Die Waisen im September

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: September 2018

 

Die Interaktionen innerhalb der Elefantengruppe, aber auch mit anderen Tieren, ist immer wieder sehr unterhaltsam. Elefanten bleiben meistens unter sich, aber so lange sie noch klein sind, sind sie auch extrem verspielt und frech. Ihre Suhle lieben sie über alles und mögen sie beim besten Willen nicht mit anderen teilen, ganz besonders nicht mit den Warzenschweinen. „Die Waisen im September“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 27.09.2018

Donnerstag, 27. September 2018
Naisula, Murka, Kibo und Kitirua waren die einzigen morgendlichen Besucher an den Stallungen. Später kamen noch zwei Büffel zum Saufen, und Kithaka versuchte, sie zu verscheuchen, aber sie ließen sich nicht stören. Die Ex-Waisen begleiteten die Waisen zu den Weidegründen und blieben auch den Morgen über bei ihnen. Murka graste zusammen mit Karisa, während Kibo es sich zur Aufgabe gemacht hatte, Wanjala und Tusuja im Ringkampf zu trainieren. Sapalan tat sich mit Enkikwe zusammen und Esampu mit Maramoja. Zur Mittagszeit war es etwas frisch, und nur Taita kam mit zum Schlammloch. Die Waisen wollten auch nicht baden gehen, nachdem sie ihre Milch getrunken und Wasser gesoffen hatten. Auf dem Weg zurück in den Busch rangelte Karisa mit Namalok, bis Tusuja dazwischen ging. Sapalan staubte sich kurz ein, bevor er seinen Freunden langsam hinterher ging.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 19.09.2018

Mittwoch, 19. September 2018
Am Morgen kamen Orwa, Narok, Bomani und Kainuk zu Besuch, und Kainuk ging ins Gehege, um sich ein wenig mit ihrer alten Freundin Turkwel zu unterhalten. Sie ist seit einigen Wochen wegen ihrer Löwenverletzungen und ihres verlorenen Schwanzes in Behandlung, aber ihre Wunden heilen gut. Karisa, Maramoja und Rapa nahmen Zweige mit aus dem Gehege, und Kainuk machte es ihnen nach und kam genießerisch kauend wieder heraus. Während die meisten Waisen in aller Ruhe die Luzernenheupellets futterten, machte Ukame ihrem Namen – der soviel wie „Dürre“ bedeutet, da sie während einer langen Trockenperiode gerettet wurde – alle Ehre; wie ein ausgehungertes Kind schaufelte sie sich die Pellets in den Mund und konnte nicht genug bekommen. Ein wilder Bulle schaute den Waisen zu und probierte auch eines der Pellets. Er beschloss aber, dass sich die Mühe nicht lohnte – ein Elefant seiner Größe müsste eine Menge Pellets futtern, um satt zu werden! Karisa fegte wie ein Derwisch umher und war von Staubwolken umgeben. Dann tat er so, als ob er Tusuja herausfordern wollte.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 17.09.2018

Montag, 17. September 2018
Maramoja kam am Morgen als erste aus dem Gehege, gefolgt von Esampu. Olsekki, Kithaka und Wanjala schlossen sich den fünf wilden Bullen an der Tränke an, und Namalok umschlang zur morgendlichen Begrüßung Rüssel mit Galla. Oltaiyoni gab dann den Weg zu den Weidegründen vor. Es war ein ruhiger Morgen, und es wurde fleißig gegrast – was auch wichtig ist, mitten in der Trockenzeit. Gegen 11 Uhr wurde es sehr heiß, und die Waisen genossen das Schlammbad in vollen Zügen. Danach gesellten sie sich zu den vier wilden Bullen an der Tränke, bevor es wieder zurück zum Grasen ging. Am Nachmittag machten sie sich an der Westseite des Ithumba-Bergs breit und mussten sich eine ganze Weile unter einem Baum vor der Sonne verstecken, bevor sie weitergrasten.