Donnerstag, 13. August 2020
Ein wilder Bulle stand am Abend zur Tränke an der Auswilderungsstation, gerade als die Waisen nach Hause kamen. Lima Lima ging ganz vorn, und als sie den Bullen sah, machte sie erst einmal kehrt, um Murera und Luggard zu warnen. Murera ließ Luggard dann in der Obhut der Keeper und ging zusammen mit Lima Lima zur Tränke – die Ohren aufgestellt und laut trompetend, um den wilden Elefanten zu warnen! Er machte sich schnell in die Büsche davon, sodass die Waisen in Ruhe ihren Durst löschen konnten, bevor sie es sich in ihren Gehegen gemütlich machten.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 12.08.2020
Mittwoch, 12. August 2020
Es hat nun seit einer Weile nicht mehr so richtig geregnet im Kibwezi-Wald, und die Trockenzeit ist in vollem Gange. Dadurch kommen jetzt wieder viele wilde Elefantenherden aus den Chyulu-Bergen herunter, um Wasser zu saufen. Das gibt den Waisen – vor allem den auswildernden – Gelegenheit, viele neue Freundschaften zu schließen. Heute kam Alamaya mit einer wilden Kuh, die er kennengelernt hatte, und ihren kleinen Kälbern zu den Keepern, um seine neue Bekanntschaft vorzustellen! Die Keeper lobten ihn und zeigten ihm, wie stolz sie auf ihn sind, dass er sich so schnell zu einem unabhängigen jungen Bullen entwickelt.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 11.08.2020
Dienstag, 11. August 2020
Von den auswildernden Waisen kamen heute nur Alamaya und Zongoloni zu Besuch, die anderen tauchten den ganzen Tag nicht auf – die vier Jungs genießen offenbar ihre Freiheit in vollen Zügen! Zongoloni war wieder viel mit Enkesha beschäftigt und zeigte ihr, wo die leckersten Zweige zu finden sind. Die beiden Mädchen verstehen sich weiterhin prima.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 10.08.2020
Montag, 10. August 2020
Am Morgen besuchte eine wilde Elefantenkuh mit ihrem frisch geborenen Kalb das Wasserloch. Das Baby schien erst wenige Tage alt zu sein und war noch ein wenig wackelig auf den Beinen. Es versteckte sich unter dem Bauch seiner Mutter, als es die Waisen kommen sah. Enkesha war begeistert, als sie das kleine Kalb sah; sie dachte offenbar, sie hätte einen neuen Spielkameraden gefunden und rannte auf die beiden zu, sodass das Baby eilig im Gebüsch verschwand, gefolgt von seiner Mutter. Den beiden waren die übermütigen Waisen offenbar nicht ganz geheuer!
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 09.08.2020
Sonntag, 9. August 2020
Zongoloni und ihre Kollegen kamen von ihrem nächtlichen Ausflug mit ein paar wilden Elefanten zurück. Mwashoti, der es als erster gemerkt hatte, trompetete laut und machte so die Keeper darauf aufmerksam. Ziwa, der sich gerade mit einem der wilden Bullen den Waise nähern wollte, machte kehrt, als er das Trompeten hörte; vielleicht wollte er die Waisen nicht zu sehr beunruhigen und erklärte seine Freund, dass es wohl besser wäre, wenn er nicht zu nahe käme. Dieser hatte sich wohl auch ein wenig erschrocken und zog sich – ebenfalls trötend – zurück, sodass die Waisen und ihre Keeper nicht gestört wurden.

