Waisenblogs-Beitrag Nursery, 12.04.2019

Freitag, 12. April 2019
Mukkoka wird immer kräftiger, und manchmal kann er auch ein wenig ruppig werden. Er ist ein kleiner Dickkopf und hört nicht immer auf die Keeper und die älteren Waisen. Zum Beispiel kann er es gar nicht leiden, wenn Kiombo, der älter ist als er, zuerst bei der Schubkarre mit der Milch ankommt. Wenn Kiombo ihn überholt, schubst er ihn und trompetet laut los, um ihn weg zu scheuchen. Kiombo hat sich trotzdem gut im Waisenhaus eingelebt. Manchmal macht er sein eigenes Ding, und man kann ihn auf eigene Faust grasen sehen. Meistens ist er aber mit Kuishi und Malima unterwegs, die die frechen Jungs wie Mukkoka von ihm fernhalten.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 03.04.2019

Mittwoch, 3. April 2019
Kuishi macht sich immer über die verschüttete Milch in der Schubkarre, mit der die Flaschen gebracht werden, her und will sie sich mit niemandem teilen. Die Keeper hatten es heute nicht leicht bei der Fütterung, weil sie ständig an der Schubkarre im Weg stand. Sie versuchte auch alles, um die anderen Waisen fern zu halten; Kiombo stand daneben und wartete auf seine Flasche, aber Kuishi versuchte immer wieder, nach ihm auszutreten, während die Keeper um sie herum manövrieren mussten.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 01.04.2019

Montag, 1. April 2019
Tagwa kennt Sattaos Stimme sehr gut; wann immer er schreit oder ruft, antwortet sie, egal wie weit weg er gerade ist! Heute waren die Waisen alle bunt durcheinander gemischt im Wald, und Tagwa, Sagala, Kuishi und Jotto standen einige Meter weg von der großen Gruppe. Mapia schubste Sattao, als sie sich um einen grünen Zweig stritten, und Sattao bellte laut auf. Tagwa hörte es und war sofort zur Stelle. Der arme Mapia, der noch immer neben Sattao stand, bekam seinen Zweig abgenommen, und Tagwa überreichte ihn Sattao wieder, als die beiden davon gingen.

Die Waisen im Juni

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Juni 2019

 

Im Juni haben wir uns von 5 weiteren Nairobi-Waisen verabschiedet: Jotto, Ambo, Tagwa, Sagala und Emoli haben das allseits bekannte Lkw-Gewöhnungstraining durchlaufen und während Jotto und Ambo anschließend in die Auswilderungsstation nach Ithumba umgezogen sind, wird das neue Zuhause von Tagwa, Sagala und Emoli in Zukunft Voi sein. Nach der Regenzeit ist der ideale Zeitpunkt für diesen Teil des Auswilderungsprozesses, weil dann der Nationalpark Tsavo-Ost, wo sich unsere Auswilderungsstationen befinden, nicht ganz so unbarmherzig heiß und karg ist. Genauso wie alle anderen Elefantenwaisen, werden auch sie noch einige Jahre in menschlicher Obhut bleiben müssen, schon allein, weil sie noch Milch brauchen, aber der Anfang ist gemacht. „Die Waisen im Juni“ weiterlesen

Die Waisen im Mai

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Mai 2019

 

Nach vier Wochen Vorbereitung verabschiedeten wir Malima, Kuishi und Mapia am 31. Mai nach Ithumba, eine unserer Auswilderungsstationen im Nationalpark Tsavo-Ost. Das Trio sollte umziehen, sobald es genug geregnet hatte und es in Tsavo wieder genug Futter gab. Malima und Kuishi sind gute Freunde und haben jetzt ein Alter erreicht, in dem sie frecher werden und nicht mehr auf die Keeper hören, weil sie keine Angst mehr vor Strafen haben. Daher wurde es Zeit für sie, sich in die Obhut von älteren Elefanten gegeben zu werden, die sie nicht so leicht ignorieren konnten!

 

Mapia ist mittlerweile ein unabhängiger junger Bulle, der mit allen gut auskommt. Während des Trainings, bei dem er üben musste, über die Rampe in den Umzugs-Lkw zu steigen, hat er sich mit den beiden Kühen Malima und Kuishi angefreundet. Bis zum Umzug wurden sie häufig in ihrer kleinen Gruppe beobachtet, und kurz vor der Milchfütterung stahlen sie sich vom Rest der Herde davon und warteten beim Lkw auf ihre Flaschen. Die Verabschiedung ist immer bittersüß, aber wir sind froh, daß unsere Schützlinge eine zweite Chance auf ein Leben in der Wildnis bekommen haben und wünschen ihnen nur das Allerbeste. „Die Waisen im Mai“ weiterlesen