Die Waisen im November

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: November 2018

 

Unser letzter Neuzugang diesen Monat ist zwar winzig, hat aber trotzdem schon das Zepter in der Hand! Klein Maarifa ist ein Breitmaulnashornbaby aus dem Nashornschutzgebiet im Meru Nationalpark, wo der David Sheldrick Wildlife Trust im letzten Jahr auch die Arbeit aufgenommen hat. Die örtlichen Wildhüter hatten das Kalb aus dem Schlamm geborgen und danach zwei Tage lang versucht, es zu seiner Mutter zurückzuführen – leider ohne Erfolg. Maarifa hat sich sehr schnell in der Nairobi Nursery eingelebt. Breitmaulnashörner sind sehr friedfertige und freundliche Tiere, und so hatte sie schnell das Herz aller Keeper und Elefanten erobert. Seit sie bei uns ist, füllen sich die Seiten im Monatsbericht mit kleinen Geschichten zu ihren Streichen. Es passiert zum Beispiel häufiger, daß sie im Schweinsgalopp in den Busch davon rennt, und die Keeper dürfen sie keine Sekunde aus den Augen lassen! Am Ende eines jeden Gallops, läßt sie sich zu Boden plumpsen und muss erst einmal ein Nickerchen halten. Maarifa wird wie alle Nashornwaisen vor ihr getrennt von den Elefanten aufgezogen werden, aber sie werden sich sicher dann und wann im Wald begegnen. Im Moment wohnt sie im Nachbarstall von Maktao, und die beiden sind sich offenbar sehr sympathisch.

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Waisenblogs-Beitrag Nursery, 31.10.2018

Mittwoch, 31. Oktober 2018
Kuishi und Sagala sind Gehegenachbarn und gute Freunde, aber wenn es um die Milchflaschen geht, ist jede sich selbst die nächste! Bei der 9-Uhr-Fütterung hatte heute Kuishi als erste ihre Milch ausgetrunken und versuchte, noch an ein paar Tropfen von Sagalas Milch heranzukommen. Sagala protestierte und drehte sich im Kreis, damit Kuishi nicht an ihre Flasche kam. Auch für eine Freundin ist bei der Milch nichts abzugeben!

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 25.10.2018

Donnerstag, 25. Oktober 2018
Bei der Milchfütterung um 9 Uhr zeigte sich wieder Kuishis gierige Seite. Nachdem sie ihre Flasche geleert hatte, wollte sie nicht zur Seite gehen, sondern blieb neben der Schubkarre stehen. Plötzlich schnappte sie sich eine leere Flasche und steckte sie in den Mund, um die letzten Reste Milch, die noch darin sein könnten, zu schlecken. Die Keeper schimpften, und sie ließ die Flasche fallen – allerdings nur, um etwas verschüttete Milch in der Schubkarre aufzuschlecken! Die Keeper manövrierten sie schließlich woanders hin, bevor sie noch auf die Idee kam, die ganze Schubkarre umzustoßen.