Montag, 30. November 2020
Am Morgen sah es so aus, als ob es bald regnen würde, aber so richtig fing es doch nicht an. Die Waisen gingen wie üblich hinaus in den Wald, und Kiasa und Maktao verwickelten sich in einen kleinen Ringkampf, um sich aufzuwärmen. Sie streckten die Rüssel in die Höhe und schoben sich gegenseitig vor und zurück. Es sah sehr lustig aus, und nach einer Weile waren sie so begeistert von ihrem Spiel, dass sie nacheinander laut trompeteten. Das erschreckte Bondeni und Naleku, und die beiden kamen neugierig herbei, um zu sehen, was hier los war. Schließlich begannen auch sie zu spielen; sie rannten begeistert im Gebüsch herum und schubsten sich dabei gegenseitig ein wenig. Vermutlich kam es ihnen auch gelegen, dass sie sich dabei ein wenig aufwärmten. Schließlich kehrten sie wieder zur Herde zurück, die sich schon für die Milchfütterung bereit machte.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 25.11.2020
Mittwoch, 25. November 2020
Maktao ist nicht nur ein freundlicher Junge, der als einer der älteren Bullen immer nett zu den kleinen Babys ist, sondern auch ein wunderbares Vorbild für den kleinen Roho. Er kümmert sich rührend um seinen kleinen Artgenossen und manchmal auch sehr gut um Olorien. Wenn sie morgens zusammen im Wald grasen, passt Maktao auch auf, dass er gewisse andere kleine Elefanten meidet, wie die Jungs, die herumstänkern wollen, wie Naboishu, oder auch Kiasa bei der Milchfütterung. Draußen im Busch hält Maktao immer erst einmal Ausschau nach Roho, und wenn er auf ihn zukommt, begrüßen sich die beiden mit freundlichem Kollern.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 20.11.2020
Freitag, 20. November 2020
Gegen 5 Uhr morgens fing es an, sehr heftig zu regnen, was den Waisen gar nicht gefiel. Maktao, Naboishu, Nabulu, Larro und Mukkoka verkrochen sich in den hintersten Ecken ihrer Gehege. Gegen 6 Uhr hatte der Regen immer noch nicht nachgelassen, und die Keeper beschlossen schließlich, die Tore zu öffnen und zu sehen, wer von den Waisen sich heraus trauen würde und wer nicht. Mukkoka, Maktao und Naboishu schienen es vorzuziehen, draußen im Regen zu warten anstatt in ihren Gehegen. Da die meisten anderen noch nicht herauskommen wollten, blieben sie in der Nähe der Stallungen und futterten von dem Grün, das dort wächst. Gegen 7 Uhr ließ der Regen dann endlich nach, und die anderen trauten sich auch heraus. Als dann später die Sonne herauskam, wälzten sich viele der Waisen in den Schlammpfützen im Wald und ließen sich erst zur 11-Uhr-Milch von ihren Spielen abbringen.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 15.11.2020
Sonntag, 15. November 2020
Im Waisenhaus gibt es nicht nur eine Mini-Leitkuh, sondern auch einen Mini-Leitbullen! Maktao, der ein sehr freundlicher kleiner Bulle ist, kümmert sich mit Vorliebe um die jüngeren Waisen der Herde. Vor der Nachmittags-Fütterung nahm er heute Kinyei und Olorien unter seine Fittiche und blieb die ganze Zeit an ihrer Seite. Er begleitete sie sogar zu ihren Milchflaschen. Die kleinen Babys mögen ihn alle und sind sehr gern mit ihm zusammen unterwegs.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 13.11.2020
Freitag, 13. November 2020
Maisha bewies heute wieder einmal, was für eine exzellente Mini-Matriarchin sie ist. Nach dem vielen Regen der letzten Tage gibt es nun im Wald jede Menge kleiner Schlammlöcher, und die Waisen planschen in einer Tour im Matsch herum – besonders die Spielkinder wie Bondeni! Er wälzte sich heute so wild im Schlamm, dass er in einem Loch steckenblieb und anfing um Hilfe zu rufen. Maktao kam als erster angerannt, gefolgt von Larro und Kiasa. Die drei schafften es aber nicht, ihn mit den Rüsseln aus dem Matsch zu ziehen. Maisha nahm sich der Sache an, und die anderen machten Platz für sie. Es war beeindruckend zu sehen, wie sie Bondeni langsam mit dem Fuß schob und gleichzeitig mit dem Rüssel anhob, und ihn so vorsichtig aus dem Schlammloch heraus bugsierte. Sie schaffte es komplett ohne Hilfe der Keeper! Als Bondeni draußen war, knuddelte sie ihn noch ein wenig und ließ ihn dann losrennen, damit er weiter spielen konnte. Erfahrungen wie diese werden ihr sehr zugute kommen, wenn sie einmal in der Wildnis lebt und sich ähnlichen Situationen gegenüber sieht.

