Die Waisen im Januar

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Januar 2021

Die Elefantenbabys in unserer Obhut zeigen täglich, wie sehr sie in der Lage sind, Liebe zu empfinden und zurückzugeben – sogar in diesem jungen und prägenden Alter! Obwohl sie aus verschiedenen Gegenden und Elefantenfamilien stammen, bilden sie enge Bindungen zu den anderen Waisen. Elefanten sind sehr gesellige Säugetiere und haben innerhalb ihrer Familien ausgeprägte Sozialstrukturen und Wertevorstellungen. Das scheint genetisch veranlagt, denn schon die Allerkleinsten haben diese Charaktereigenschaften. „Die Waisen im Januar“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 29.10.2020

Donnerstag, 29. Oktober 2020
Die Stimmung der Waisen leidet manchmal unter dem Wetter; genau wie die meisten Menschen auch sind sie an verregneten Tagen eher nicht so gut gelaunt! Heute Morgen war es wieder kühl und es gab ab und zu einen Schauer, und so grasten alle nur dicht bei den anderen, ohne dass viel gespielt wurde. Sie versuchten alle, sich gegenseitig warm zu halten, und nicht einmal die drei verspielten Jungs Maktao, Kiombo und Mukkoka wollen Ringkämpfe miteinander starten. Es wurde nur einmal kurz aufregend, als zwei männliche Impalas, die sich in einen Kampf verwickelt hatten, auftauchte und einigen Lärm machten. Olorien, Bondeni, Naleku, Roho, Naboishu, Larro, Mukkoka und Maktao hatten damit nicht gerechnet und tröteten und kollerten aufgeregt. Als die Impalas das hörten, machten sie sich schnell davon und die Keeper kamen eilig herbei, um die Waisen zu beruhigen und sicherzugehen, dass die Antilopen verschwunden waren. Maisha, Nabulu, Kiasa und Kiombo gingen kurz auf Patrouille und schnupperten überall herum, um sich zu vergewissern, dass nicht noch andere Tiere im Unterholz lauerten. Maisha und Nabulu ließen sogar ein lautes Trompeten als Warnung für andere Tiere los, bevor sie sich wieder ans Grasen machten.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 28.10.2020

Mittwoch, 28. Oktober 2020
Dank des ausgiebigen Regens der letzten Wochen haben sich inzwischen im ganzen Wald schöne Schlammlöcher gebildet, in denen sich die Waisen abkühlen können. Maktao nahm heute ein ausgedehntes Schlammbad, zusammen mit Naleku und Roho und einigen anderen. Maktao ließ sogar Naleku auf sich herum krabbeln. Roho, der Experte für Klettertouren auf seinen Freunden, gesellte sich sofort dazu, machte dann aber bei Maisha weiter, als diese auch dazukam. Schließlich versuchte auch noch Naboishu, auf Maktao zu klettern, aber da er deutlich schwerer ist, stand Maktao lieber schnell auf und ließ Naboishu in den Matsch rutschen. Dieser planschte kurz darin herum und kam dann wieder heraus.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 23.10.2020

Freitag, 23. Oktober 2020
Die Waisen hatten am Morgen Hummeln im Hintern, als sie herauskamen. Maktao fing an, Mukkoka, Kiombo und Larro an den Stallungen hinterher zu jagen; wann immer eines von ihnen stehenblieb, rannte er wieder hinterher. Maisha ging inzwischen mit Bondeni, Kindani und Kinyei zu Tor von Maxwell, um das Nashorn zu begrüßen. Bondeni, der auch ein kleines Spielkind ist, tat so, als wolle er auf Maxwell los jagen und rannte dann wieder davon. Maisha passte natürlich gut auf, dass Bondeni sich dabei nicht wehtat. Als Max sich dann zu seinen Luzernenheupellets davon machte, sammelte Maisha ihre Schützlinge zusammen und machte sich mit ihnen auf den Weg hinaus in den Wald. Kiasa war unbemerkt schon einmal voraus gegangen, und als sie im Wald ankam und merkte, dass niemand hinterher kam, fing sie an zu kollern und laut zu tröten. Maisha hörte das, antwortete mit tiefem Kollern und eilte ihr hinterher. Kiasa kam aus dem Gebüsch, und die ganze Herde trompetete erfreut, dass sie wieder da war; danach gingen dann alle gemeinsam in den Wald und fingen an zu grasen.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 22.10.2020

Donnerstag, 22. Oktober 2020
Es vergeht kein Tag, an dem nicht Kiombo und Maktao miteinander rangeln. Obwohl Maktao ein sehr freundlicher kleiner Bulle ist, liebt er doch die Ringkämpfe mit seinen Freunden, vor allem mit seinem Gehegenachbarn Kiombo. Am liebsten würde Maktao den ganzen Tag spielen, aber Kiombo hat manchmal auch genug und zieht sich dann zurück, um eine Pause einzulegen. Manchmal werden ihre Ringkämpfe auch von Mini-Leitkuh Maisha oder ihrer Gehilfin Nabulu unterbrochen. Heute war es Nabulu, die die beiden trennte und dafür sorgte, dass sie auch noch genug futterten. So machten sie sich nicht weit von ihr entfernt ans Grasen. Maktao kümmert sich aber auch wunderbar um die kleineren Babys, wenn die älteren Kühe gerade beschäftigt sind oder etwas weiter weg grasen. Er hat sogar dem kleinen Bondeni schon beigebracht, auf den Rücken der anderen herum zu klettern, wenn diese sich auf den Boden gelegt haben!