Montag, 3. August 2020
Bei der mittäglichen Milchfütterung tauchten zwei wilde Bullen auf, was zu ein wenig Verunsicherung unter den Waisen führte. Mwashoti und Zongoloni trompeteten und ließen die Keeper und Murera damit wissen, dass sie sich zurückhalten und auf Luggard aufpassen sollten, falls die Bullen sich als unfreundlich erweisen würden. Lima Lima und Sonje standen bei den Keepern Wache, und Alamaya beschloss, einen der Bullen zu einem kleinen Ringkampf herauszufordern. Er suchte sich den kleineren der beiden aus, aber merkte bald, dass er auch noch viel zu groß für ihn war! Also zog er sich schnell wieder zur Waisenherde zurück. Die Bullen soffen aber nur etwas Wasser aus der Tränke und gingen dann wieder ihrer Wege, ohne für weitere Unruhe zu sorgen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 02.08.2020
Sonntag, 2. August 2020
Murera kümmert sich weiterhin wie eine Mutter um Luggard. Abends, wenn es Zeit wird, zur Auswilderungsstation zurückzukehren, machen die beiden sich mit ein paar Keepern schon vor den anderen auf den Weg, da Murera weiß, dass Luggard immer etwas länger braucht.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 02.08.2020
Sonntag, 2. August 2020
Shukuru geht es zurzeit prächtig, und sie sieht besser aus als je zuvor, seit sie in Umani Springs angekommen ist! Die Medikamente, die sie in letzter Zeit bekommen hat, scheinen sehr gut gewirkt zu haben; sie legt an Gewicht zu und hat auch einen gesunden Appetit. Heute wälzte sie sich ausgiebig im Matsch. Sie rollte sich herum und spielte mit dem Schlamm, bevor sie zum Staubbad überging. Den allzu ruppigen Jungs geht sie noch immer aus dem Weg, aber heute nahm sie nach dem Einstauben Enkesha mit, und die beiden kratzten sich genüsslich an einem Baum am Waldrand.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 01.08.2020
Samstag, 1. August 2020
Alamaya nähert sich weiter dem Punkt, an dem er wohl auswildern wird. Er wird schon langsam zu groß, um sich weiterhin das Gehege mit Murera zu teilen; morgens ist er immer einer der ersten, die herauskommen, leert schnell seine Milchflasche und kann es dann kaum erwarten, im Wald herum zu stromern. Dort verbringt er jetzt viel Zeit mit seinen schon ziemlich unabhängigen Freunden, vor allem mit Ziwa und Zongoloni. Die Keeper behalten ihn gut im Auge, denn einerseits wollen natürlich, dass er bald wieder ein freies Leben in der Wildnis führen kann, aber andererseits sollte er auch nichts überstürzen. Es zieht sich normalerweise eine ganze Weile hin, bis ein Waisenelefant komplett ausgewildert ist, und auch die anderen haben sich erst nach und nach an die Wildnis gewöhnt.
Die Waisen im November
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: November 2020
Der November ist immer geprägt von der Vorfreude und Erwartung auf die kurze Regenzeit, die normalerweise um diese Zeit beginnt. So durchwachsen wie das Wetter in Nairobi war auch die Laune der Waisenelefanten diesen Monat! An manchen Tagen konnten sie vom Spielen im Matsch und den neuen Pfützen nicht genug bekommen, aber wenn es zu kalt und regnerisch war, wollten sie kaum ihre gemütlichen, mit Heubetten ausgestatteten Ställe verlassen. „Die Waisen im November“ weiterlesen

