Montag, 1. April 2019
Tagwa kennt Sattaos Stimme sehr gut; wann immer er schreit oder ruft, antwortet sie, egal wie weit weg er gerade ist! Heute waren die Waisen alle bunt durcheinander gemischt im Wald, und Tagwa, Sagala, Kuishi und Jotto standen einige Meter weg von der großen Gruppe. Mapia schubste Sattao, als sie sich um einen grünen Zweig stritten, und Sattao bellte laut auf. Tagwa hörte es und war sofort zur Stelle. Der arme Mapia, der noch immer neben Sattao stand, bekam seinen Zweig abgenommen, und Tagwa überreichte ihn Sattao wieder, als die beiden davon gingen.
Die Waisen im Juni
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Juni 2019
Im Juni haben wir uns von 5 weiteren Nairobi-Waisen verabschiedet: Jotto, Ambo, Tagwa, Sagala und Emoli haben das allseits bekannte Lkw-Gewöhnungstraining durchlaufen und während Jotto und Ambo anschließend in die Auswilderungsstation nach Ithumba umgezogen sind, wird das neue Zuhause von Tagwa, Sagala und Emoli in Zukunft Voi sein. Nach der Regenzeit ist der ideale Zeitpunkt für diesen Teil des Auswilderungsprozesses, weil dann der Nationalpark Tsavo-Ost, wo sich unsere Auswilderungsstationen befinden, nicht ganz so unbarmherzig heiß und karg ist. Genauso wie alle anderen Elefantenwaisen, werden auch sie noch einige Jahre in menschlicher Obhut bleiben müssen, schon allein, weil sie noch Milch brauchen, aber der Anfang ist gemacht. „Die Waisen im Juni“ weiterlesen
Die Waisen im Mai
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Mai 2019
Nach vier Wochen Vorbereitung verabschiedeten wir Malima, Kuishi und Mapia am 31. Mai nach Ithumba, eine unserer Auswilderungsstationen im Nationalpark Tsavo-Ost. Das Trio sollte umziehen, sobald es genug geregnet hatte und es in Tsavo wieder genug Futter gab. Malima und Kuishi sind gute Freunde und haben jetzt ein Alter erreicht, in dem sie frecher werden und nicht mehr auf die Keeper hören, weil sie keine Angst mehr vor Strafen haben. Daher wurde es Zeit für sie, sich in die Obhut von älteren Elefanten gegeben zu werden, die sie nicht so leicht ignorieren konnten!
Mapia ist mittlerweile ein unabhängiger junger Bulle, der mit allen gut auskommt. Während des Trainings, bei dem er üben musste, über die Rampe in den Umzugs-Lkw zu steigen, hat er sich mit den beiden Kühen Malima und Kuishi angefreundet. Bis zum Umzug wurden sie häufig in ihrer kleinen Gruppe beobachtet, und kurz vor der Milchfütterung stahlen sie sich vom Rest der Herde davon und warteten beim Lkw auf ihre Flaschen. Die Verabschiedung ist immer bittersüß, aber wir sind froh, daß unsere Schützlinge eine zweite Chance auf ein Leben in der Wildnis bekommen haben und wünschen ihnen nur das Allerbeste. „Die Waisen im Mai“ weiterlesen
Malima, Kuishi und Mapia ziehen nach Ithumba um

Jetzt, wo die mildere Jahreszeit gekommen ist und es nach einigem Regen wieder grüner geworden ist, ist eine günstige Zeit, um wieder einmal Waisen aus Nairobi in die Auswilderungsstationen nach Tsavo zu bringen. Den Anfang sollten die etwas älteren Elefanten machen – und als allererstes die etwas frecheren: Malima, Kuishi und Mapia! Um die Umzugskandidaten rechtzeitig an das Prozedere zu gewöhnen und den Umzugstag nicht allzu stressig werden zu lassen, wurden sie wie immer zuvor an den LKW gewöhnt. Der Umzug selbst begann mit dem Einsteigen um 3 Uhr morgens, bei sanftem Licht aus den Lampen in den Bäumen. Diesmal beschlossen die Keeper, gleich alle drei auf einmal einsteigen zu lassen, denn Kuishi schien am Vortag schon Verdacht zu schöpfen und spürte, dass etwas besonderes passieren würde. Das klappte hervorragend: die drei Rabauken gingen alle zusammen in die Abteile im LKW und waren sicher verstaut, ohne dass ihnen irgendetwas anders vorgekommen wäre als im Training. Zum Glück sind die drei so in ihre Milchflaschen vernarrt, dass sie sich gar keine Gedanken machten, dass etwas seltsames passieren könnte. So war nach zehn Minuten schon alles bereit, und die Fahrt konnte rechtzeitig vor der üblichen Hauptverkehrszeit in Nairobi losgehen.
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Waisenblogs-Beitrag Nursery, 27.03.2019
Mittwoch, 27. März 2019
Wenn Waisen ungefähr zur gleichen Zeit im Waisenhaus ankommen, freunden sie sich meist schnell miteinander an. So ist es auch mit Nabulu und dem Neuling aus der Maasai Mara; die beiden bleiben immer in der Nähe des jeweils anderen, wenn sie draußen grasen. Am Nachmittag schubste Mapia den Neuankömmling, bekam aber dafür sofort Ärger mit Malima und Tamiyoi!

