schauten draußen nach, ob sie vielleicht irgendwo ins Gebüsch abgebogen war, aber sie konnten sie nicht finden. Also gingen die Keeper in kleinen Gruppen von zwei bis drei Mann den Weg, den die Herde gekommen war, zurück, und riefen dabei nach Shukuru. Da tauchte Ngasha aus dem Gebüsch auf, und er merkte offenbar, dass die Keeper Shukuru suchten, denn er führte ein paar von ihnen zu der Stelle, an der sie ganz unbekümmert Grün futterte! Sie schien gar nicht mitbekommen zu haben, was für eine Unruhe sie schon verursacht hatte; aber sie freute sich offenbar, die Keeper zu sehen und kam bereitwillig mit zurück zu den Stallungen. Dort wurde sie begeistert von den anderen mit Trompeten und Umrüsselungen empfangen.

