Donnerstag, 2. April 2020
Die kleine Ziwadi hat immer noch nicht so recht gelernt, mit ihrem Rüssel umzugehen, vor allem, wenn es darum geht, Wasser zu saufen. Sie saugt das Wasser nicht mit dem Rüssel ein und lässt es dann in den Mund laufen wie andere Elefanten, sondern steckt einfach den Kopf ins Wasser und nimmt ein paar Schlucke. Beim Schlammbad ist sie auch nicht gerade zielsicher, sich mit Matsch zu bewerfen, und spritzt überall herum – nur nicht auf ihren eigenen Rücken! Am Ende legt sie sich einfach hin und wälzt sich herum, um sich mit Schlamm zu bedecken. Es ist sehr spaßig, ihr dabei zuzuschauen, wie sie mit diesem komischen Körperteil umzugehen lernt. Auch Larro hat noch so ihre Schwierigkeiten, ihren Rüssel zum Saufen zu benutzen, und auch sie trinkt das Wasser meist direkt mit dem Mund. Im Gegenteil zu Ziwadi kann sie aber schon ganz gut das schlammige Wasser auf ihrem Rücken und hinter den Ohren verteilen. Die Keeper glauben manchmal, dass sie einfach nur keine Lust hat, Wasser mit dem Rüssel zu saufen. Zum Fressen verwenden die beiden Mädchen ihre Rüssel aber schon sehr gut; draußen im Wald greifen sie damit fleißig nach dem Grün an den Büschen und Zweigen an Bäumen.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 01.04.2020
Mittwoch, 1. April 2020
Nach der Mittagsfütterung schien sich Tagwa mit ein paar Freunden selbstständig machen zu wollen. Sie schlich herum und sammelte Sattao, Kiasa, Kiombo, Nabulu, Enkesha, Larro, Mukkoka und Naleku ein. Während die Keeper noch mit ihrem Mittagessen beschäftigt waren, verschwand sie plötzlich mit ihnen im Gebüsch. Die Keeper bekamen es gerade noch rechtzeitig mit und riefen ihr und den anderen hinterher. Tagwa zog den Kopf ein und sah aus, als wäre es ihr peinlich, auf frischer Tat ertappt worden zu sein! Es blieb ihr nichts anderes mehr übrig als mit ihren Getreuen zurück zu den Keepern und der Herde zu kommen. Als die Keeper fertig gegessen hatten, sammelten sie dann alle zusammen und gingen mit ihnen zurück in den Wald.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 31.03.2020
Dienstag, 31. März 2020
Larro, Ziwadi und Maktao sind Stallnachbarn, und sie verstehen sich alle drei sehr gut. Als Ziwadi heute Morgen herausgelassen wurde, wartete sie draußen auf Maktao und Larro. Als die beiden ebenfalls herauskamen, folgte sie ihnen zufrieden hinaus in den Wald; sie machte keine Anstalten, sich davon zu schleichen und ihrer eigenen Wege zu gehen. Bald hatten die drei die Waisenherde eingeholt. Sie verbrachten den ganzen Tag zusammen, grasten und kamen auch gemeinsam zur Milchfütterung. Es ist schön zu sehen, wie Ziwadi jetzt mehr mit den anderen Waisen unterwegs ist und nicht mehr ganz allein umher stromert.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 28.03.2020
Samstag, 28. März 2020
Am Morgen war es kalt, denn in der Nacht hatte es heftig geregnet. Als die Waisen herauskamen, wollten sie nicht so recht in den Wald hinaus, und einige versuchten, wieder in ihre Ställe zurück zu laufen. Sie wurden aber enttäuscht, denn die Keeper hatten die Tore inzwischen schon geschlossen. Ziwadi machte sich nichts daraus und spielte fröhlich mit dem Wasser in einer der Wassertonnen. Sie sah so begeistert aus, dass Maktao und Larro auch mitmachen wollten. Als sie aber gerade zu der Wassertonne kamen, waren auch schon die Keeper da, um die Waisen mit hinaus in den Wald zu nehmen. So blieb ihnen keine Zeit, auch noch im Wasser zu planschen.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 23.03.2020
Montag, 23. März 2020
Tagwa kam am Morgen aus ihrem Gehege und ging schnurstracks zu Rohos Stall, um nach ihm zu sehen. Sie fand ihn in Gesellschaft von Kiasa, Larro und Kiombo und schloss sich ihnen auf dem Weg hinaus in den Wald an. Dort schien sich Kiasa nicht so recht wohlzufühlen bei dem Gedanken, die jüngeren Waisen unbeaufsichtigt zu lassen, aber als sie sah, dass Roho und Naleku bei den anderen älteren Mädchen waren, war sie beruhigt. So konnte sie ohne Bedenken herumwuseln und sich das leckerste Grün zusammensuchen.

